Wildvogelhilfe
Nicht jeder Vogel, der am Boden sitzt, ist hilfsbedürftig. Besonders bei Jungvögeln ist zunächst zu prüfen, ob die Elterntiere in der Nähe sind.
Jungvögel
Ein bereits vollständig befiederter Jungvogel kann außerhalb des Nestes unterwegs sein, während die Eltern ihn weiterhin versorgen. Solche Jungvögel sollten möglichst nicht mitgenommen werden.
Beobachten Sie das Tier zunächst aus ausreichender Entfernung. Nur wenn es unmittelbar gefährdet ist, beispielsweise durch Straßenverkehr oder Katzen, kann es vorsichtig an einen geschützten Platz in der Nähe gesetzt werden.
Nestlinge ohne vollständiges Gefieder benötigen dagegen eher Hilfe. Wenn das ursprüngliche Nest erreichbar ist, sollte der Jungvogel möglichst dorthin zurückgesetzt werden.
Verletzte Vögel
Ein offensichtlich verletzter oder schwer geschwächter Vogel sollte möglichst schnell einer fachkundigen Wildvogelstation oder einer auf Vögel spezialisierten Tierarztpraxis vorgestellt werden.
Für den Transport eignet sich ein ausreichend großer, mit einem Tuch oder Küchenpapier ausgelegter Karton. Der Karton sollte ruhig und abgedunkelt stehen.
Verletzte Wildvögel nicht unnötig anfassen und nicht selbst aufziehen. Bei Unsicherheit sollte zunächst eine Wildvogelstation kontaktiert werden.
Wichtig
Bei toten Wildvögeln oder einem Verdacht auf Vogelgrippe gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. Solche Tiere sollten nicht angefasst werden. Informationen zur aktuellen Situation finden Sie beim Friedrich-Loeffler-Institut und bei den zuständigen Veterinärbehörden.
Weitere Informationen
NABU – Wildvögel und Hilfe:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/
Friedrich-Loeffler-Institut – Geflügelpest:
https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/
Die Versorgung eines Wildvogels sollte möglichst fachkundigen Personen überlassen werden. Nicht jeder Jungvogel benötigt menschliche Hilfe.