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Dabei geht es um weit mehr als eine fehlende Kennzeichnung. Es geht um unsere Gesundheit. Der Nutri-Score löst Fehlernährung nicht allein. Aber er hilft direkt am Supermarktregal: Er erleichtert gesündere Kaufentscheidungen und gibt Herstellern Anreize, Zucker, Salz und Fett zu reduzieren. [2]Knapp jede:r fünfte Erwachsene in Deutschland ist von Adipositas betroffen – rund 13 Millionen Menschen. [3] Die volkswirtschaftlichen Kosten durch Adipositas belaufen sich auf rund 63 Milliarden Euro pro Jahr. [4] Geld, das wir alle zahlen. Wer bessere Entscheidungen beim Einkauf ermöglichen will, darf Transparenz nicht der Industrie überlassen. Doch statt gegenzusteuern, macht die Industrie genau das Gegenteil. Seit Januar 2026 gilt eine strengere Berechnung des Nutri-Scores — und prompt ziehen reihenweise Hersteller die Reißleine. Bei Danone wird das Spiel besonders deutlich: Bei Activia und Dany bleibt die Ampel drauf — bei Alpro und Actimel ist sie verschwunden. [5]Das zeigt: Ein freiwilliges System lädt zum Rosinenpicken ein. Hersteller zeigen den Nutri-Score, wenn er ihnen nützt und lassen ihn weg, wenn er unbequem wird. Schluss damit. Rainer und Warken müssen jetzt handeln und alle Hersteller verpflichten, Farbe zu bekennen: auf jedem Joghurt, jeder Tiefkühlpizza, jeder Limonade.
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