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Vegane Ernährung - Menschen

Der Mensch ist Omnivor. Das bedeutet: Wir sind Allesesser, biologisch in der Lage, sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung zu verdauen.

Aber:
Im Gegensatz zur Katze kann der Mensch alle lebensnotwendigen Nährstoffe auch aus Pflanzen oder synthetischen Quellen bekommen, wenn er seine Ernährung gut plant. Darum ist eine vegane Ernährung für Menschen grundsätzlich möglich – aber nicht automatisch gesund, und sie braucht Wissen und Kontrolle.

Grundprinzipien einer gesunden veganen Ernährung

  1. Bunt essen: Je vielfältiger, desto besser – Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse, Samen.
  2. Kombinieren für Eiweißqualität:
    • Getreide + Hülsenfrüchte (z. B. Reis + Bohnen, Brot + Hummus).
  3. Gesunde Fette:
    • Leinöl, Rapsöl, Walnüsse, Algenöl (für Omega-3).
  4. Supplemente regelmäßig:
    • Vitamin B12 täglich oder wöchentlich
    • Vitamin D (v. a. im Winter)
    • Jod über jodiertes Salz oder Algen (sparsam)
    • Optional: Algenölkapseln (EPA/DHA)
  5. Trinken: Wasser, Kräutertee, ungesüßter Pflanzendrink – ca. 1,5 – 2 l/Tag.

Gesundheit: Pro und Contra einer veganen Ernährung

Pro (wissenschaftlich belegt)

  • Geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    → weniger gesättigte Fette, mehr Ballaststoffe, besserer Cholesterinspiegel.
  • Weniger Übergewicht & Diabetes Typ 2
    → Pflanzliche Kost enthält weniger Energie pro Volumen.
  • Schutz vor Bluthochdruck, bestimmten Krebsarten (z. B. Darmkrebs)
  • Bessere Darmflora durch Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe
  • Nachhaltig & ethisch vertretbar (Umwelt, Tierwohl)

Contra (medizinisch relevante Risiken)

  • Mangelrisiko bei Vitamin B12 → muss immer supplementiert werden.
  • Eisenmangel, besonders bei Frauen → pflanzliches Eisen wird schlechter aufgenommen.
  • Calcium- und Vitamin-D-Mangel → Risiko für Osteoporose.
  • Jodmangel, wenn kein jodiertes Salz oder Algen verwendet werden.
  • Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) → kaum in Pflanzen vorhanden, nur als Algenöl-Zusatz.
  • Proteinqualität → pflanzliche Proteine oft unvollständig, Kombination notwendig (z. B. Getreide + Hülsenfrüchte).
  • Kinder, Schwangere, Senioren → brauchen spezielle Planung und Kontrolle.

Medizinische Einschätzung

Die großen Ernährungsgesellschaften (z. B. Deutsche Gesellschaft für Ernährung – DGE, American Dietetic Association, British Nutrition Foundation) sagen heute sinngemäß:
Eine gut geplante vegane Ernährung kann in allen Lebensphasen gesundheitsförderlich und ausreichend sein —, wenn kritische Nährstoffe gezielt ergänzt werden. Aber sie warnen auch:
Unausgewogen oder ohne Supplemente kann sie ernste Mängel und Folgeschäden verursachen. Das bedeutet: Vegan ja – aber richtig.


 

Vegane Woche für Einsteiger (Speiseplan)

TagFrühstückMittagessenAbendessenSnack / Extra
Montag Haferflocken mit Sojamilch, Banane, Walnüssen Linseneintopf mit Gemüse und Vollkornbrot Vollkornnudeln mit Tomatensauce & Hefeflocken Apfel + Handvoll Mandeln
Dienstag Vollkornbrot mit Hummus & Gurke Kichererbsen-Curry mit Reis Gemischter Salat mit Räuchertofu Sojajoghurt mit Beeren
Mittwoch Smoothie (Spinat, Apfel, Haferflocken, Chiasamen) Quinoa-Gemüsepfanne Kartoffeln mit Spinat und Tofu Datteln + Nüsse
Donnerstag Overnight Oats mit Beeren Chili sin Carne (mit Kidneybohnen, Mais) Vollkornbrot mit Avocado & Sprossen Obstsalat
Freitag Vollkornmüsli mit Pflanzendrink & Apfel Gemüsepaella mit Erbsen Veganer Burger (z. B. Linsen- oder Bohnenpatty) Dunkle Schokolade (70 %)
Samstag Bananenpfannkuchen (Hafermehl, Sojamilch) Couscoussalat mit Kichererbsen Gemüsepfanne mit Tempeh Karottensticks + Hummus
Sonntag Brunch: Brötchen, Aufstriche, Obst, Sojajoghurt Pasta mit Brokkoli & Cashewsoße Gemüsesuppe + Brot Nüsse, getrocknete Früchte

Einkaufstipps für Vegane-Anfänger

  • Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen (getrocknet oder aus Dose)
  • Vollkornprodukte: Hafer, Reis, Quinoa, Brot, Nudeln
  • Gemüse & Obst: täglich frisch, bunt mischen
  • Proteinquellen: Tofu, Tempeh, Sojagranulat, Seitan
  • Fette: Leinöl (Omega-3), Rapsöl, Nüsse, Samen
  • Milchalternativen: Soja-, Hafer- oder Mandeldrinks (mit Calcium angereichert)
  • Aufstriche: Hummus, Nussmus, Hefeflocken

Wichtige Nährstoffe, auf die Veganer achten müssen

NährstoffFunktionVegane Quellen / Ergänzung
Vitamin B12 Nervensystem, Blutbildung Nur durch Supplement (Tablette, Spray)
Vitamin D Knochen, Immunsystem Sonne, Supplement
Calcium Knochen, Muskeln Angereicherte Pflanzendrinks, grünes Gemüse, Sesam
Eisen Blutbildung Hülsenfrüchte, Vollkorn, Vitamin C verbessert Aufnahme
Zink Immunsystem Nüsse, Kerne, Hülsenfrüchte
Jod Schilddrüse Jodsalz, Algenpräparate
Omega-3 (EPA/DHA) Herz, Gehirn Algenöl-Kapseln
Protein Muskeln, Enzyme Kombination aus Hülsenfrüchten + Getr

 

Ärztlich empfohlene Kontrollen (bei rein veganer Ernährung)

Mindestens einmal jährlich Blutuntersuchung auf:

  • Vitamin B12 (Holotranscobalamin)
  • Vitamin D
  • Ferritin (Eisen)
  • Calcium
  • Zink
  • Omega-3-Index (EPA/DHA im Blut)
  • Schilddrüsenwerte (wegen Jod)

 

Wichtige Bücher - Wissenschaftlich fundiert

  1. "Vegan – Die gesündeste Ernährung?" – Prof. Dr. Claus Leitzmann & Markus Keller
    → Deutsche Experten, sachlich und wissenschaftlich.
  2. "Becoming Vegan" – Brenda Davis & Vesanto Melina
    → Umfangreiches Standardwerk, sehr fundiert.
  3. "Ernährung und Gesundheit – Pflanzlich basierte Ernährung in der Praxis" – DGE / UGB
    → Leitfaden für Ernährungsberater.
  4. "How Not to Die" – Dr. Michael Greger
    → Populär, aber mit wissenschaftlichen Quellen.
  5. "Vegan Klischee ade!" – Niko Rittenau
    → Sehr empfehlenswert, erklärt Nährstoffe, Studien und Mythen verständlich.

 

 

 

 

Details
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Katze vegan ernähren?

Der Antrieb für die vegane Ernährung von Katzen kommt fast immer vom Halter, der selbst vegan lebt. Die Motivation ist eine konsequente Umsetzung der veganen Ethik, die Tierleid in allen Formen vermeiden möchte. Wenn für die Ernährung des eigenen Haustieres andere Tiere (wie Rinder, Hühner, Fische) getötet oder ausgebeutet werden müssen, steht das für viele Veganer im Widerspruch zu ihren Grundwerten.

Vegane Ernährung bei Katzen: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz?

Die meisten Tierärzte und Ernährungsexperten lehnen vegane Katzenernährung ab. Fachgesellschaften wie die FEDIAF oder American Veterinary Medical Association (AVMA) sagen klar: „Eine rein pflanzliche Ernährung für Katzen ist nicht artgerecht und birgt ernste gesundheitliche Risiken.“

  • 2 des Tierschutzgesetzes besagt: „Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, …"
  • muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
  • darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
  • muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

Einen reinen Fleischfresser mit veganem Futter, also nur mit pflanzlicher Kost zu versorgen, wäre demnach ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, regelrecht Tierquälerei. Auch der Deutsche Tierschutzbund schreibt: „Eine rein vegane Ernährung von Katzen entspricht nicht den ernährungsphysiologischen Grundbedürfnissen und ist deshalb aus Tierschutzsicht nicht vertretbar.“
In klinischen Studien „wurden erhebliche Mangelerscheinungen bei Katzen festgestellt, die vegan ernährt wurden“.


 

Grundsätzliches: Katzen sind obligate Karnivoren

Das bedeutet, ihr Stoffwechsel ist evolutionär auf die Verdauung von tierischem Gewebe spezialisiert. Katzen müssen Fleisch fressen, um alle lebensnotwendigen Nährstoffe zu bekommen. Sie können – im Gegensatz zu Hunden – viele Stoffe nicht selbst herstellen, die im Fleisch vorkommen.

Dazu gehören z. B.:

  • Taurin (essentiell für Herz und Augen)
  • Arachidonsäure (eine Fettsäure)
  • Vitamin A (Retinol) in aktiver Form
  • Vitamin B12
  • Niacin
  • Carnitin

Lebensnotwendige Nährstoffe sind in pflanzlicher Nahrung
nicht oder nur in synthetischer Form verfügbar.

  1. Taurin: 
    Katzen können die essenzielle Aminosäure Taurin nicht selbst in ausreichender Menge synthetisieren. Ein Mangel führt unweigerlich zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen wie Erblindung (retinale Degeneration) und Herzmuskelerkrankungen (dilatative Kardiomyopathie). In natürlicher Fleischnahrung ist viel Taurin enthalten.
  2. Arachidonsäure: 
    Eine weitere essenzielle Fettsäure, die fast nur in tierischen Fetten vorkommt. Ein Mangel kann zu Hautproblemen, Gerinnungsstörungen und Fortpflanzungsproblemen führen.
  3. ​Vitamin A: 
    Katzen können pflanzliches Beta-Carotin (aus Karotten) nicht in Vitamin A umwandeln. Sie sind auf vorgeformtes Vitamin A aus der Leber ihrer Beute angewiesen.
  4. ​Vitamin B12: 
    Kommt natürlich nur in tierischen Produkten vor.
  5. Proteinqualität und pH-Wert: 
    Pflanzliche Proteine haben ein für Katzen weniger optimales Aminosäureprofil. Der Urin von Katzen, die fleischhaltiges Futter fressen, ist naturally sauer, was die Bildung von Harnkristallen (Struvit) verhindert. Pflanzliche Ernährung kann den Urin alkalischer machen und dieses Risiko erhöhen.

Gesundheit: Pro & Contra vegane Katzenernährung

Pro (aus Sicht der Halter, die es versuchen):

  • Kein Tierleid durch Schlachtprodukte im Futter
  • Umweltaspekt (geringerer Fleischverbrauch)
  • Möglich, wenn das Futter chemisch exakt ergänzt ist (synthetisches Taurin usw.)
  • Manche Katzen fressen es tatsächlich und zeigen kurzfristig keine Mangelerscheinungen

Contra (medizinisch gesehen):

  • Erhöhtes Risiko für Mangelerscheinungen
    (v. a. Taurin, B12, Vitamin A)
  • Harn-pH-Probleme →
    kann zu Blasenentzündungen und Kristallbildung führen
  • Leber- und Herzprobleme
    (z. B. dilatative Kardiomyopathie bei Taurinmangel)
  • Katzen sind oft mäkelig –
    viele lehnen veganes Futter ab
  • Langzeitstudien fehlen oder sind widersprüchlich

Veganes Katzenfutter – gibt es das?

Ja, es gibt Marken wie:

  • Ami Cat
  • Benevo Cat
  • Evolution Diet Vegan Cat
  • Vegcat (USA)

Diese enthalten synthetische Aminosäuren und Vitamine.
Aber:

  • Regelmäßige tierärztliche Blutkontrollen sind Pflicht.
  • Der Harn-pH-Wert muss überwacht werden.
  • Nicht alle Katzen akzeptieren oder vertragen es.

Regelmäßige Kontrollen und Beobachtungen
bei veganer Fütterung

  • Gewicht,
    Fellglanz, Aktivität beobachten
  • Augen (Taurinmangel →
    Netzhautveränderungen)
  • Herz abhören
    (Taurinmangel → Kardiomyopathie)
  • Harnverhalten:
    öfter pinkeln oder Schmerzen → sofort Tierarzt

Häufige Fehler bei veganer Katzenernährung

❌ Selbst gemixte Rezepte ohne tierärztliche Berechnung
❌ Kein Taurin oder falsche Dosierung
❌ Zu wenig Protein (Katzen brauchen ca. 30–45 % in der Trockensubstanz)
❌ Harn-pH nicht überwacht → Kristallbildung
❌ Zu lange ohne Bluttests

Auswahl eines veganen Katzenfutters

Wenn du es versuchen willst, muss das Futter vollständig und ausgewogen („complete and balanced“) nach FEDIAF- oder AAFCO-Richtlinien deklariert sein.


Checkliste für gutes veganes Katzenfutter:

KriteriumErklärung
Deklaration „Alleinfuttermittel“ Bedeutet: enthält alle notwendigen Nährstoffe. Kein Ergänzungsfutter!
Taurin zugesetzt (synthetisch) Minimum 1000 mg/kg Trockensubstanz. Ohne Taurin → gefährlich.
Vitamin B12 synthetisch zugesetzt Pflicht – sonst schnell Mangel.
Arachidonsäure (synthetisch) Muss vorhanden sein – kommt sonst nur in tierischem Fett vor.
Vitamin A (Retinol, nicht Beta-Carotin) Katzen können Beta-Carotin nicht umwandeln.
pH-kontrollierte Rezeptur Damit kein zu alkalischer Harn entsteht (wichtig für Blase/Nieren).
Hersteller offen über Nährstoffzusätze Transparent ist besser – vermeidet Mangelrisiken.
Tierärztlich geprüft oder Studien vorhanden Z. B. Veröffentlichungen von Dr. Andrew Knight oder Uni Bristol.


Wichtige Laborwerte, die kontrolliert werden sollten

Eine Katze, die vegan ernährt wird, braucht regelmäßige Blut- und Urinuntersuchungen — anfangs alle 3 Monate, später halbjährlich.

Wert / ParameterWarum wichtigZielbereich / Hinweis
Taurin Herz und Augen Normalwert im Serum 60–120 µmol/L
Vitamin B12 (Cobalamin) Nerven, Blutbildung Im Normbereich halten, sonst Injektionen nötig
Folsäure Stoffwechsel, Blutbildung Zu niedrig → Ergänzung
Gesamtprotein & Albumin Eiweißversorgung Niedrig → Futter zu proteinarm
Kreatinin & Harnstoff (BUN) Nierenfunktion Zu hoch → evtl. Dehydrierung oder Nierenschaden
Harn-pH Vermeidung von Harnkristallen Ideal: 6,0 – 6,5
Urinstatus allgemein Kontrolle auf Kristalle, Blut, Entzündungen Frühwarnsystem
Leberwerte (ALT, AST) Stoffwechselbelastung Veränderungen können Mangel oder Überversorgung anzeigen
Eisen, Zink, Kupfer Spurenelemente Pflanzenfutter kann Defizite verursachen
 

Buchtipps zum Thema

  1. "Obligate Carnivore: Cats, Dogs, and What It Really Means to Be Vegan" – Jed Gillen
    → Klassiker in der veganen Szene, kritisch und reflektiert.
  2. "Canine and Feline Nutrition" – Case, Carey, Hirakawa
    → Tiermedizinisches Standardwerk (englisch, wissenschaftlich).
  3. "Vegan Cats & Dogs?" – Dr. Andrew Knight
    → Wissenschaftlich fundiert, aber aus veganer Perspektive.
  4. "Tierernährung: Physiologische Grundlagen, Futter und Fütterung" – Meyer/Zentek
    → Deutsches Standardwerk, sehr tierärztlich orientiert.
  5. "Vegetarian Cats & Dogs" – James A. Peden
    → Historisch interessant, beschreibt frühe vegane Tierfutter-Experimente.
Details
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Vegetarische Ernährung - Katzen, sie sind obligate Fleischfresser

  • Die Katze Hauskatze ist evolutionär ein sogenannter „obligater Karnivor“ –
    d. h. ein Tier, das überwiegend Fleisch benötigt.
    Tiermedizinportal
  • Ihr Verdauungsapparat, Stoffwechsel und Nährstoffbedarf sind darauf ausgelegt,
    tierisches Eiweiß bzw. Fleischfresser-Beute zu verarbeiten.
    Herz für Tiere
  • Bei einer vegetarischen oder gar veganen Ernährung fehlen typischerweise wichtige Nährstoffe,
    die normalerweise über tierische Kost kommen.
    gesundheit.com
  • Eine vegetarische Ernährung von Katzen ist technisch unter sehr hohen Bedingungen denkbar,
    aber nicht einfach, und mit deutlichen Risiken verbunden.
  • Für die meisten Katzeneigentümer:
    Nicht empfohlen, weil viele Faktoren kontrolliert werden müssen.
  • Wenn dennoch verfolgt:
    Nur mit medizinischer Begleitung, ideale Produkte, regelmäßige Tests, und Bereitschaft, im Bedarfsfall wieder auf fleischhaltige Ernährung umzusteigen.
  • Das Thema ist nicht standardmäßig anerkannt
    als sichere Variante in der Tiermedizin.

Deutsches Bucher zum Thema

Keine große Auswahl aktueller deutscher Standardwerke speziell zur vegetarischen Katzenernährung – das Thema ist noch Nische. Hier nur ein Hinweis:

  • Vegetarische Hunde‑ und Katzenernährung von James A. Peden (deutsche Ausgabe) –
    beleuchtet vegetarische Ernährung bei Hund & Katze.
    Medimops

 

Pro & Contra - vegetarische Katzenfütterung

PRO

  • Ethisch motiviert:
    Halter wollen kein Fleisch füttern, aus Tierschutz- oder Umweltgründen.
  • Reduktion des Fleischanteils im Futter
    könnte grundsätzlich ethisch verständlich sein.

CONTRA - Medizinische / praktische Nachteile

  • Essenzielle Nährstoffe fehlen:
    z. B. Taurin, Arachidonsäure, Vitamin A in aktiver Form – sie sind schwer oder gar nicht durch pflanzliche Zutaten zu ersetzen ohne synthetische Zugaben. Tierschutzverein Fliedetal e.V.
  • Risiko von Mangelerscheinungen:
    Fell-/Hautprobleme, Muskelschwäche, Herz-/Augenprobleme.
    gesundheit.com
  • Futterakzeptanz:
    Katzen sind oft wählerisch; eine Umstellung auf andersartige Rezeptur kann schwierig sein.
    Tierschutzverein Fliedetal e.V.
  • Juristische/ethische Frage:
    Laut Deutscher Tierschutzbund ist eine rein vegane Ernährung aus Tierschutzsicht nicht artgerecht, und eine vegetarische nur unter sehr hohen Auflagen denkbar. tz.de
  • Kontrolle & Aufwand:
    Eine vegetarische Diät bei Katze würde erfordern: exakte Rationsberechnung, synthetische Ergänzung, regelmäßige tierärztliche Kontrollen.
    Deutscher Tierschutzbund

🩺 Tiermedizinische Einschätzung & Anerkennung

  • Insgesamt gilt: Eine vegetarische Ernährung von Katzen wird von Tiermedizinern nur unter sehr engen Bedingungen akzeptiert, nicht als Standard.
  • Beispiel: Das Positionspapier nennt, dass eine lacto-ovo-vegetarische Diät (also mit Milch/Ei) „grundsätzlich möglich“ sei — aber nur, wenn alle essenziellen Komponenten ergänzt sind und regelmäßige Kontrollen erfolgen. Tieraerzteverlag
  • Rein pflanzlich (vegan) wird von vielen Fachleuten abgelehnt bzw. stark kritisch bewertet. Landtiere
  • Ergo: Nicht allgemein anerkannt als risiko-frei. Wenn jemand sich dafür entscheidet, muss er voll verantwortlich handeln.

Vegetarisches Katzenfutter 

  • Amicat - Vegetarische Katzennahrung: außer gewöhnlich, vegetarisch.
  • Ami Cat Veganes Trockenfutter: vegan, also noch weitergehend als vegetarisch.
  • Benevo Cat Adult Original (vegan): ebenfalls vegan.
  • V.E.G. Vegan Cat Trockenfutter: vegan Marke.
  • Benevo Duo Veganes Nassfutter: veganes Nassfutter.
  • Vegane Katzennahrung mit Hanfprotein: experimenteller Ansatz.
  • V.E.G. VEGAN Cat Kleinpackung: kleinere Packung der Marke.
  • V.E.G. Vegan Cat 3×800 g: größere Vorratspackung.

Wichtige Hinweise beim Einsatz:

  • Stelle sicher, dass das Futter als Alleinfutter deklariert ist (also alle Nährstoffe enthalten).
  • Auch bei vegetarischem Futter:
    Taurin, Arachidonsäure, Vitamin A, B12, etc. müssen ergänzt sein. Viele Hersteller geben das an, aber Kontrolle empfohlen.
  • Unbedingt Rücksprache mit Tierarzt.
    Blutkontrollen und Harn-pH‐Kontrolle sollten regelmäßig stattfinden.

Empfehlenswerte deutschsprachige
Artikel & Positionspapiere

  1. Deutscher Tierschutzbund e. V. – „Vegetarische und vegane Ernährung von Hund und Katze“ (Steckbrief, Mai 2019)
    • In diesem Dokument wird klar aufgeführt: Katzen benötigen unter anderem Taurin, Vitamin A etc., und tierisches Eiweiß wird biologisch besser verwertet. Deutscher Tierschutzbund
    • Aussage: Eine vegetarische Ernährung sei grundsätzlich sehr anspruchsvoll und sollte nur unter Beratung erfolgen.
    • Wichtig: Es ist kein Freibrief für vegetarische Ernährung bei Katzen, sondern eine Warnung vor den Risiken.

  2. Artikel auf Tiermedizinportal – „Vegetarische und vegane Katzenernährung“
    • Übersicht über Studienlage, Risiken und Praxis-Hinweise. Tiermedizinportal
    • Betont: Es gibt wenige Fertigprodukte; Mängel‐Gefahr ist real.
    • Wichtig: Zeigt, dass das Thema diskutiert wird — aber nicht als unproblematisch dargestellt.

  3. Artikel auf Landtiere – „Vegane Ernährung bei Katzen – wäre das eine artgerechte Haltung?“
    • Kritischer Blick: Stoffwechsel der Katze ist auf Fleisch ausgelegt; vegetarisch/vegan entspricht nicht den natürlichen Bedürfnissen. Landtiere
    • Zitat: „Eine vegane Ernährung entspricht nicht den ernährungsphysiologischen Grundbedürfnissen einer Katze.“ National Geographic
    • Wichtig: Zeigt rechtliche/ethische Aspekte (z. B. Tierschutzgesetz).

  4. Artikel von AGILA Versicherungen – „Vegetarische Ernährung für Katzen“
    • Verständlich geschrieben, mit Hinweis auf notwendige Zusatzstoffe bei vegetarischer Ernährung. AGILA
    • Wichtig: Zeigt, dass auch populäre Ratgeber auf Nebenbedingungen hinweisen, wenn eine fleischlose Ernährung bei Katzen angedacht wird.

  5. Artikel auf Katzenbetreuung Dortmund – „Kann eine Katze vegetarisch/vegan ernährt werden?“
    • Klare Empfehlung: „Nein“ unter normalen Verhältnissen. Katzenbetreuung Dortmund
    • Wichtig: Zeigt Breitenmeinung unter Katzenhaltern und Betreuern.

Was man aus diesen Artikeln lernen kann – und was nicht

Was man lernen kann:

  • Es gibt klare Hinweise darauf, dass Katzen essenzielle Nährstoffe benötigen (z. B. Taurin, Arachidonsäure, Vitamin A) die kaum oder gar nicht aus rein pflanzlichen Quellen stammen. Deutscher Tierschutzbund
  • Wenn man vegetarisch (z. B. mit Milch/Ei) oder vegan (ohne tierische Bestandteile) füttern möchte, ist eine sehr sorgfältige Planung, Fachberatung und regelmäßige Kontrolle Pflicht. Tieraerzteverlag
  • Einige Organisationen warnen davor, dass eine unsachgemäße fleischlose Ernährung rechtlich ein Problem sein kann (z. B. Tierhalterpflichten nach Tierschutzgesetz). Landtiere

Was man nicht überinterpretiert sollte:

  • Es gibt wenige robuste Langzeitstudien zur vegetarischen/veganen Ernährung von Katzen –
    viele Hinweise beruhen auf Expertenmeinungen oder Fallbeobachtungen. (z. B. Artikel meint „in den wenigen Untersuchungen … erhebliche Mangelerscheinungen“. Landtiere )
  • Ein Artikel allein ersetzt keine individuelle tierärztliche Beratung.
    Jeder Fall kann anders sein (Alter, Gesundheitszustand, Rasse etc).
  • Selbst bei vegetarischer Ernährung ist nicht automatisch gesichert,
    dass alle Nährstoffe adäquat aufgenommen werden – die Verträglichkeit von synthetischen Zusätzen und pflanzlichen Ersatzstoffen ist nicht gleichwertig mit natürlicher tierischer Quelle. reposit.haw-hamburg.de

 

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Vegan - die gesündeste Ernährung (??)

Die Ernährung sollte artgerecht sein. Es gibt immer Spezialisten, die andere Meinungen vertreten, diese auch begründen, teilweise wissenschaftlich. Wir sind Laien. Denken Sie an Corona, was uns in dieser Zeit an Fachleuten vorgestellt wurde und wir mussten viel glauben.  Lesen Sie sich FÜR und WIDER genau durch und entscheiden Sie, was Sie Ihrer Katze zu futtern geben und lassen Sie Ihren gesunden Menschenverstand entscheiden.

Dr. med. Henrich ProVegan Stiftung 
Stiftungssitz: 8280 Kreuzlingen, *
Hauptstraße 72
Postanschrift: 8807 Freienbach, Steinhaabe 5

E-Mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 
Autor: Dr. med. Ernst Walter Henrich  

Homepage der Stiftung: www.provegan.info/ 
Download Broschüre "Vegan"

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