Katze vegan ernähren?
Der Antrieb für die vegane Ernährung von Katzen kommt fast immer vom Halter, der selbst vegan lebt. Die Motivation ist eine konsequente Umsetzung der veganen Ethik, die Tierleid in allen Formen vermeiden möchte. Wenn für die Ernährung des eigenen Haustieres andere Tiere (wie Rinder, Hühner, Fische) getötet oder ausgebeutet werden müssen, steht das für viele Veganer im Widerspruch zu ihren Grundwerten.
Vegane Ernährung bei Katzen: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz?
Die meisten Tierärzte und Ernährungsexperten lehnen vegane Katzenernährung ab. Fachgesellschaften wie die FEDIAF oder American Veterinary Medical Association (AVMA) sagen klar: „Eine rein pflanzliche Ernährung für Katzen ist nicht artgerecht und birgt ernste gesundheitliche Risiken.“
- 2 des Tierschutzgesetzes besagt: „Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, …"
- muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
- darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
- muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.
Einen reinen Fleischfresser mit veganem Futter, also nur mit pflanzlicher Kost zu versorgen, wäre demnach ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, regelrecht Tierquälerei. Auch der Deutsche Tierschutzbund schreibt: „Eine rein vegane Ernährung von Katzen entspricht nicht den ernährungsphysiologischen Grundbedürfnissen und ist deshalb aus Tierschutzsicht nicht vertretbar.“
In klinischen Studien „wurden erhebliche Mangelerscheinungen bei Katzen festgestellt, die vegan ernährt wurden“.
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