Tierschutzverein Erkrath
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Tierschutzverein Erkrath sucht
Unterstützung für Wildvogelhilfe

In den letzten Tagen erreichten den Tierschutzverein Erkrath vermehrt Meldungen über scheinbar verwaiste Entenküken in Hochdahl sowie über junge Singvögel, die das Nest verlassen haben. Diese Situation verdeutlicht den dringenden Bedarf an fachkundiger Unterstützung im Bereich Wildvogelhilfe.

Der Tierschutzverein Erkrath erhält täglich Anrufe von besorgten Bürgerinnen und Bürgern, die auf in Not geratene Vögel aufmerksam machen. Besonders während der Brutzeit kommt es vor, dass Singvögel flügge werden, das Nest verlassen und von ihren Eltern am Boden weiter versorgt werden. In solchen Fällen rät der Verein, die Tiere nicht zu stören, sofern keine unmittelbare Gefahr durch Katzen oder den Straßenverkehr besteht, da die Eltern ihre Jungen nur weiterhin betreuen, wenn sie nicht durch menschliche Eingriffe gestört werden. Siehe auch den Artikel in erkrath.jetzt

Aktuell fehlt dem Verein jedoch die notwendige vogelkundliche Expertise, um Wildvögel angemessen zu betreuen und zu schützen. Daher sucht der Tierschutzverein dringend nach Fachleuten oder engagierten Personen, die bereit sind, sich in die Thematik einzuarbeiten und den Verein bei Fragen zu Tauben, Enten, Singvögeln und anderen gefiederten Tieren zu unterstützen. Wildvögel sind ein wesentlicher Bestandteil des Ökosystems und tragen zur Erhaltung der natürlichen Vielfalt bei. Leider sind viele dieser Vögel durch menschliche Eingriffe, Umweltveränderungen und andere Bedrohungen gefährdet.

Interessierte Personen, die den Tierschutzverein Erkrath in dieser Angelegenheit unterstützen möchten, können sich an die
Vorsitzende Christa Becker wenden.
Kontakt ist telefonisch unter 02104 4939811
oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. möglich.

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Wildvogelhilfe

Nicht jeder Vogel, der am Boden sitzt, ist hilfsbedürftig. Besonders bei Jungvögeln ist zunächst zu prüfen, ob die Elterntiere in der Nähe sind.

Jungvögel

Ein bereits vollständig befiederter Jungvogel kann außerhalb des Nestes unterwegs sein, während die Eltern ihn weiterhin versorgen. Solche Jungvögel sollten möglichst nicht mitgenommen werden.

Beobachten Sie das Tier zunächst aus ausreichender Entfernung. Nur wenn es unmittelbar gefährdet ist, beispielsweise durch Straßenverkehr oder Katzen, kann es vorsichtig an einen geschützten Platz in der Nähe gesetzt werden.

Nestlinge ohne vollständiges Gefieder benötigen dagegen eher Hilfe. Wenn das ursprüngliche Nest erreichbar ist, sollte der Jungvogel möglichst dorthin zurückgesetzt werden.

Verletzte Vögel

Ein offensichtlich verletzter oder schwer geschwächter Vogel sollte möglichst schnell einer fachkundigen Wildvogelstation oder einer auf Vögel spezialisierten Tierarztpraxis vorgestellt werden.

Für den Transport eignet sich ein ausreichend großer, mit einem Tuch oder Küchenpapier ausgelegter Karton. Der Karton sollte ruhig und abgedunkelt stehen.

Verletzte Wildvögel nicht unnötig anfassen und nicht selbst aufziehen. Bei Unsicherheit sollte zunächst eine Wildvogelstation kontaktiert werden.

Wichtig

Bei toten Wildvögeln oder einem Verdacht auf Vogelgrippe gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. Solche Tiere sollten nicht angefasst werden. Informationen zur aktuellen Situation finden Sie beim Friedrich-Loeffler-Institut und bei den zuständigen Veterinärbehörden.

Weitere Informationen

NABU – Wildvögel und Hilfe:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/

Friedrich-Loeffler-Institut – Geflügelpest:
https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/

Die Versorgung eines Wildvogels sollte möglichst fachkundigen Personen überlassen werden. Nicht jeder Jungvogel benötigt menschliche Hilfe.

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Wildtiere

Wildtiere gehören in ihren natürlichen Lebensraum. Nicht jedes Tier, das allein, ruhig oder scheinbar hilfsbedürftig wirkt, benötigt menschliche Hilfe.

Ein Wildtier gefunden – was tun?

Beobachten Sie das Tier zunächst aus ausreichender Entfernung. Jungtiere werden häufig von ihren Eltern versorgt, auch wenn diese nicht unmittelbar zu sehen sind.

Bei offensichtlichen Verletzungen, starker Schwäche oder einer akuten Gefährdung sollte fachkundige Hilfe gesucht werden.

Wildtiere sollten nicht ohne fachkundige Anleitung mitgenommen oder selbst behandelt werden.

Wildtierschutz

Für viele Wildtierarten gelten besondere Schutzbestimmungen. Zuständig können je nach Situation die örtliche Behörde, eine Wildtierauffangstation, eine Tierarztpraxis oder eine spezialisierte Tierschutzorganisation sein.

Weitere Informationen bietet beispielsweise der Deutsche Tierschutzbund:

https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/wildtiere/

Auch der NABU informiert über heimische Wildtiere:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/

 

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Hände weg von Wildtieren  

Ja es ist wichtig, dass Menschen Wildtieren gegenüber respektvoll sind und ihnen nicht schaden. Wildtiere gehören in ihre natürlichen Lebensräume und haben ihre eigenen Bedürfnisse und Verhaltensweisen, die respektiert werden sollten.

Es gibt mehrere Gründe, warum es wichtig ist, Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu belassen
und keinen direkten Kontakt mit ihnen zu suchen:

Gesundheitsrisiken:

Wildtiere können verschiedene Krankheiten und Parasiten übertragen, sowohl auf andere Tiere als auch auf den Menschen. Der enge Kontakt mit Wildtieren birgt das Risiko einer Übertragung von Infektionen.

Störung des natürlichen Verhaltens:

Wenn Wildtiere wiederholt gestört oder gefangen werden, kann dies zu einer Störung ihres natürlichen Verhaltens führen. Dies kann sich negativ auf ihre Überlebensfähigkeit, ihre Fortpflanzung und ihre Fähigkeit zur Nahrungssuche auswirken.

Wildtiere sind keine Haustiere:

Wildtiere haben spezifische Anforderungen an ihre Lebensräume, Ernährung und soziale Interaktionen. Es ist unwahrscheinlich, dass sie in menschlicher Obhut ihr volles Potenzial erreichen oder ein artgerechtes Leben führen können.

Schutz gefährdeter Arten:

Einige Wildtierarten sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Durch den illegalen Handel, die Jagd oder die Störung ihrer Lebensräume können diese Arten weiter gefährdet werden. Es ist wichtig, solche Arten zu schützen und ihre Populationen zu erhalten.

Stattdessen sollten wir uns auf den Schutz und den Erhalt der natürlichen Lebensräume von Wildtieren konzentrieren. Dies umfasst Maßnahmen wie die Erhaltung von Wäldern, Feuchtgebieten und anderen wichtigen Ökosystemen, die Förderung von nachhaltigen Praktiken in der Landwirtschaft und die Unterstützung von Naturschutzprogrammen und -projekten.

Wenn Sie auf ein verletztes oder hilfloses Wildtier stoßen, ist es am besten, Experten oder örtliche Tierrettungsorganisationen zu kontaktieren, die die notwendigen Kenntnisse und Ressourcen haben, um angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Sie können auch lokale Naturschutzbehörden oder Tierärzte um Rat und Unterstützung bitten.

Was passiert, wenn Sie Wildtiere anfassen

Immer wieder entfernen Spaziergänger vermeintlich verlassene Jungtiere aus ihrer natürlichen Umgebung. Ein allein auf einem Feld sitzendes Feldhasenbaby oder ein Rehkitz, dessen Mutter nicht zu sehen ist, verleiten viele Spaziergänger dazu, das Jungtier anzufassen, was unweigerlich das Verstoßen des Jungtieres durch die Mutter und somit den sicheren Tod zur Folge hat. Andere Passanten sammeln das Jungtier ein, weil sie befürchten, es würde von der Mutter nicht mehr versorgt werden. Dieses ist ein Trugschluss. Feldhasen zum Beispiel „streuen“ ihre Kinder an verschiedene Stellen, um nicht ganze Würfe gleichzeitig zu verlieren, sollten diese durch einen Fressfeind gefunden werden. Um keine potenziellen „Nesträuber“ auf die Jungtiere aufmerksam zu machen, sucht die Mutter ihren Nachwuchs nur zum Säugen auf und verlässt sich ansonsten auf deren Schutz durch den nahezu komplett fehlenden Eigengeruch und die natürliche Wildfärbung, welcher die Kleinen in Wald und Feld für Fressfeinde nahezu unsichtbar und "unriechbar" werden lässt. Diese falsch verstandene Tierliebe kostet Jahr für Jahr viele Jungtiere das Leben.

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Wildtierschutz Deutschland e.V.

Der Wildtierschutz Deutschland e.V. (WTS) ist eine gemeinnützige Organisation in Deutschland, die sich für den Schutz und die Rehabilitation von wild lebenden Tieren einsetzt. Der Verein wurde 1981 gegründet und arbeitet eng mit anderen Naturschutzorganisationen, Tierärzten und Behörden zusammen.

Der Wildtierschutz Deutschland e.V. widmet sich insbesondere der Betreuung von verwaisten oder verletzten Wildtieren. Sie betreiben eine Auffangstation und Pflegestelle, in der Wildtiere aufgenommen, versorgt und rehabilitiert werden. Das Ziel ist es, die Tiere nach ihrer Genesung wieder in die freie Wildbahn zu entlassen.

Der Verein bietet auch Beratung und Unterstützung für Menschen, die verletzte oder hilflose Wildtiere finden. Sie geben Anleitungen zur Erstversorgung und helfen bei der Vermittlung an geeignete Auffangstationen oder Pflegestellen in der Nähe.

Weitere Informationen über den Wildtierschutz Deutschland e.V., deren Projekte und Aktivitäten, sowie Kontaktinformationen finden Sie auf ihrer offiziellen Website unter: https://www.wildtierschutz-deutschland.de/

Bitte beachten Sie, dass es auch andere regionale Wildtierschutzorganisationen und Auffangstationen in Deutschland gibt, die sich ebenfalls für den Schutz und die Rehabilitation von wild lebenden Tieren einsetzen. Es kann sinnvoll sein, auch diese Organisationen in Ihrer Nähe zu kontaktieren, um Hilfe und Unterstützung zu erhalten.

Aber Achtung, insbesondere wenn Sie auf scheinbar verlassene Jungtiere treffen (z.B. Rehkitz, Jungfuchs, Hase, Jungvogel): wenn das Tier nicht in unmittelbarer Gefahr ist, lassen Sie es zunächst in Ruhe, fassen Sie es vor allen Dingen nicht an. Es könnte darauf hin von seiner Mutter nicht mehr angenommen werden. Beobachten Sie das Tier aus möglichst großer Entfernung oder erkundigen Sie sich bei fachkundigen Menschen. Hasen bekommen häufig nur einmal am Tag Besuch von der Hasenmutter, Rehe mehrmals täglich und auch der Fuchs lässt seine Jungen nur während der Futtersuche allein.  Auch vermeintlich hilflose Vogelkinder sind auf jeden Fall in der freien Natur zu belassen. Nur ganz selten handelt es sich bei gefundenen Jungvögeln am Boden um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, die Hilfe benötigen. Anders bei Eichhörnchen, finden Sie Jungtiere am Boden, benötigen diese in den meisten Fällen Hilfe. 

Bundesweit: Auf der nachfolgenden Webseite erhalten Sie Hilfe zum Umgang mit in Not geratenen Fundtieren und in den meisten Fällen auch Hinweise zur Unterbringung in Auffangstationen.

https://www.wildtierschutz-deutschland.de/verletztes-wildtier

Gemäß Bundesnaturschutzgesetz ist es, vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften, zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesundzupflegen. Die Tiere sind unverzüglich in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbständig erhalten können.


 

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