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Karneval ist kein Spaß für Tiere – 
bitte lasst sie einfach Tier sein
Bunte Kostüme, laute Musik, ausgelassene Stimmung – für viele Menschen ist Karneval die schönste Zeit des Jahres. Für Hunde und Katzen jedoch bedeutet dieses Fest oft genau das Gegenteil: Angst, Stress und Überforderung.
Immer häufiger sehen wir Tiere, die als lustige Karnevalsaccessoires herhalten müssen. Doch eines ist klar: Tiere sind keine Requisiten. Wer seinen Hund oder seine Katze verkleidet, meint es vielleicht gut – tut dem Tier damit aber oft großen Schaden.
Kostüme schränken die Bewegungsfreiheit ein und verhindern, dass Tiere sich natürlich ausdrücken können. Ohren, Rute oder Körperhaltung sind für Hunde und Katzen lebenswichtig, um sich zu verständigen. Werden diese Signale verdeckt oder blockiert, kann es zu gefährlichen Missverständnissen kommen – mit Artgenossen ebenso wie mit Menschen. Angst, Unsicherheit oder Drohverhalten bleiben unerkannt, Konflikte entstehen.
Hinzu kommt der Lärm. Karnevalsumzüge, Sitzungen und Straßenfeste sind für viele Tiere schlicht unerträglich. Das Gedränge, die lauten Geräusche und die vielen fremden Eindrücke bedeuten puren Stress. Was für uns Spaß ist, kann für sie zur echten Qual werden.
Auch die Kostüme selbst bergen erhebliche Risiken: Sie können scheuern, die Atmung einschränken, Allergien auslösen oder die wichtige Temperaturregulation stören. Knöpfe, Bänder und Verzierungen können verschluckt werden, es besteht sogar Strangulationsgefahr. Viele Tiere empfinden Kleidung am Körper grundsätzlich als bedrohlich und unangenehm – sie ist weder notwendig noch artgerecht, sondern dient allein der Unterhaltung des Menschen.
Unser Appell zum Karneval: Zeigen wir echte Tierliebe. Respektieren wir die Bedürfnisse unserer Hunde und Katzen. Lassen wir sie zu Hause in Ruhe, fernab von Lärm und Trubel – und vor allem unverkleidet.
Denn wer sein Tier liebt, schützt es. Auch – und gerade – an Karneval. 🐾