Ergänzende Behandlung und alternative Verfahren

Neben der klassischen tiermedizinischen Behandlung werden für Tiere auch ergänzende oder sogenannte alternative Verfahren angeboten. Dazu gehören beispielsweise Physiotherapie, bestimmte Rehabilitationsmaßnahmen oder verschiedene naturheilkundliche Verfahren.

Die tierärztliche Diagnose steht an erster Stelle

Bei Krankheit, Schmerzen oder Verletzungen sollte zunächst eine tierärztliche Untersuchung erfolgen. Eine alternative oder ergänzende Behandlung sollte eine notwendige medizinische Diagnostik oder Therapie nicht ersetzen.

Physiotherapie und Rehabilitation

Physiotherapeutische Maßnahmen können beispielsweise nach Operationen oder bei bestimmten Erkrankungen Bestandteil eines tierärztlich abgestimmten Behandlungskonzepts sein. Welche Maßnahmen geeignet sind, hängt vom einzelnen Tier und seiner Erkrankung ab.

Alternative Verfahren kritisch prüfen

Für verschiedene sogenannte alternative Verfahren ist die wissenschaftliche Wirksamkeit unterschiedlich gut untersucht. Aussagen über eine Behandlung sollten deshalb nicht allein aufgrund von Erfahrungsberichten oder Werbeaussagen beurteilt werden.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn eine Methode als Ersatz für eine notwendige tiermedizinische Behandlung angeboten wird.

Wichtig

Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder andere Präparate sollten Tieren nicht ohne Rücksprache mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt gegeben werden. Auch pflanzliche Stoffe können unerwünschte Wirkungen oder Wechselwirkungen haben.

Bundestierärztekammer – Informationen zur Tiermedizin:
https://www.bundestieraerztekammer.de/

Tierärztekammer Nordrhein:
https://www.tieraerztekammer-nordrhein.de/

Die Bezeichnung „alternativ“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Verfahren wirksam oder risikofrei ist.