aus Newsletter vom 26.06.26 von  "foodwatch | Luise Molling" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.;

Dieser Joghurt ist gesünder, oder?

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A, B, C, D, E – der Nutri-Score zeigt auf einen Blick, welches Produkt die bessere Wahl ist. Vorausgesetzt, er steht überhaupt drauf. Genau das entscheidet die Industrie bislang selbst. Damit muss Schluss sein: Alois Rainer und Nina Warken müssen den Nutri-Score zur Pflicht machen! 

Jetzt Nutri-Score auf alle Produkte!

Hallo, 

Kirschjoghurt mit Nutri-Score C — daneben steht ein Joghurt, der gesünder aussieht, aber gar keinen Nutri-Score hat. Wie soll man die beiden jetzt vergleichen? Ganz einfach: gar nicht. Und genau das ist das Problem. Solange der Nutri-Score freiwillig bleibt, können Hersteller selbst entscheiden, wann sie Transparenz bieten – und wann lieber nicht. Das muss sich ändern. Deshalb fordern wir: Ernährungsminister Alois Rainer und Gesundheitsministerin Nina Warken müssen den Nutri-Score verpflichtend einführen. Für alle Produkte. Ohne Ausnahmen. Nur dann können Verbraucher:innen wirklich vergleichen und gesündere Entscheidungen treffen. Eine neue rechtliche Stellungnahme im Auftrag von foodwatch zeigt: Ein national verpflichtender Nutri-Score lässt sich rechtlich gut begründen.[1] Die häufige Ausrede, nur die EU könne handeln, trägt nicht mehr. Es braucht politischen Willen. Schreiben Sie jetzt an Alois Rainer und Nina Warken: Schluss mit freiwilliger Transparenz. Der Nutri-Score muss auf alle Produkte — und zwar jetzt!

Schluss mit freiwilliger Transparenz

Dabei geht es um weit mehr als eine fehlende Kennzeichnung. Es geht um unsere Gesundheit. Der Nutri-Score löst Fehlernährung nicht allein. Aber er hilft direkt am Supermarktregal: Er erleichtert gesündere Kaufentscheidungen und gibt Herstellern Anreize, Zucker, Salz und Fett zu reduzieren. [2]Knapp jede:r fünfte Erwachsene in Deutschland ist von Adipositas betroffen – rund 13 Millionen Menschen. [3] Die volkswirtschaftlichen Kosten durch Adipositas belaufen sich auf rund 63 Milliarden Euro pro Jahr. [4] Geld, das wir alle zahlen. Wer bessere Entscheidungen beim Einkauf ermöglichen will, darf Transparenz nicht der Industrie überlassen. Doch statt gegenzusteuern, macht die Industrie genau das Gegenteil. Seit Januar 2026 gilt eine strengere Berechnung des Nutri-Scores — und prompt ziehen reihenweise Hersteller die Reißleine. Bei Danone wird das Spiel besonders deutlich: Bei Activia und Dany bleibt die Ampel drauf — bei Alpro und Actimel ist sie verschwunden. [5]Das zeigt: Ein freiwilliges System lädt zum Rosinenpicken ein. Hersteller zeigen den Nutri-Score, wenn er ihnen nützt und lassen ihn weg, wenn er unbequem wird. Schluss damit. Rainer und Warken müssen jetzt handeln und alle Hersteller verpflichten, Farbe zu bekennen: auf jedem Joghurt, jeder Tiefkühlpizza, jeder Limonade.

Jetzt Nutri-Score auf alle Produkte!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Mit freundlichen Grüßen

 

Luise Molling

Kampagnen & Recherchen

PS: Studien belegen: Der Nutri-Score ist unter allen Lebensmittelkennzeichnungen am leichtesten zu verstehen. [6] Doch was nutzt die beste Kennzeichnung, wenn die Industrie selbst entscheiden darf, ob sie draufkommt? Fordern Sie jetzt von Rainer und Warken die Nutri-Score-Pflicht für alle Produkte.

> Für transparente Entscheidungen im Supermarkt!