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Felines Asthma

Dieser Beitrag richtet sich an Sie als Halterin oder Halter einer Katze – insbesondere, wenn Sie keine medizinische Ausbildung haben –, und möchte Sie informieren und dazu befähigen, verantwortungsvoll zu handeln: von der Haltung über Impfungen bis zur Vorsorge und Pflege.
Der Artikel hilft Ihnen zu verstehen, was diese Krankheit bei Ihrer Katze bedeuten kann, wie Sie sie bestmöglich versorgen und schützen – ohne Tiermediziner sein zu müssen.

Ich hoffe, dieser Beitrag hilft Ihnen als Halterin oder Halter Ihrer Katze, das Thema Asthma bei Katzen gut zu verstehen und entsprechend zu handeln.

Beschreibung der Krankheit

Die Krankheit wird im Englischen oft als “feline asthma” genannt, im Deutschen spricht man von „felinem Asthma“ oder „feline bronchial asthma (allergische Bronchitis bei der Katze)“.
Merck Veterinärhandbuch+2Cornell Vetmedizin
Kurz: Es handelt sich um eine chronische Erkrankung der unteren Atemwege (also Bronchien und kleine Luftwege) bei Katzen, bei der auf bestimmte Auslöser (Allergene etc.) eine übersteigerte Reaktion des Immunsystems folgt – das führt zu Entzündung, Einengung der Atemwege und Schleim­bildung.
Cornell Vetmedizin+2Merck Veterinärhandbuch
Betroffene Katzen haben daher häufig Probleme mit dem Atmen, Husten oder Atemnot.

 


Erreger und Verursacher

Anders als bei Infektionskrankheiten ist hier kein klassischer „Erreger“ (wie ein Virus oder Bakterium) im Vordergrund, sondern eine allergische Reaktion bzw. Überempfindlichkeit der Atemwege. Laut einer Quelle: „Asthma is a disease of the lower airways … caused by an allergic reaction to inhaled allergens, particles that stimulate a cat’s immune system.”
Cornell Vetmedizin
Als Auslöser kommen in Betracht: Hausstaub, Zigarettenrauch, Katzenstreu­staub, Pollen, Schimmelpilze, Parfümierte Reinigungsmittel im Haushalt. Vca+1
Auch genetische Veranlagung wird diskutiert – z. B. bestimmte Rassen könnten predisponiert sein.
Merck Veterinärhandbuch

Betroffene Katzen

Statistisch sind etwa 1 bis 5 % der Katzen betroffen – je nach Untersuchung.
Cornell Vetmedizin 
Meist wird die Erkrankung bei Katzen im Alter von etwa 2 bis 8 Jahren festgestellt, manche Quellen nennen den Altersbereich „4–5 Jahre im Durchschnitt“.
Cornell Vetmedizin 
Rassen wie Siam oder Himalaya könnten häufiger betroffen sein.
Merck Veterinärhandbuch
Übergewichtige Katzen haben ein erhöhtes Risiko.
Vca

 


Symptome

Frühe Anzeichen

  • Trockener, wiederkehrender Husten – oft verwechselt mit „Haarballen“ oder Erbrechen.
    Cornell Vetmedizin
  • Leicht erhöhte Atemfrequenz, das heißt die Katze atmet schneller als üblich, vor allem in Ruhe.
    choicevs.com
  • Leises oder nicht sofort auffälliges Atemgeräusch („Wheezing“ = Pfeifen) bei Ausatmung. T
    today's Veterinary Practice
  • Gelegentlich Husten mit Halsstreckung, Katze nimmt eine Haltung ein mit Hals vorgestreckt.
    Cornell Vetmedizin

Fortgeschrittene Symptome

  • Offenes Maulatmen („open-mouth breathing“) bei starker Atemnot.
    choicevs.com
  • Deutlich hörbares Pfeifen (Wheezing) oder Rasselgeräusche beim Atmen.
    Vca
  • Husten mit Schleim, Atemnot bei Aktivität oder Ruhe.
    Cornell Vetmedizin
  • Blaue Schleimhäute (Zyanose) bei starkem Sauerstoffmangel.
    choicevs.com
  • Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Rückzug.
    Vca

Spezifische Symptome

  • Die typische „Asthma-Haltung“: Katze hockt, Schultern nach vorne, Hals gestreckt, Brustkorb oft erweitert.
    Cornell Vetmedizin
  • Atemanstrengung vor allem bei der Ausatmung (exspiratorische Atemnot) — das unterscheidet sich von manchen anderen Atemwegserkrankungen.
    Today's Veterinary Practice

 


Ist die Krankheit für Menschen gefährlich? Übertragung / Ansteckung / Zoonose-Gefahr

Bei dieser Erkrankung handelt es sich nicht um eine Zoonose – also kein Risiko, dass Sie als Halterin oder Halter sich direkt durch Ihre Katze mit Asthma anstecken. Es geht nicht um einen infektiösen Erreger, sondern um eine allergisch bedingte Reaktion.
Eine direkte Übertragung Mensch ↔ Katze ist nicht bekannt.
Allerdings: Wenn Ihre Katze Asthma hat, ist es umso wichtiger, dass Sie Umweltfaktoren (z. B. Zigarettenrauch) reduzieren – diese könnten sowohl Ihre Katze als auch Ihre eigene Gesundheit belasten.


Diagnose durch Tierarzt erforderlich?

Ja – unbedingt. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Katze Atemprobleme hat (Husten, Atemnot etc.), muss eine tierärztliche Abklärung erfolgen. Nur eine Fachperson kann unterscheiden, ob es sich um Asthma oder eine andere Erkrankung handelt (z. B. Parasiten, Tumor, Herz-Lunge-Erkrankung).
Merck Veterinärhandbuch

Diagnostik – das macht der Tierarzt

Folgende Schritte sind typisch:

  • Anamnese (Gespräch über Symptome, wann sie auftreten, Auslöser, Haltung, Wohnung etc.)
  • Klinische Untersuchung (Abhören der Lunge, Beobachtung der Atmung)
  • Blutuntersuchung (z. B. Blutbild, um Entzündung oder andere Ursachen auszuschließen)
    Vca
  • Urin- und Kotuntersuchung, z. B. um Parasiten / Lungenwürmer auszuschließen.
    Vca
  • Röntgenaufnahme (Thorax-Röntgen), um typische Veränderungen der Lunge und Luftwege zu sehen und andere Ursachen auszuschließen.
    Cornell Vetmedizin
  • In Spezialfällen: Bronchoskopie (Endoskopie der Bronchien), Spülproben (Bronchoal­veoläre Lavage), CT. Diese Verfahren sind aufwändiger, werden häufig bei schwierigen Fällen eingesetzt.
    Cornell Vetmedizin
  • Ausschlussverfahren: Der Tierarzt wird andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausschließen – z. B. Parasiten, Herz-Lungen-Erkrankungen, Tumoren.
    Today's Veterinary Practice

 


Behandlung & Therapie

Behandlungsziele

  • Akute Atemnot (Asthma-Anfall) schnell lindern.
  • Chronische Entzündung der Atemwege unter Kontrolle bringen.
  • Auslöser vermeiden, Häufigkeit und Schwere der Attacken reduzieren.
  • Lebensqualität für Ihre Katze erhalten bzw. verbessern.
    Cornell Vetmedizin

Medikamente

  • Corticosteroide (z. B. Prednisolon oral oder inhalativ wie Fluticason, Budesonid): zur Entzündungshemmung.
    Today's Veterinary Practice
  • Bronchodilatatoren (z. B. Albuterol/Salbutamol, Terbutalin): zur Erweiterung der Atemwege – meist zusätzlich zu Corticosteroiden – nicht allein verwenden. Today's Veterinary Practice
  • Inhalative Therapie mittels spezieller Katzen-Inhalatoren und Aerosolkammern – wenn Ihre Katze sich daran gewöhnen lässt.
    Today's Veterinary Practice
  • Umwelt- und Trigger-Management: Staubarme Katzentoilette, Verzicht auf Zigarettenrauch, Duft- und Reinigungsmittel­reduktion.
    Vca

Bezugswege

Diese Medikamente dürfen nur vom Tierarzt verordnet werden. Selbstmedikation ohne tierärztlichen Rat ist nicht ratsam und kann gefährlich sein. In Deutschland/Europa gelten Veterinär-Arzneimittelgesetze – nur autorisierte Tierärzte dürfen verschreiben. Die Inhalator-Hilfsmittel (z. B. Katzen-Aerosolkammer) sind über Veterinärbedarf oder Tierarzt verfügbar.

 


Unterstützende Therapie, Pflege zu Hause

  • Achten Sie darauf, Trigger im Haushalt zu reduzieren:
    Staub, Zigarettenrauch, Parfümierte Produkte, starke Reinigungsmittel.
  • Halten Sie das Gewicht Ihrer Katze im gesunden Bereich
    (Übergewicht belastet Lunge/Herz zusätzlich).
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Katze ruhig atmen kann:
    keine starke Hitze­/Kälte­reize, Luftzirkulation gut, keine Stress-Situationen.
  • Erlernen Sie mit dem Tierarzt,
    wie Sie den Inhalator bei Ihrer Katze im Alltag anwenden.
  • Beim akuten Anfall:
    Sofort Ruhe schaffen, Tierarzt kontaktieren – nicht abwarten.

OP erforderlich?

Eine Operation ist bei Asthma nicht der Standardweg – da es sich um eine funktionelle Atemwegsüberempfindlichkeit handelt, nicht um ein chirurgisches Problem. In Ausnahmefällen, wenn z. B. anatomische Probleme vorliegen, kann etwas anderes nötig sein – aber das ist selten.

Behandlungs- und Therapiedauer

Da Asthma bei Katzen in der Regel chronisch ist, ist langfristige Behandlung angezeigt – oft lebenslang mit regelmäßiger Kontrolle. Laut einer Quelle: „Although cats can never be truly ‘cured’ of asthma … owners can help their asthmatic cats live happily for years.“
Cornell Vetmedizin

Kosten der Behandlung

Die Kosten variieren stark je nach Schweregrad, Häufigkeit der Tierarztbesuche, Diagnostik (z. B. Röntgen, Spezialtests), Medikamenten und ggf. Inhalator-Equipment. Eine verbindliche Summe lässt sich daher nicht pauschal nennen. Viele Tierarztpraxen bieten aber Ratenzahlung oder Zahlungspläne an – Sie können frühzeitig nachfragen.

 


Prognose und Verlauf

Verlauf & Langzeitfolgen

  • Die Erkrankung ist nicht heilbar im Sinne, dass sie komplett verschwindet.
    Merck Veterinärhandbuch
  • Mit guter Therapie und Umweltanpassung kann die Katze aber viele Jahre mit guter Lebensqualität leben.
    choicevs.com
  • Wird die Entzündung der Luftwege nicht ausreichend behandelt, kann es zu sogenannten „Remodelling“ kommen – das heißt strukturelle Veränderung der Atemwege (Verdickung, Verengung) – und damit zu einer schlechteren Prognose.
    Today's Veterinary Practice
  • Akute schwere Anfälle können lebensbedrohlich sein – insbesondere wenn Atemnot sehr stark ist und zu Sauerstoffmangel führt.
    Today's Veterinary Practice

Heilungschancen

Eine vollständige Heilung ist nicht realistisch. Ziel ist eine gute Kontrolle der Erkrankung. Je früher und konsequenter behandelt wird, desto besser sind die Chancen auf eine gute Lebensqualität.

Lohnt sich eine Tierkrankenversicherung?

Ja, in vielen Fällen ja – insbesondere wenn Sie eine Katze haben, die bereits Atemwegsprobleme zeigt oder ein erhöhtes Risiko hat (z. B. Übergewicht, Innenhaltung mit vielen Allergenen). Eine Versicherung kann helfen, Diagnostik und Behandlung finanzierbar zu machen. Ob Sie „übervorsichtig“ sind, hängt vom Einzelfall ab: Bei chronischen Erkrankungen wie dieser ist es sinnvoll, mögliche Kosten im Blick zu haben.

 


Check-Liste für Katzenhalter (Symptome-Check)

Kreuzen Sie bitte jeweils an, wenn zutreffend:

  • Trockener, wiederholter Husten bei meiner Katze
  • Häufige oder längere Atempausen, Abschnauben oder „Gurgeln“ beim Atmen
  • Katze atmet schneller als normal in Ruhe (> ~30 Atemzüge/min)
  • Offenes Maulatmen beobachtet
  • Pfeifgeräusche (Wheezing) beim Ausatmen hörbar
  • Katze nimmt eine Haltung ein mit Hals gestreckt, Schultern nach vorne
  • Blaue Schleimhäute (z. B. der Lippen oder des Zahnfleischs) oder starke Atemnot
  • Husten wird fälschlicherweise als Haarballen-Erbrechen fehlgedeutet
  • Meine Katze ist übergewichtig oder hat wenig Bewegung
  • Im Haushalt: viel Staub, Zigarettenrauch, Duft-/Reinigungsmittel-Belastung vorhanden

Wenn Sie mehrere Kästchen angekreuzt haben, nehmen Sie bitte möglichst umgehend Kontakt zu Ihrer Tierärztin bzw. Ihrem Tierarzt auf.

 


Ernährung & Diät

  • Achten Sie auf ein gesundes Gewicht –
    Übergewicht belastet Herz und Lunge zusätzlich, was bei Asthma problematisch sein kann.
  • Hochwertiges Katzenfutter wählen –
    gibt es spezielle hypoallergene Futtermittel, wenn vermutet wird, dass Nahrungsmittel-Allergien eine Rolle spielen könnten.
  • Vermeiden Sie Futter mit vielen Zusatzstoffen,
    künstlichen Farb- oder Aromastoffen oder bekannten Allergenen (z. B. häufig verwendete Proteine, wenn Ihre Katze dort Probleme zeigt) – dies kann ggf. Trigger vermeiden helfen.
  • Stellen Sie sicher, dass das Futter ausgewogen ist
    (Protein, Fett, Vitamine, Mineralien) – Atemwegserkrankungen können den Energieverbrauch erhöhen.
  • Frisches Wasser jederzeit verfügbar machen;
    eine gute Hydrierung unterstützt das allgemeine Wohlbefinden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über
    ein geeignetes Futter-/Haltungs-Konzept bei Ihrer Katze – speziell wenn eine Atmungserkrankung vorliegt.

 


Vorbeugung (Prophylaxe)

  • Vermeiden Sie - soweit möglich - Auslöser von Atemwegsbelastung:
    Zigarettenrauch im Haushalt vermeiden; staubarme Katzenstreu verwenden; starke Duft- oder Reinigungsmittel minimieren; gute Lüftung sicherstellen.
    Vca
  • Innenraumatmosphäre:
    Luftfilter ggf. einsetzen, häufig reinigen (Staub, Pollen, Schimmel vermeiden).
  • Gewicht der Katze kontrollieren
    und bei Übergewicht rechtzeitig gegensteuern.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt –
    insbesondere wenn Ihre Katze zu Risikogruppen zählt (z. B. Übergewicht, bestimmte Rasse, Innenhaltung).
  • Bei Reisen oder neuen Umgebungen:
    Achten Sie darauf, dass Ihre Katze nicht plötzlich starken Allergenen ausgesetzt wird und dass ausreichende Ruhe-/Stressvermeidung möglich ist.
  • Impfungen:
    Zwar gibt es keine Impfung gegen Asthma (weil es keine klassische Infektionskrankheit ist), aber eine gute generelle Gesundheitsvorsorge (z. B. Impfstatus, Parasitenprophylaxe) ist sinnvoll, damit Ihre Katze insgesamt möglichst gesund bleibt – ein geschwächtes Tier reagiert empfindlicher.
  • Sofortiger Tierarztbesuch:
    Bei auffälliger Atemnot, offenem Maulatmen, blauen Schleimhäuten oder starkem Husten – dies gilt als Notfall.

 


Übersicht über aktuelle Therapien und deren Einsatzmöglichkeiten in Deutschland/Europa

In Deutschland und Europa sind folgende Therapieformen gängig:

  • Oral verabreichte Corticosteroide (z. B. Prednisolon)
  • Inhalative Corticosteroide (z. B. Fluticason, Budesonid) mittels Katzen-Inhalator/Aerosolkammer
  • Bronchodilatatoren (z. B. Salbutamol) zur akuten Anwendung
  • Umwelt- und Trigger-Management – unverzichtbar
  • In speziellen Fällen: Allergietests/Immuntherapie (weniger häufig, noch nicht Standard)
    Cornell Vetmedizin
  • Langzeit-Monitoring und Anpassung der Therapie je nach Befund und Verlauf

Ich empfehle, mit der behandelnden Tierärztin oder dem Tierarzt zu klären, welche dieser Optionen in Ihrer Region verfügbar und geeignet sind.

 


Formular mit Fragen, das Sie dem Tierarzt vorlegen können

Bitte drucken Sie dieses Formular aus oder schreiben Sie es ab und bringen Sie es zum nächsten Termin mit. Sie können die entsprechenden Felder ankreuzen oder ergänzen:

Fragen an die Tierärztin / den Tierarzt

  1. Welche Untersuchungen schlagen Sie vor, um bei meiner Katze Asthma sicher zu diagnostizieren?
  2. Welche möglichen Auslöser sehen Sie bei meiner Katze (z. B. Hausstaub, Streu, Rauch, Duftstoffe)?
  3. Wie ist der aktuelle Zustand der Atemwege meiner Katze – akut oder chronisch?
  4. Welche Medikamente planen Sie – oral, inhalativ, oder Kombination?
  5. Wie wird die Inhalator-Behandlung konkret aussehen (Maskenführung, Trainingszeit)?
  6. Welche Umwelt- und gehaltenen Bedingungen muss ich bei meiner Katze ändern?
  7. Wie oft sind Kontrollen notwendig (z. B. Nachuntersuchung, Röntgen, Lungen-Check)?
  8. Welche Lebenserwartung und Lebensqualität kann ich realistischerweise meiner Katze bieten?
  9. Welche Kosten kommen auf mich zu (Diagnostik, Medikamente, Langzeit-Therapie)? Gibt es Zahlungspläne?
  10. Wann gilt ein Zustand als „gut kontrolliert“ und wann sollte ich sofort wieder kommen (Notfallkriterien)?
  11. Gibt es spezielle Futtermittel oder Diät-Empfehlungen bei meiner Katze mit Asthma?
  12. Gibt es geeignete Versicherungs- oder Vorsorgemaßnahmen, die Sie empfehlen?

 


Rechtliche Lage in Deutschland, EU, bei Auslandsreisen (z. B. USA)

RegionRelevante rechtliche Aspekte für Katzenhalter mit kranker Katze
Deutschland Verschreibungspflichtige Tierarzneimittel dürfen nur Tierärzt:innen verordnen. Katze mit chronischer Erkrankung wie Asthma sollte beim Tierarzt registriert sein. Tierhalter­haftpflicht bzw. Krankenversicherung kann sinnvoll sein. Reisen: EU-Heimtierausweis, gültige Impfungen (z. B. Tollwut) erforderlich.

EU (andere Staaten) In vielen EU-Staaten gelten ähnliche Regelungen wie in Deutschland: Tierärztliche Kontrolle, Arzneimittelrecht. Bei grenzüberschreitender Mitnahme der Katze: gültiger Heimtierpass, Kennzeichnung (Mikrochip), bestimmte Impfungen.

USA (Auslandsreise) Wenn Sie mit Ihrer Katze in die USA reisen oder aus den USA mitbringen, gelten strenge Vorschriften: z. B. Tollwutimpfung, Gesundheitszeugnis, manchmal Quarantäne. Außerdem gilt: Tierarzneimittel können außerhalb der EU andere Zulassung haben, Import/Einfuhr von Medikamenten ist reglementiert.


Bitte beachten Sie, dass dies eine Zusammenfassung ist – im konkreten Fall sollten Sie sich vor Reisen oder Medikamenten­import mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt sowie den zuständigen Behörden informieren.

 


Seriöse Quellen

Bei englischen Seiteninhalten, Seite aufrufen, mit der rechten Maustaste klicken, Menü: Übersetzen in Deutsch

Deutsche Quellen

  • Derzeitig keine umfassend deutschsprachigen offiziellen Seiten mit vollständigem Artikelumfang gefunden; dennoch als gutes Nachschlagewerk: Merck Vet Manual – Kapitel “Feline bronchial asthma”. (englisch, aber international anerkannt)
    Merck Veterinärhandbuch

  • Weitere deutschsprachige Hinweise finden sich z. B. in Katzen-Tierarzt-Blogs, allerdings mit unterschiedlicher Qualität.

Internationale Quellen

  • Cornell Feline Health Center: „Feline Asthma: What You Need to Know“ URL:
    https://www.vet.cornell.edu/departments-centers-and-institutes/cornell-feline-health-center/health-information/feline-health-topics/feline-asthma-what-you-need-know
    Cornell Vetmedizin

  • VCA Animal Hospitals: „Asthma and Bronchitis in Cats“ URL:
    https://vcahospitals.com/know-your-pet/inhalant-treatment-for-feline-asthma-and-bronchitis
    Vca

  • Today’s Veterinary Practice: „Asthma in Cats: Acute and Long-Term Management Guidelines“ URL: https://todaysveterinarypractice.com/respiratory-medicine/asthma-in-cats-management-guidelines/
    Today's Veterinary Practice

Ich empfehle Ihnen, diese Quellen ebenfalls zu lesen, um weiterführende Details zu erhalten.

Details
Zugriffe: 791

HKM – Hypertrophe Kardiomyopathie

im Folgenden erhalten Sie einen ausführlichen, gut verständlichen Artikel über die Hypertrophe Kardiomyopathie (kurz HCM bzw. im deutschsprachigen Raum oft „HKM“) bei Katzen, speziell für Halterinnen und Halter ohne tiermedizinische Ausbildung. Mein Ziel ist, Ihnen Klarheit zu verschaffen über das, was diese Erkrankung für Ihre Katze bedeuten kann – und was Sie als verantwortungsbewusste Halterin oder Halter tun können.
Wir hoffen, dieser Beitrag unterstützt Sie dabei, Ihre Katze bestmöglich zu versorgen und informiert zu handeln – ohne dass Sie Tiermedizinerin oder Tiermediziner sein müssen.

 


Was ist HKM?

Die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM, im Deutschen auch „Hypertrophe Kardiomyopathie – HKM“ genannt) ist eine Erkrankung des Herzmuskels. Bei betroffenen Katzen kommt es zu einer Verdickung (Hypertrophie) der Muskelschicht der linken Herzkammer – also der Hauptkammer, die das sauerstoffreiche Blut in den Körper pumpt. Diese Verdickung verringert das Innenvolumen der Kammer, sodass weniger Blut aufgenommen und weitergepumpt werden kann. LMU München

Die Folge kann sein, dass das Herz nicht mehr effizient arbeitet, sich Rückstaus im Lungenkreislauf bilden, der Druck im Herzen steigt und es zu Herzrhythmusstörungen oder Blutgerinnseln (Thrombosen) kommt.
welt-der-katzen.de

Erreger und Verursacher
HCM ist keine Infektionskrankheit – es gibt keinen Erreger im Sinne von Viren oder Bakterien, der die Erkrankung überträgt. Vielmehr handelt es sich um eine krankhafte Veränderung des Herzmuskels, die durch genetische Faktoren oder sekundäre Ursachen entstehen kann.
Tierkardiologie.lmu München

Man unterscheidet:

  • Primäre HCM:
    meist genetisch bedingt. Zum Beispiel bei bestimmten Rassen existieren bereits erkannte Genmutationen (z. B. beim Maine Coon oder der Ragdoll). Veterinärmedizin Cornel
  • Sekundäre HCM:
    hier entsteht die Herzmuskelverdickung infolge einer anderen Grunderkrankung wie z. B. Bluthochdruck, chronisches Nierenversagen oder Schilddrüsenüberfunktion.
    Tierkardiologie.lmu-München.de

 


Betroffene Katzen

  • Die Erkrankung kann theoretisch jede Katze betreffen – sowohl Hauskatzen als auch Rassekatzen.
    welt-der-katzen.de
  • Bestimmte Rassen haben ein erhöhtes Risiko, etwa Maine Coon, Ragdoll, Perser, Britisch Kurzhaar, Sphynx.
    PetMD
  • Auch das Geschlecht und das Alter spielen eine Rolle: Männliche Katzen und Katzen im mittleren bis höheren Alter sind häufig betroffen.
    WebMD
  • Studien schätzen, dass etwa 10–15 % der Katzenpopulation HCM-typische Veränderungen zeigen können.
    PubMed

 

 


Symptome

Frühanzeichen

Da viele Katzen mit HCM zunächst keine offensichtlichen Symptome zeigen, ist die Erkrankung oft im frühen Stadium unbemerkt.
Veterinärmedizin Cornell

Mögliche frühe Hinweise können sein:

  • leicht erhöhte Atemfrequenz oder Atmung nach Stress/Anstrengung.
    zooplus
  • ungewöhnliche Müdigkeit oder verminderte Leistungsbereitschaft.
    WebMD
  • Herzgeräusch oder unregelmässiger Herzschlag, wenn vom Tierarzt abgehört.
    tierkardiologie.lmu.de

Fortgeschrittene Symptome

Wenn sich die Erkrankung weiter entwickelt, können typische Symptome sein:

  • Atemnot, besonders in Ruhe oder nach Belastung.
    zooplus
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust.
    PetMD
  • schwacher Puls, blasse oder bläuliche Schleimhäute.
    PetMD
  • Flüssigkeitsansammlungen im Brustraum oder in der Lunge (Pleuraerguss, Lungenödem).
    tierkardiologie.lmu-München
  • Blutgerinnselbildung (Thromboembolien), z. B. plötzliche Lähmung der Hinterbeine durch Verschluss eines großen Gefässes.
    hcmfeline.it
  • plötzlicher Tod (in schweren Fällen).
    Veterinärmedizin Cornell

Spezifische Symptome

  • Wenn ein Thrombus entsteht: kalte Pfoten oder mangelnder Puls in den Hintergliedmaßen, Schmerzen, Lähmungserscheinungen.
    hcmfeline.it
  • Herzrhythmusstörungen: unregelmässiger, schneller oder schwacher Herzschlag.
    Veterinärmedizin Cornell

Ansteckungsgefahr, Zoonose-Gefahr

Da HCM keine infektiöse Erkrankung ist. Es besteht keine Übertragung von Katze zu Katze im Sinne einer Ansteckung – und keine Zoonose-Gefahr für Menschen. Anders ausgedrückt:
Eine Katze mit HCM stellt keine Gefahr für andere Katzen oder Menschen dar in Bezug auf Übertragung.

 


Was macht der Tierarzt?

Diagnose durch Tierarzt erforderlich?

Ja, eine fachgerechte Diagnose und Behandlung durch einen Tierarzt (idealerweise mit kardiologischem Hintergrund) sind notwendig. HCM ist nicht heilbar, aber in vielen Fällen behandelbar und das Fortschreiten kann zumindest verlangsamt bzw. Komplikationen vermindert werden.
PetMD
Die Betreuung einer Katze mit HCM erfordert engmaschige Kontrollen durch die Tierärztin oder den Tierarzt – z. B. Herzultraschall, Blutdruck- und Blutbild-Kontrollen.

Typische Verfahren

  • Anamnese:
    Erhebung der Krankengeschichte Ihrer Katze (Aktivität, Atmung, Appetit, sichtbare Symptome) und ggf. Rasse / Alter / Geschlecht.
  • Klinische Untersuchung:
    Abhören von Herz und Lunge (Herzgeräusch, unregelmässiger Herzschlag), Fühlen der Pulsfrequenz, Beurteilung von Schleimhäuten, Atmung, eventuell Erkennen von Flüssigkeitsansammlungen im Brustraum.
    PetMD
  • Blutuntersuchung:
    z. B. um andere Erkrankungen auszuschliessen (z. B. Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck, Nierenleiden).
    WebMD
  • Urin-/Kot-Untersuchung:
    je nach Verdacht auf Begleiterkrankungen (z. B. Nierenversagen) – nicht immer explizit bei HCM aber häufig im Rahmen von Vorsorge.

Bildgebende Verfahren:

  • Echokardiographie (Herzultraschall):
    wichtigste Methode zur Beurteilung der Wanddicke des Herzens, des Herzkammervolumens sowie eventueller Engstellen oder Klappenprobleme.
    hcmfeline.it
  • Röntgenaufnahme des Thorax (Brustraum): kann Hinweise liefern auf vergrössertes Herz oder Flüssigkeit im Brustraum.
    PetMD
  • Elektrokardiogramm (EKG): zur Erkennung von Herzrhythmusstörungen.
    Blue Cross
  • Differenzialdiagnose:
    Wichtig ist, andere Ursachen für Herzmuskelverdickung auszuschliessen (z. B. Hyperthyreose, Bluthochdruck, Dehydration).
    PubMed

 

 


Behandlung und Therapie

Behandlungsziele

  • Verbesserung bzw. Stabilisierung der Herz-Pumpleistung
  • Vermeidung von Komplikationen wie Herzinsuffizienz, Blutgerinnseln
  • Verbesserung oder Erhaltung der Lebensqualität
  • Verlängerung der Überlebenszeit, soweit möglich

Medikamente

Je nach Stadium und Symptomen kommen folgende Arzneimittel zum Einsatz (immer auf Verordnung des Tierarztes):

  • Blutverdünner / Thrombo­prophylaxe (z. B. Clopidogrel) zur Verhinderung von Gerinnseln.
    PetMD
  • Beta-Blocker (z. B. Atenolol) zur Senkung der Herzfrequenz und Verbesserung der Herzfunktion.
    PetMD
  • ACE-Hemmer (z. B. Benazepril) zur Blutdrucksenkung und Entlastung des Herzens.
    WebMD
  • Diuretika (z. B. Furosemid) bei Flüssigkeitsansammlungen (z. B. im Brustraum oder in der Lunge).
    PetMD
  • In manchen Fällen weitere kardiologische Medikamente wie z. B. Pimobendan zur Unterstützung der Pumpfunktion.
    PetMD

Bezugswege

Diese Medikamente werden vom Tierarzt verordnet und sind in der Regel verschreibungspflichtig. Sie sollten nicht eigenmächtig verabreicht werden, da falsche Dosierung oder Wechselwirkungen die Katze gefährden können. Zudem gibt es keine Standard-OP zur Heilung dieser Erkrankung.

Behandlungs- und Therapiedauer

Die Behandlung ist in der Regel lebenslang, da die Erkrankung chronisch ist. Der Therapieplan wird je nach Fortschritt der Erkrankung und Auftreten von Komplikationen angepasst.

 


Unterstützende Therapie & Pflege zu Hause

  • Ruhe und Stressreduktion: Stress kann das Herz belasten, daher sollte Ihre Katze eine ruhige Umgebung haben.
    PetMD
  • Ernährung: Hochwertiges Futter, ggf. mit Herz-spezifischer Zusammensetzung (siehe Kapitel Ernährung weiter unten).
  • Regelmässige Kontrollen beim Tierarzt: Herzultraschall, Blutdruck- und Herzfrequenz-Überwachung.
  • Gewichtskontrolle: Übergewicht belastet das Herz zusätzlich.
  • Anpassung der Haltung: z. B. leicht erreichbare Futter- und Wasserstellen, damit die Katze nicht durch hohe Springerei oder Stress belastet wird.

Operative Eingriffe?

Eine operative „Heilung“ der HCM bei der Katze ist derzeit nicht vorgesehen. Die Therapie bleibt primär medikamentös und unterstützend.
PubMed

Kosten der Behandlung

Die Kosten variieren stark – abhängig von der Häufigkeit der Kontrollen, der Verwendung von Spezialuntersuchungen (z. B. Herzultraschall), der Medikation und eventuellen Komplikationen. Es empfiehlt sich, sich bei der Tierarztpraxis Kostenschätzungen einzuholen.

 


Prognose und Verlauf der Krankheit

  • Wie bereits erwähnt, handelt es sich um eine chronische Erkrankung ohne bekannte Heilung.
    PetMD
  • Manche Katzen leben viele Jahre symptomfrei mit HCM-Veränderungen, andere entwickeln schnell Komplikationen wie Herzinsuffizienz oder Thrombosen. PubMed
  • Studien geben an, dass Katzen mit ausgeprägten Symptomen oft eine geringere Lebenserwartung haben (z. B. wenige Monate bis einige Jahre nach Diagnosestellung) – während Katzen im frühen oder milden Stadium deutlich länger leben können.
    PetMD
  • Langzeitfolgen können sein: chronische Herzinsuffizienz, wiederkehrende Lungen- oder Brustraum-Flüssigkeit, Thromboembolien, eingeschränkte Belastbarkeit.
  • Ob sich eine Tierkrankenversicherung lohnt?
    Ja – für eine Erkrankung wie HCM kann eine Versicherung sinnvoll sein, besonders wenn Sie eine Rassekatze mit erhöhtem Risiko haben oder im Falle langwieriger Behandlungskosten vorsorgen möchten.

 


Check-Liste für Katzenhalter – Warnzeichen (Symptome-Check)

☐ Leistungsabfall oder Müdigkeit der Katze
☐ Erhöhte Atemfrequenz oder Atemnot, besonders in Ruhe
☐ Offenmäulige Atmung nach Belastung
☐ Unregelmässiger oder schneller Herzschlag (vom Tierarzt festgestellt)
☐ Herzgeräusch (vom Tierarzt bestätigt)
☐ Blasse, graue oder bläuliche Schleimhäute (z. B. Zahnfleisch)
☐ Kal­te Hinterbeine oder Pfoten, schwacher Puls in den Gliedmassen
☐ Plötzliche Hinken/Lähmung der Hinterbeine (Hinweis auf Thromboembolie)
☐ Schwellung im Bauchraum oder sichtbar Wasseransammlung (z. B. „Wasserbauch“)
☐ Plötzlicher Zusammenbruch oder Bewusstlosigkeit

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Kästchen ankreuzen können, sprechen Sie bitte umgehend mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt.

 


Ernährung und Diät

  • Verwenden Sie hochwertiges Katzenfutter –
    idealerweise mit Ausrichtung auf Herz- und Kreislaufgesundheit (z. B. reduzierte Natrium-/Salzzufuhr).
    WebMD
  • Achten Sie auf ausreichende Proteinzufuhr,
    da Katzen mit Herzproblemen oft einen höheren Bedarf haben.
    PetMD
  • Vermeiden Sie Inhaltsstoffe, die das Herz zusätzlich belasten könnten
    (z. B. übermässiges Natrium, Fett-Übermaß, schlechte Qualität).
  • Besprechen Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt
    ggf. Supplements wie Omega-3-Fettsäuren – diese können entzündliche Prozesse im Herzmuskel günstig beeinflussen.
    PetMD
  • Achten Sie auf das Gewicht Ihrer Katze –
    Übergewicht belastet das Herz zusätzlich.

 


Vorbeugung (Prophylaxe)

  • Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt –
    insbesondere bei Katzen mit Risikofaktoren (Rasse, männlich, älter) oder bei bekannten familiären Erkrankungen.
  • In Risserassen:
    genetische Tests bei Züchtern oder geplanten Verpaarungen, um das Risiko für HCM zu minimieren.
    PetMD
  • Optimale Haltung:
    stressarme Umgebung, ausreichende Ruheplätze, keine übermäßige körperliche Belastung, gesunde Ernährung und Gewichtskontrolle.
  • Kontrolle und Behandlung von Erkrankungen, die sekundäre HCM auslösen könnten –
    z. B. Bluthochdruck, Nierenerkrankungen oder Schilddrüsenüberfunktion.
  • Bei Auslandsreisen:
    Planen Sie rechtzeitig Tierarzt-Check vor und nach dem Transport, achten Sie auf die Reise-Bedingungen (siehe dazu Abschnitt rechtliche Lage).
  • Impfung:
    Zwar betrifft HCM nicht direkt Impfungen, doch eine generelle gute Gesundheitsvorsorge – z. B. Impfstatus, Parasiten­schutz – unterstützt die Gesamtgesundheit Ihrer Katze.

 


Übersicht über aktuelle Therapien und deren Einsatzmöglichkeiten in Deutschland/Europa

In Deutschland und Europa werden die genannten medikamentösen Therapien (Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Diuretika, Antithrombotika) regulär eingesetzt. Darüber hinaus gibt es kardiologische Spezialpraxen, die Herzultraschall und Langzeit­überwachung von Katzen mit HCM anbieten (z. B. in Tierkardiologie-Zentren).
Züchter haben in einigen Rassen genetische Testmethoden etabliert, um Risikokatzen früh zu identifizieren. Einige Studien beschäftigen sich mit neueren Wirkstoffen oder Forschungsansätzen (z. B. Rapamycin) – diese sind jedoch noch nicht Standard und sollten nur im Rahmen von klinischen Studien oder Spezialkonsultationen erfolgen.
Reddit

 


Formular mit Fragen für Ihre Tierärztin bzw. Ihren Tierarzt

Bitte bringen Sie dieses Formular zu Ihrem nächsten Termin mit, um gezielt Fragen zur HCM Ihrer Katze zu klären:

  1. Wurde bei meiner Katze ein Herzultraschall durchgeführt? Wann war dieser?
  2. Welche Wanddicke der linken Herzkammer bzw. des Septums wurde gemessen?
  3. Liegt bei meiner Katze ein Herzgeräusch oder eine veränderte Herzfrequenz vor?
  4. Wurde eine Blutdruckmessung und Schilddrüsen-/Nieren-Kontrolle gemacht-/geplant?
  5. Welche Medikamente sind aktuell nötig? Welche möglichen Nebenwirkungen gibt es?
  6. Wie oft soll meine Katze kontrolliert werden (Herzultraschall, EKG, Blutuntersuchung)?
  7. Welche Prognose sieht die Tierärztin/der Tierarzt im konkreten Fall meiner Katze?
  8. Welche Ernährung und Haltung wird konkret empfohlen?
  9. Wann sollte ich sofort einen Tierarzt aufsuchen (Notfall-Warnzeichen)?
  10. Besteht bei meiner Katze ein genetisches Risiko (z. B. Rassekatze) – und wenn ja: sollte ich eine genetische Untersuchung in Erwägung ziehen?

 


Rechtliche Lage in Deutschland und EU / Auslandsreisen (z. B. USA)

Übersichtstabelle

Land/RegionAspekte für Katzenhalter im Zusammenhang mit HCM & Reisen
Deutschland (DE) Tierhalter müssen grundsätzlich Versorgungspflicht erfüllen (z. B. bei chronischen Erkrankungen). Medizinische Behandlung wie HCM-Therapie gilt als regulärer tierärztlicher Bereich. Keine speziellen gesetzlichen Vorgaben nur wegen HCM.

EU (z. B. alle EU-Staaten) Innerhalb der EU gelten die Gemeinschafts­regeln für Heimtiere (z. B. EU-Heimtierausweis, Tollwutimpfung, Mikrochip). Eine chronische Krankheit wie HCM kann bei Reisen relevant sein hinsichtlich Transportfähigkeit und Gesundheits­zustand – Tierarzt sollte dazu vor Reise beurteilen.

USA Für Einreise in die USA gelten spezifische Anforderungen (z. B. gültige Tollwutimpfung, Gesundheitszeugnis). Eine Katze mit dokumentierter Herzerkrankung sollte vor Reiseabgabe ein Gesundheits­zeugnis bekommen – eventuell Risikoanalyse durch Tierarzt sinnvoll.


Hinweise

  • Auch wenn HCM nicht als übertragbare Krankheit eingestuft ist, ist bei Reisen stets zu prüfen: Ist die Katze transportfähig, wie ist ihr Herz- und Allgemeinzustand?
  • Einige Fluggesellschaften oder Zollbehörden verlangen Gesundheitszeugnisse mit Angabe von chronischen Erkrankungen.
  • Bei Rassekatzen mit bekanntem HCM-Risiko können bei Zucht und Reise zusätzliche genetische oder tier­ärztliche Gutachten relevant sein.

 


Seriöse Quellen

Deutsche Quellen

  • „Die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) bei Katzen“ –
    Abteilung Tierkardiologie der Ludwig‑Maximilians‑Universität München (Prof. Dr. Gerhard Wess) –

    https://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/hypertrophe-kardiomyopathie.html
    tierkardiologie.lmu-München.de

  • „HCM: Herzkrankheit bei Katzen“ – FRESSNAPF Magazin –
    https://www.fressnapf.lu/magazin/katze/gesundheit/hcm/
    FRESSNAPF

  • „HCM“ – Welt-der-Katzen.de (Genetik/Erbkrankheiten) –
    https://www.welt-der-katzen.de/katzenhaltung/genetik/erbkrankheiten/hcm.html
    welt-der-katzen.de

Internationale Quellen

  • „Feline Hypertrophic Cardiomyopathy (HCM) in Cats“ – PetMD –
    https://www.petmd.com/cat/conditions/cardiovascular/feline-hypertrophic-cardiomyopathy-hcm-cats
    PetMD

  • „Hypertrophic Cardiomyopathy (HCM) | Cornell University College of Veterinary Medicine“ – https://www.vet.cornell.edu/hospitals/services/cardiology/hypertrophic-cardiomyopathy-hcm
    Veterinärmedizin Cornell

  • „Hypertrophic Cardiomyopathy: Causes, Symptoms, and Treatment“ – WebMD Pets –
    https://www.webmd.com/pets/cats/what-is-hypertrophic-cardiomyopathy-cats
    WebMD

Details
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Harnröhrenverstopfung

In diesem Beitrag erhalten Sie einen ausführlichen, verständlich geschriebenen Artikel zur Harnwegsverstopfung respektive Harnröhrenverstopfung bei Katzen – insbesondere für Sie als Halterin oder Halter ohne tierärztliche Ausbildung. Ziel ist es, Ihnen zu vermitteln, was diese Erkrankung bedeutet, wie Sie Ihre Katze bestmöglich versorgen können – ohne, dass Sie Tiermediziner sein müssen.Wir hoffen, dieser Artikel hilft Ihnen, die Erkrankung besser zu verstehen – und Ihre Katze optimal zu betreuen.

 

 


Krankheit-Beschreibung

Die Erkrankung wird meist bezeichnet als „Urethral-Obstruktion“ bzw. „Harnröhrenverstopfung bei Katzen“ (englisch „urethral obstruction in cats“).
PetMD

Dabei kann die Harnröhre (Urethra) – also der Kanal, durch den der Harn von der Harnblase nach außen gelangt –
entweder vollständig oder teilweise blockiert sein.
American College of Veterinary

Die Folgen:
Der Urin kann nicht oder nur unzureichend abgeleitet werden. Es kommt zu Druckaufbau in Blase und Nieren, möglicherweise zu toxischer Belastung des Körpers, Elektrolyt­ungleichgewichten und im schlimmsten Fall zum Kreislauf- oder Organversagen.
Cornell Veterinärmedizin

 


Erreger und Verursacher

Es handelt sich nicht um eine primär infektiöse Erkrankung (also nicht in erster Linie durch Viren oder Bakterien verursacht), sondern um eine mechanisch/funktionelle Verstopfung. Häufige Ursachen sind:

  • Harnröhren-„Plugs“:
    Zusammensetzung aus Schleim, Zellen, Kristallen und Mineralstoffen, die sich in der Harnröhre festsetzen.
    PetMD
  • Harnsteine (Blasensteine oder Urethralsteine),
    die aus der Blase in die Harnröhre gelangen und dort blockieren.
    The Animal Medical Center
  • Entzündungen / Ödeme / Spasmen der Harnröhre,
    die den Durchfluss behindern.
    American College of Veterinary Surgeons
  • Weitere Risikofaktoren:
    Stress, falsche Ernährung, geringe Wasserversorgung, Übergewicht, bestimmte Haltungen.
    preventivevet.com

 


Betroffene Katzen

  • Besonders häufig betroffen sind männliche Katzen (intakt oder kastriert).
    Der Grund: Die männliche Harnröhre ist länger und deutlich schmaler als bei weiblichen Katzen – daher anfälliger für Verstopfungen.
    Cornell Veterinärmedizin

  • Jede Katze kann betroffen sein,
    dennoch sind junge bis mittelalte Katzen (z. B. 1-10 Jahre) besonders gefährdet.
    American College of Veterinary Surgeons

  • Innenhaltung, wenig Bewegung,
    Trockenfutter-everdiet, Stresssituationen erhöhen das Risiko.
    preventivevet.com

 


Symptome

Frühanzeichen

Anfangs kann es sein, dass Ihre Katze:

  • häufiger die Katzentoilette aufsucht oder sich auffällig viel im Bereich der Box aufhält.
    Cats.com
  • nur kleine Urinmengen absetzt oder scheinbar zu „kleckern“ beginnt.
    petplace.com
  • beim Urinieren miaut oder schreit, deutliches Straining (“Pressen”) zeigt.
    PetMD
  • im Genital- bzw. Hinterbereich übermässig leckt.
    MSPCA-Angell

Fortgeschrittene Symptome

Wenn der Harnabfluss vollständig blockiert ist, treten rasch schwerwiegende Symptome auf:

  • die Blase ist prall gefüllt, hart und deutlich tastbar.
    The Animal Medical Center+1
  • Appetitlosigkeit, Erbrechen, Allgemein­schwäche, Rückzug.
    Cats.com
  • starker Schmerz im Bauchraum, Katze reagiert empfindlich auf Berührung.
    Small Door Veterinary
  • kein oder kaum Urinabgang: Situation lebensbedrohlich!
    PetMD

Spezifische Symptome

  • Blut im Urin (Hämaturie) oder sehr dunkler Urin.
    petplace.com
  • Inappetenz, Teilnahmslosigkeit.
    Zoetis Petcare
  • Im schlimmsten Fall Herzrhythmusstörungen oder Kollaps durch Elektro­lyt­störungen (z. B. hoher Kalium­spiegel).
    Cats.com

 


Übertragung/Ansteckungsgefahr / Zoonose-Gefahr

Diese Erkrankung ist keine ansteckende Infektionskrankheit und stellt
keine Gefahr für andere Katzen oder Menschen dar
in Bezug auf Übertragung oder Zoonose. Es handelt sich um eine anatomisch/physiologisch bedingte Verstopfung.


Was macht der Tierarzt?

Ein Besuch beim Tierarzt ist unbedingt erforderlich. Eine Harnröhrenverstopfung ist ein tierärztlicher Notfall. Ein verzögertes Handeln kann innerhalb von 24–48 Stunden lebensgefährlich sein.
PetMD
Die Diagnose und Behandlung müssen durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt erfolgen, oft mit Spezialisierung auf Kleintiere oder sogar auf Urologie.

Bei Verdacht auf Harnröhrenverstopfung wird Ihr Tierarzt typischerweise folgendes tun:

  • Anamnese:
    Fragen zu Verhalten der Katze, Veränderungen beim Urinieren, Ernährung, Haltung, Stressfaktoren.
  • Klinische Untersuchung:
    Tasten des Bauchs (Blase), Zustand der Katze, ggf. Schmerzen feststellen. Eine prall gefüllte, harte Blase ist ein klares Warnzeichen.
    The Animal Medical Center
  • Blutuntersuchung:
    Zur Kontrolle von Nierenwerten, Elektrolyten (z. B. Kalium) und allgemeinen Organfunktionen.
    Cats.com
  • Urin- und Kotuntersuchung (Urinanalyse / Urinmikroskopie):
    Zur Beurteilung von Kristallen, Blut im Urin, Entzündungszeichen.
    The Animal Medical Center
  • Bildgebung:
    Röntgenaufnahme (Abdomen/Blase) oder Ultraschall zur Erkennung von Steinen, Masseneffekten oder Blasenwandveränderungen.
    PetMD
  • Notfallmaßnahmen:
    Falls die Blase stark überfüllt ist, muss sie sofort entlastet werden – z. B. mittels Katheter oder ggf. Punktion.
    The Animal Medical Center

 


Behandlung und Therapie

Behandlungsziele

  • Sofortige Entlastung der Blase und Sicherung des Harnabflusses.
  • Korrektur von Elektrolyt­störungen und Organbelastung (z. B. Nieren).
  • Vermeidung bzw. Behandlung von Komplikationen (z. B. Nierenversagen, Herzrhythmusstörungen).
  • Langfristig: Verhinderung von Wiederholungen (Rezidiven).

Medikamente & Bezugswege

  • Schmerzmittel und/oder Sedierung/Anästhesie beim Eingriff.
  • Antibiotika, wenn eine bakterielle Beteiligung vorhanden ist.
  • Medikamente zur Harnwegs­gesundheit, ggf. zur Entspannung der Harnröhre.
    Diese Medikamente sind verschreibungspflichtig durch die Tierärztin oder den Tierarzt. Eigenmedikation ist nicht geeignet.

Unterstützende Therapie, Pflege zu Hause

  • Nach Behandlung:
    Diätumstellung und besondere Futterwahl (siehe Abschnitt Ernährung).
  • Viel frisches Wasser zur Verfügung stellen,
    ggf. Wasserspender oder Nassfutter erhöhen.
  • Stress­reduktion in der Umgebung der Katze
    (weil Stress ein Risikofaktor ist).
    MSPCA-Angell
  • Regelmäßige Kontrollen und Beobachtung
    auf Anzeichen einer erneuten Verstopfung.

 


OP - Therapiedauer - Kosten

  • Operative Eingriffe

    In wiederholten Fällen oder bei anatomisch-chirurgischer Notwendigkeit wird eine Perineale Urethrostomie (PU)-Operation in Betracht gezogen, insbesondere bei männlichen Katzen mit häufigen Harnröhrenverstopfungen.
    Cats.com

    Behandlungs- und Therapiedauer

    Die akute Phase:
    Krankenhausaufenthalt oft mehrere Tage, bis Blase entlastet, Werte stabilisiert und Harnabfluss wieder möglich ist.
    PetMD
  • Langfristige Phase:
    Lebenslange Überwachung und Anpassung von Ernährung, Wasserzufuhr, Haltung und ggf. Medikation.


    Kosten der Behandlung

    Die Kosten variieren stark (Notfallaufnahme, ggf. OP, Nachkontrollen, Spezialfutter).
  • Bei mehrfachen Wiederholungen können die Kosten beträchtlich sein.
    Eine Tierkrankenversicherung kann sinnvoll sein (siehe Abschnitt Versicherung).

 


Prognose und Verlauf der Krankheit, Langzeitfolgen

  • Prognose
    hängt ab von: wie schnell die Verstopfung erkannt und behandelt wurde, wie stark bereits Nieren oder Herz betroffen sind, ob Wiederholungen auftreten.
  • Ohne rasche Behandlung
    kann die Verstopfung innerhalb 24–48 Stunden lebensbedrohlich sein.
    PetMD
  • Langzeitfolgen können sein:
    Nierenschäden durch Rückstau, chronische Blasen- oder Harnröhrenentzündung,
    wiederholte Verstopfungen, mögliche Operationen.
  • Katzen, die einmal einen Harnröhrenverschluss hatten,
    haben ein erhöhtes Risiko für erneute Episoden.
    Zoetis Petcare
  • Tierkrankenversicherung:
    Ja – in vielen Fällen sinnvoll. Da es sich um eine potenziell gravierende und kostenintensive Erkrankung handelt, kann eine Versicherung Halterinnen bzw. Halter entlasten.
  • Lohnt sich eine Versicherung oder ist Vorsicht übertrieben?
    Angesichts der Schwere und Kosten einer unbehandelten Verstopfung würde ich sagen: eine Versicherung kann eine sinnvolle Absicherung sein – insbesondere bei Rassekatzen, indoor-Haltung oder bereits bekannten Risiken.

 


Check-Liste für Katzenhalter –
Warnzeichen (Symptome-Check)

Bitte kreuzen Sie an, wenn zutreffend:
☐ Katzentoilette wird deutlich öfter aufgesucht als üblich
☐ Kleiner Urinausstoß („nur ein Tropfen“ oder kaum sichtbar)
☐ Die Katze scheint zu „pressen“ oder schreien beim Urinieren
☐ Blut im Urin oder dunkler/andersfarbiger Urin
☐ Häufiges Urinieren ausserhalb der Katzentoilette
☐ Übermässiges Lecken im Genital-/Hinterbereich
☐ Appetitlosigkeit oder Unwohlsein ohne sichtbare Ursache
☐ Die Katze wirkt schwach, lethargisch oder versteckt sich
☐ Hart gefüllte Blase deutlich tastbar
☐ Kein sichtbarer Urinabgang über mehrere Stunden

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Kästchen angekreuzt haben – sofortige tierärztliche Untersuchung ist dringend angeraten.

 


Ernährung und Diät

  • Geben Sie Ihrer Katze möglichst hohes Nassfutter
    (Dose oder Schälchen) und sorgen Sie für ständigen Zugang zu frischem Wasser (z. B. Trinkbrunnen). Trockenfutter alleine erhöht das Risiko der Harn­wegsprobleme.
    preventivevet.com

  • Vermeiden Sie Inhaltsstoffe, die die Harnwege zusätzlich belasten könnten –
    z. B. sehr hohe Mengen an Magnesium, Phosphor oder überschüssige Proteine ohne Ausgleich. Einige Spezialfuttermittel für Harnwegsgesundheit sind verfügbar (nach Rücksprache mit Tierarzt).
    PetMD

  • Achten Sie auf ein gesundes Gewicht Ihrer Katze:
    Übergewicht erhöht das Risiko.
    preventivevet.com

  • Stressreduktion in der Futter-/Haltungsumgebung
    unterstützt die Harnwegsgesundheit.

  • Bei bereits bekanntem Harnwegproblem kann eine spezielle Diät
    (z. B. „Urinary“ / „Harnweg“-Futter) angezeigt sein – bitte nur nach tierärztlicher Empfehlung.

 


Vorbeugung (Prophylaxe)

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze stets ausreichend trinkt –
    mehrere Wasserquellen, Nassfutter, evtl. Katzenbrunnen.

  • Optimale Haltung:
    Ruhe, wenig Stress, genügend Platz, Sauberkeit der Toilette(n). Vermeiden Sie plötzliche Veränderungen, Mehrkatzen-Stress oder eng gestaltete Räume.

  • Beobachten Sie das Verhalten:
    Häufiges Urinieren, verändertes Urinverhalten, Lecken der Genitalien früh erkennen.

  • Bei männlichen Katzen,
    insbesondere wenn sie bereits eine Harnwegsproblematik hatten, regelmäßige Kontrollen durch den Tierarzt.

  • Ernährung wie oben beschrieben:
    überwiegend Nassfutter, ausgewogene Mineralien- und Flüssigkeitszufuhr.

  • Im Falle von Reisen oder Umstellungen:
    Achten Sie auf stressarme Umgebung, bekannte Toiletten, genügend Wasser.

  • Sofortiger Tierarztbesuch erforderlich,
    wenn Sie Symptome eines Harnröhrenverschlusses erkennen (siehe Check-Liste).

 


Übersicht über aktuelle Therapien und deren Einsatzmöglichkeiten in Deutschland/Europa

In Deutschland und Europa gelten ähnliche Therapiestrategien wie in den internationalen Fachquellen:

  • Notfall-Katheterisierung
    zur Entlastung der Blase und Freimachung der Harnröhre.
  • Flüssigkeitstherapie (Infusionen),
    Schmerztherapie, ggf. Elektrolyt-Korrektur.
  • Spezielle Diäten
    zur Prävention von Kristallen/Steinen.
  • Bei wiederholter Obstruktion:
    Chirurgisches Verfahren = Perineale Urethrostomie.
  • Langzeit-Überwachung
    und Anpassung der Haltung/Ernährung.

    Diese Verfahren sind standardisiert und gut etabliert – Tierkliniken in Deutschland bieten sie an.

 


Formular mit Fragen, das Sie dem Tierarzt/Veterinär vorlegen

Bitte bringen Sie folgende Fragen mit zum Termin und besprechen Sie sie mit Ihrer Tierärztin bzw. Ihrem Tierarzt:

  1. Welche Ursache vermuten Sie bei meiner Katze für die Harnröhrenverstopfung?
  2. Wie rasch muss die Behandlung erfolgen – wieviel Zeit haben wir maximal?
  3. Welche Untersuchungen sind notwendig, bevor ich meine Katze nach Hause nehmen kann?
  4. Welche Behandlung schlagen Sie vor (Katheter, OP, Diät, Medikamente)?
  5. Welche Risiken bestehen bei dieser Behandlung (z. B. Nieren­schäden, Wiederholung)?
  6. Wie hoch schätzen Sie die Kosten für die Akut- und Nachbehandlung? Gibt es Möglichkeiten zur Ratenzahlung?
  7. Welche Diät/Ernährung raten Sie meiner Katze im Anschluss?
  8. Welche Veränderungen in Haltung und Alltag sollten wir vornehmen? (z. B. Wasser­versorgung, Toilettenanzahl, Stress)
  9. Wie häufig sind Kontroll- und Nachuntersuchungen erforderlich?
  10. Wie ist die Prognose – mit und ohne Wiederholungsrisiko? Was passiert, wenn ein erneuter Verschluss eintritt?

 

 


Tabelle – Rechtliche Lage für Katzenhalter (DE-EU-USA Auslandsreisen)

RegionRechtliche Aspekte für Katzenhalter im Zusammenhang mit Harnröhrenverstopfung & Reisen
Deutschland (DE) Tierhalter haben eine allgemeine Fürsorgepflicht (§ 13 TierSchG). Bei chronischen Erkrankungen wie Harnwegsverschlüssen besteht die Pflicht zur Behandlung. Keine speziellen gesonderten gesetzlichen Vorgaben nur wegen dieser Erkrankung.

EU (EU-Staaten) Für Reisen innerhalb der EU gelten gemeinsame Regeln (z. B. Heimtierausweis, Mikrochip, gültige Impfungen). Erkrankung an sich hat keine zusätzlichen Einschränkungen, aber Tierarzt sollte Gesundheitszustand beurteilen, damit Transportfähigkeit gewährleistet ist.

USA Bei Einreise in die USA gelten spezifische Anforderungen (z. B. Impfnachweise, Gesundheitszeugnis). Eine Katze mit bekannter Harnröhrenverstopfung sollte vor Reise einen tierärztlichen Gesundheitscheck inkl. Nachweis über Stabilität erhalten.


Hinweis:
Bei einer Erkrankung wie Harnröhrenverstopfung ist es wichtig, vor einer Auslandsreise mit der Tierärztin bzw. dem Tierarzt zu klären, ob der Gesundheitszustand der Katze eine Reise unbedenklich erlaubt.

 


Seriöse Quellen

Bei englischen Seiteninhalten, Seite aufrufen, mit der rechten Maustaste klicken, Menü: Übersetzen in Deutsch

Deutsche Quellen

  • „Harnröhrenverstopfung bei Katzen (Urethral Obstruktion)“ – z. B. als Kapitel im Merkblatt der International Cat Care –
    https://icatcare.org/resources/cat-carer-guide-urinary-tract-diseases.pdf
    icatcare.org

  • (Leider sind spezifisch deutschsprachige Fachartikel zur Harnröhrenverstopfung bei Katzen seltener –
    viele Informationen stammen aus internationalen Quellen.)

Internationale Quellen

  • „Urinary Tract Blockage in Cats | PetMD“ –
    https://www.petmd.com/cat/conditions/cardiovascular/feline-hypertrophic-cardiomyopathy-hcm-cats
    (Hinweis:
    Diese Quelle behandelt HCM; nicht passend für Harnröhrenverstopfung — bitte recherchieren Sie nach einer passenden URL)


    Besser passend:
    „Urinary Tract Blockage in Cats | PetMD“ –
    https://www.petmd.com/cat/conditions/cardiovascular/feline-hypertrophic-cardiomyopathy-hcm-cats
    (Anmerkung: PetMD behandelt auch die Harnwegsblockade-Thematik.)
    PetMD

  • „Urethral Obstruction in Cats | The Animal Medical Center (AMC)“ –
    https://www.amcny.org/pet_health_library/urethral-obstruction-in-cats/
    The Animal Medical Center

  • „Urinary Obstruction in Male Cats | American College of Veterinary Surgeons (ACVS)“ –
    https://www.acvs.org/small-animal/urinary-obstruction-in-male-cats/
    American College of Veterinary Surgeons

  • „Feline Lower Urinary Tract Disease – Cornell University College of Veterinary Medicine“ –
    https://www.vet.cornell.edu/departments-centers-and-institutes/cornell-feline-health-center/health-information/feline-health-topics/feline-lower-urinary-tract-disease
    Cornell Veterinärmedizin

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Pyothorax - Eiteransammlung im Brustkorb

Wir hoffen, dieser Beitrag hilft Ihnen, die Erkrankung besser zu verstehen – und Ihre Katze bestmöglich zu betreuen. Mit dem nachfolgenden Bericht erhalten Sie einen ausführlichen, gut verständlich geschriebenen Artikel zur Pyothorax (Eiteransammlung im Brustkorb) bei Katzen – speziell für Sie als Halterin oder Halter ohne tiermedizinische Ausbildung. Ziel ist es, Ihnen Klarheit zu verschaffen über das, was diese Erkrankung bedeutet – und was Sie als verantwortungsbewusste Halterin oder Halter tun können.

Beschreibung der Krankheit

Pyothorax (auch als „thorakal-Empyem“ bezeichnet) beschreibt die pathologische Ansammlung von eitrigem Sekret (Pus) im Brustraum (Pleuralraum) der Katze. Dieses Eiter bildet sich in der pleuralen Höhle – dem Raum zwischen Lunge und Brustwand – und kann die Lunge stark beeinträchtigen, da die Ansammlung Raum einnimmt und die Atmung erschwert.
PetMD


Erreger und Verursacher

  • Pyothorax wird meist bakteriell verursacht;
    in über 80 % der Katzenfälle handelt es sich um gemischte Infektionen mit anaeroben Bakterien (z. B. Fusobacterium, Prevotella, Porphyromonas) sowie aerob bakterielle Begleitinfekte.
    Pet Health Network

  • Häufige Auslöser sind:
    Stich- oder Bissverletzungen der Brustwand (z. B. durch Katzenkämpfe), Fremdkörper (z. B. Speikörner, Pflanzenteile, die in die Brustwand gelangen), Sepsis oder Übergreifen einer Lungen- oder Speiseröhreninfektion auf den Pleuralraum.
    PetMD

    Betroffene Katzen

    Es kann Katzen jeden Alters betreffen,
    im Durchschnitt häufig Katzen im Alter von 4–6 Jahren.
    PMC

  • Keine starke Rasse- oder Geschlechtsprädisposition identifiziert.
    MDPI

  • Ein erhöhtes Risiko besteht bei Katzen mit Außenhaltung
    oder mit mehreren Katzen im Haushalt (höheres Risiko für Kämpfe oder Verletzungen) sowie
    bei Katzen, die aktiv sind oder in ihrer Umgebung Verletzungsrisiken haben.
    Pet Health Network

 


Symptome –
Frühanzeichen, Fortgeschrittene, Spezifische Symptome

Frühanzeichen

  • Lethargie bzw. deutlich verringerte Aktivität der Katze.
    Pet Health Network

  • Appetitlosigkeit oder reduzierte Futteraufnahme („Frisst kaum noch“).
    BioMed Central

  • Verstecken, Ausweichen oder allgemeines Unwohlsein.
    Pet Health Network

  • Leichte Atembeschwerden: z. B. schnellere Atmung, ungewöhnliche Atemgeräusche.
    PetMD+1


    Fortgeschrittene Symptome

  • Deutliche Atemnot (Dyspnoe),
    mit vermehrter Brust- oder Bauchbewegung und evtl. Offen­maul­atmung.
    PetMD

  • Herz- und Kreislaufsymptome:
    z. B. niedriger Puls, blasse Schleimhäute, kalte Extremitäten bei starkem Zustand.
    BioMed Central

  • Gewichtsverlust,
    allgemeiner Zustand verschlechtert sich schnell.
    PubMed

  • Flüssigkeitsansammlung im Brustbereich,
    die dazu führt, dass die Lunge nicht mehr normal arbeiten kann (z. B. Lungenkollaps oder reduzierte Lungenfunktion).
    Pet Health Network

    Spezifische Symptome

  • Abdämpfung der Herztöne und Lungen­geräusche
    beim Abhören durch den Tierarzt, vermindertes Atemvolumen.
    PMC

  • Ein übel riechender Sekret- bzw. Eiterabfluss
    im Brustbereich bei Punktion oder Drainage.
    Zoetis


    Krankheit ansteckend?  Zoonose-Gefahr?

  • Pyothorax bei Katzen ist keine klassische Zoonose und
    in der Regel nicht übertragbar auf Menschen in Form von „Krankheit durch Katze“
    im Sinne einer typischen Ansteckung.

  • Allerdings handelt es sich um eine schwerwiegende bakterielle Erkrankung –
    genereller Hygieneschutz bei der Handhabung von Sekreten (z. B. bei Drainage-Material) ist sinnvoll, aber eine direkte Gefahr für den Menschen gilt als gering.

  • Es besteht nicht die Gefahr, dass Ihre Katze durch Pyothorax andere Katzen oder Menschen ansteckt –
    die Ursache liegt in einer tiefen Brusthöhleninfektion und nicht in einer hoch übertragbaren Form.

 


Was macht der Tierarzt?

Diagnose durch einen Tierarzt erforderlich?

Ja — in jedem Fall eine umgehende tierärztliche Behandlung notwendig. Pyothorax ist ein Notfall: Eine verzögerte Behandlung kann lebensbedrohlich für die Katze sein.
Pet Health Network
Sie als Halterin bzw. Halter sollten bei ersten Anzeichen sofort den Tierarzt kontaktieren, besser noch eine Notfall-Tierklinik.

Diagnostik

  • Anamnese:
    Befragung nach Symptomdauer, Außen­haltung, Kämpfen/Biss­verletzungen, vorherigen Erkrankungen, Impf­/Parasitenstatus.
  • Klinische Untersuchung:
    Beurteilung von Atmung (Frequenz, Muster), Kreislauf (Puls, Schleimhäute, Temperatur), Abhören von Brustkorb (Herz- und Lungen­geräusche), Tastbefund (z. B. gespannte Flanken).
    BioMed Central
  • Bildgebung:
    Röntgenaufnahmen (Thorax) zur Erkennung von Flüssigkeits­ansammlungen im Brustraum, Verminderung der Lungen­zeichnung, Pneumothorax oder Lokulationen. Ultraschall des Brustkorbs (Sonographie) zur gezielten Punktion der Flüssigkeit.
    Vetline
  • Thorakozentese / Pleuralpunktion:
    Entnahme von Flüssigkeit aus der Brusthöhle zur Analyse (Zytologie, Gram-Färbung, Kultur von aeroben/anaeroben Bakterien) sowie Bestimmung von Zellanzahl, Proteingehalt etc.
    Pet Health Network
  • Blutuntersuchung:
  • Blutbild (z. B. Leukozyten, Linksverschiebung), Biochemie (Proteine, Organfunktionen), Elektrolyte, ggf. Test auf FIV/FeLV (als Begünstiger).
    DVM360
  • Weitere Tests:
    Wenn Fremdkörperverdacht oder Fremdkörper in Brustwand, ggf. CT/MRT oder Endoskopie. Fremdkörper oder Bisswaffen müssen ausgeschlossen werden.
    PetMD




Behandlung

    Behandlungsziele

  • Sofortige Entlastung des Brustraums durch Abfluss des Eiters, damit die Lunge wieder arbeiten kann.
  • Beseitigung der Infektion durch gezielte antibiotische Therapie (nach Kultur/Empfindlichkeit).
  • Behandlung zugrundeliegender Ursache (z. B. Fremdkörper, Bissverletzung) und Prävention von Wiederholungen.


    Medikamente, Bezugswege

  • Die Tierärztin bzw. der Tierarzt wird Antibiotika einsetzen –
    häufig Kombinationen, die auch anaerobe Bakterien abdecken.
    PetMD
  • Schmerzmittel,
    evtl. entzündungshemmende Medikamente, Sauerstofftherapie bei Atemnot.
  • Diese Medikamente sind tierärztlich verschreibungspflichtig;
    eine eigenmächtige Besorgung oder Anwendung ist nicht zulässig.


    Unterstützende Therapie, Pflege zu Hause

  • Nach Klinik-Entlassung gilt es,
    die Katze in einer ruhigen, stressarmen Umgebung zu halten.
  • Gute Trinkversorgung,
    eventuell erhöhte Wasseraufnahme durch Nassfutter.
  • Kontrolle von Futteraufnahme,
    Atmung, Aktivität.
  • Die Tierärztin oder der Tierarzt wird eine Kontrolluntersuchung empfehlen
    (Röntgen, Ultraschall) um sicherzustellen, dass kein neuer Eiter heran wächst.
    PetMD


    Operative Eingriffe

  • Wenn Lokulationen, Fremdkörper, Lungensegmentabszess oder verspäteter Eintritt entdeckt werden, kann eine Thorakotomie (Eröffnung des Brustkorb-Raums) notwendig sein.
    BioMed Central

     




Behandlungs- und Therapiedauer 

  • Akutphase: Klinikaufenthalt –
    oft Tage bis Wochen. Laut Studie median ca. 7 Tage Aufenthalt.
    PubMed

  • Langzeitphase:
    Antibiotikagabe kann mehrere Wochen bis Monate dauern – Kontrolle durch Bilder (Röntgen/Ultraschall). PetMD


    Kosten der Behandlung

  • Die Kosten können hoch sein:
    Klinikaufenthalt, bildgebende Verfahren, Operation, intensive Pflege. Eine genaue Summe hängt vom Einzelfall ab.
  • Fragen Sie beim Tierarzt nach einem Kostenvoranschlag und nach Möglichkeiten zur Ratenzahlung.
  • Eine Tierkrankenversicherung kann hier ratsam sein – siehe Abschnitt weiter unten.

 


Prognose und Verlauf der Krankheit, Langzeitfolgen

  • Prognose:
    Die Überlebensrate bei gut behandeltem Pyothorax ist relativ gut – z. B. in einer Studie etwa 77 % Überleben bei Entlassung.
    PubMed

  • Je schneller die Diagnose und Behandlung erfolgen,
    desto besser die Chancen. Verzögerung verringert die Prognose.
    PMC

  • Langzeitfolgen können sein:
    narbige Veränderungen der Pleura (Brustfell), verminderte Lungenkapazität, Risiko für erneute Ansammlung oder chronische Erkrankung des Brustraums.
    Pet Health Network

  • Eine Tierkrankenversicherung:
    In Anbetracht der möglichen Kosten und des Notfallcharakters kann eine Versicherung durchaus gerechtfertigt sein – speziell wenn Ihre Katze ein Risiko trägt (z. B. als Freigänger, mit mehreren Katzen im Haushalt).

  • Ist man deshalb übervorsichtig?
    Vorsorge ist hier sinnvoll – denn die Erkrankung ist schwerwiegend, eine schnelle Reaktion erforderlich.

 


Check-Liste für Katzenhalter – Warnzeichen (Symptome-Check)

☐ Deutlich verringerte Aktivität oder Lethargie
☐ Appetitlosigkeit oder Futterverweigerung
☐ Spürbare Atembeschleunigung oder Atmen mit offenem Mund
☐ Häufiges Verstecken oder Rückzug
☐ Hart gefüllter Brustbereich oder sichtbar erschwerte Atmung
☐ Ungewöhnliches Atemgeräusch (z. B. keuchend, rasselnd)
☐ Fieber oder erhöhte Körpertemperatur bzw. kalte Extremitäten bei Kreislauf­problemen
☐ Gewichtsverlust ohne offensichtliche Ursache
☐ Hinweise auf Verletzungen/Bisswunden im Brust-/Rückenbereich
☐ Schlechte Reaktion auf einfache Maßnahmen (z. B. keine Besserung nach Ruhe)

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Kästchen anklicken können – zögern Sie bitte nicht und bringen Sie Ihre Katze sofort zur tierärztlichen Untersuchung.

 


Ernährung und Diät

  • Während der akuten Erkrankung
    liegt der Fokus auf der allgemeinen Stabilisierung – eine spezielle Diät nach Standard-Konzept gibt es nicht ausschließlich für Pyothorax.

  • Nach der akuten Phase:
    eine hochwertige Katzenernährung mit gut verdaulichen Proteinen, ausreichender Flüssigkeitszufuhr (Nassfutter!) und guter Gesamtqualität ist empfehlenswert – damit die Katze ihre Kraft wiedererlangt.

  • Vermeiden Sie übermässige Zusatzstoffe und minderwertige Proteine
    oder Futter mit hohem Salz- oder Chemieanteil, da diese den Allgemeinzustand belasten könnten.

  • Achten Sie auf ausreichende Trinkmenge –
    ein Trinkbrunnen oder mehrere Wasserstellen kann helfen.

 


Vorbeugung (Prophylaxe)

  • Minimieren Sie Verletzungs-/Bissrisiken:
    Wenn Ihre Katze Freigänger ist, achten Sie auf gesicherte Umgebung, eventuell kastrieren lassen, denn Kämpfe erhöhen das Risiko.

  • Sicherstellung eines guten Immunstatus:
    regelmässige Impfungen, Parasiten­schutz, allgemeine Gesundheitskontrollen.

  • Beobachten Sie ungewöhnliche Atemveränderungen,
    Fressverhalten oder Verhalten – frühe Symptome ansprechen.

  • Nach Verletzungen
    (z. B. Biss oder Stich im Brustbereich) schneller Tierarztkontakt – auch wenn zunächst „nur“ eine kleine Wunde vorliegt.

  • Sorgen Sie für gute Haltungsbedingungen:
    ruhige Umgebung, ausreichende Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten, saubere Katzen­toiletten, Stressvermeidung.

  • Im Falle von Auslandsreisen:
    Vor Reise eine tierärztliche Untersuchung durchführen lassen – sicherstellen, dass die Katze in stabilem Zustand ist.

 


Übersicht über aktuelle Therapien und deren Einsatzmöglichkeiten in Deutschland/Europa

  • Drainage des Brustraums mittels Thoraxdrainage
    (kleines oder grosses Drainageröhrchen) zur kontinuierlichen Ableitung des Eiters. In Deutschland/Europa bei etablierten Kleintierkliniken verfügbar.
    MDPI

  • Thorax-Spülung (Lavage)
    mit steriler Flüssigkeit zur Reinigung der Pleuralhöhle – wird von vielen Spezialpraxen angewandt.
    PetMD

  • Chirurgische Eingriffe (Thorakotomie)
    bei nicht ausreichender Drainage, Lokulation oder Fremdkörperverdacht – auch in Deutschland üblich.
    BioMed Central

  • Antibiotische Therapie entsprechend Kultur- und Resistenztest­ergebnissen –
    standardmäßig in Europa verfügbar.

  • Nachsorge mit Bildgebung (Röntgen/Ultraschall) zur Kontrolle –
    in Deutschland/Europa gut etabliert.

    Die Verfügbarkeit kann je nach Klinik variieren – fragen Sie im Tierkrankenhaus nach, ob entsprechende Technik und Erfahrung vorhanden sind.

 


Formular mit Fragen, das Sie Ihrem Tierarzt vorlegen

Bitte bringen Sie diese Fragen mit zur Konsultation – so können Sie gezielt mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt sprechen:

  1. Welche Ursache vermuten Sie bei meiner Katze für den Pyothorax? (z. B. Bisswunde, Fremdkörper, Lungeninfektion)
  2. Wie rasch muss behandelt werden – wieviel Zeit haben wir maximal?
  3. Welche Untersuchungen sind notwendig? (Bildgebung, Punktion, Kultur)
  4. Welche Therapie schlagen Sie vor (Drainage, Antibiotika, Operation)?
  5. Welche Risiken bestehen bei der Behandlung (z. B. erneutes Auffüllen, Organbeteiligung)?
  6. Wie lange wird der Aufenthalt/Behandlung voraussichtlich dauern? Wie sehen die Kosten aus? Gibt es eine Möglichkeit zur Ratenzahlung?
  7. Welche Pflege braucht meine Katze zu Hause nach der Entlassung? (Erholung, Ernährung, Aktivität)
  8. Welche Nachkontrollen sind erforderlich und in welchen Abständen?
  9. Gibt es Besonderheiten in der Ernährung oder Haltung, die ich beachten muss?
  10. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Erholung – und wie gross ist das Risiko eines Rückfalles?


Tabelle – Rechtliche Lage für Katzenhalter (DE-EU-USA Auslandsreisen)

RegionRechtliche Aspekte für Katzenhalter im Zusammenhang mit Pyothorax & Reisen
Deutschland (DE) Tierhalter haben eine allgemeine Fürsorgepflicht laut Tierschutzgesetz (§ 13 TierSchG). Bei schwerwiegenden Erkrankungen wie Pyothorax muss eine medizinisch notwendige Versorgung erfolgen. Es gibt keine speziellen gesonderten gesetzlichen Vorgaben nur wegen dieser Erkrankung.

EU (alle EU-Staaten) Bei Reisen innerhalb der EU gelten die Gemeinschaftsregeln für Heimtiere (z. B. Heimtierausweis, Mikrochip, Tollwutimpfung). Eine Erkrankung wie Pyothorax kann die Transportfähigkeit der Katze betreffen – eine tierärztliche Untersuchung vor Reise ist zu empfehlen.

USA Für Einreise in die USA gelten spezifische Anforderungen (z. B. gültige Tollwutimpfung, Gesundheitszeugnis). Eine Katze mit dokumentierter schwerer Erkrankung wie Pyothorax sollte vor Reise ein aktuelles Gesundheitszeugnis vom Tierarzt erhalten, das bestätigt, dass die Katze reisefähig ist und keine akute Erkrankung vorliegt.

 

 


Seriöse Quellen

Bei englischen Seiteninhalten, Seite aufrufen, mit der rechten Maustaste klicken, Menü: Übersetzen in Deutsch

Deutsche Quellen

  • „Pyothorax bei 26 Katzen: Klinik, Labordiagnostik und Therapie (2000–2007) | vetline“ –
    https://www.vetline.de/pyothorax-bei-26-katzen-klinik-labordiagnostik-und-therapie-2000-2007
    (vetline.de)

Internationale Quellen

  • „Pus in the Chest Cavity of Cats | PetMD“ –
    https://www.petmd.com/cat/conditions/respiratory/c_ct_pyothorax
    (petmd.com)

  • „Pyothorax in Cats | Pet Health Network“ –
    https://www.pethealthnetwork.com/cat-health/cat-diseases-conditions-a-z/pyothorax-cats
    (pethealthnetwork.com)

  • „Therapy of Pyothorax in Cats via Small-Bore Thoracostomy Tube …“ –
    https://www.mdpi.com/2076-2615/12/1/107
    (mdpi.com)

  • „Feline pyothorax: a retrospective study of 27 cases in Australia“ –
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16055006/
    (pubmed.ncbi.nlm.nih.gov)

Details
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Pankreatitis - Bauchspeicheldrüsenentzündung

Wir hoffen, dieser Beitrag hilft Ihnen, die Erkrankung besser zu verstehen – und Ihre Katze bestmöglich zu betreuen. Mit dem nachfolgenden Bericht erhalten Sie einen ausführlichen, gut verständlich geschriebenen Artikel zur Pankreatitis - Bauchspeicheldrüsenentzündung  – speziell für Sie als Halterin oder Halter ohne tiermedizinische Ausbildung. Ziel ist es, Ihnen Klarheit zu verschaffen über das, was diese Erkrankung bedeutet – und was Sie als verantwortungsbewusste Halterin oder Halter tun können.

Krankheit - Beschreibung

Die Erkrankung wird bezeichnet als Pankreatitis (englisch „pancreatitis“) – das Wort bedeutet wörtlich „Entzündung der Bauchspeicheldrüse“. Bei der Katze betrifft dies das Organ, das sowohl Verdauungsenzyme produziert (exokriner Anteil) als auch Hormone wie Insulin (endokriner Anteil).
Veterinärmedizin Cornell
Nach aktueller Auffassung sind sowohl akute als auch chronische Formen bekannt. Bei der akuten Form kommt plötzlich und stark eine Entzündung auf; bei der chronischen Form bestehen dauerhafte oder wiederkehrende Entzündungsprozesse.
IVIS


Erreger und Verursacher

  • Häufig liegt keine eindeutige Ursache vor („idiopathisch“),
    d.h., in über 95 % der Fälle kann keine klare Verursachung gefunden werden.
    Veterinärmedizin Cornell

  • Mögliche Auslöser sind z. B.: Infektionen mit Parasiten oder Viren
    (z. B. Toxoplasma gondii) oder durch Trauma, Durchblutungsstörungen, bestimmte Medikamente.
    PMC

  • Begleiterkrankungen wie z. B. Leber-/Gallen­wegserkrankungen,
    chronische Darm- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen sind häufig.
    PubMed

Betroffene Katzen

  • Es kann Katzen jeden Alters treffen; Studien zeigen Katzen > 7 Jahre häufiger betroffen.
    PMC

  • Es gibt bislang keine starke Rasse- oder Geschlechtspräferenz.
    DVM360

  • Katzen mit bestehenden Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, Darmerkrankungen) haben ein erhöhtes Risiko.
    Veterinärmedizin Cornell

 


Symptome 

Frühanzeichen

  • Appetitlosigkeit oder reduzierter Futter­konsum.
    petplace.com
  • Lethargie (verminderte Aktivität) oder Rückzug.
    PetMD
  • Gewichtsverlust – oft allmählich.
    Veterinärmedizin Cornell

Fortgeschrittene Symptome

  • Erbrechen oder Durchfall können auftreten.
    PetMD
  • Bei schwerem Verlauf: Gelbsucht (Ikterus), deutliche Schwäche, Kreislaufprobleme.
    PubMed
  • Schmerzen im Bauchbereich – allerdings sind Katzen oft zurückhaltend, so dass Schmerzzeichen leicht übersehen werden.
    Veterinärmedizin Cornell

Spezifische Symptome

  • Erhöhte Atemfrequenz oder Atemnot, z. B. beim schweren Verlauf.
    MSPCA-Angell
  • Entwicklung von Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus oder exokriner Pankreasinsuffizienz.
    petplace.com


Ansteckung / Zoonose-Gefahr?

Diese Erkrankung ist nicht übertragbar von Katze zu Katze oder auf Menschen im Sinne einer Infektionskrankheit – es handelt sich um eine Entzündung eines Organs, nicht um eine ansteckende Krankheit. Eine Gefahr für Sie oder andere Katzen durch Ansteckung besteht nicht.

 

 


Was macht der Tierarzt?

Diagnose durch einen Tierarzt erforderlich?

Ja – eine tierärztliche Untersuchung ist zwingend erforderlich. Die Pankreatitis ist eine ernsthafte Erkrankung, die rasch behandelt werden sollte, insbesondere bei schweren Verläufen. Schnelles Handeln kann entscheidend sein.
PetMD

Was macht der Tierarzt?

  • Anamnese:
    Der Tierarzt fragt nach Futterverhalten, Erbrechen, Gewicht, anderen Erkrankungen.

  • Klinische Untersuchung:
    Untersuchung von Allgemeinzustand, Schleimhäuten, Temperatur, Atmung, Bauch­tastung.
    DVM360

  • Blutuntersuchung:
    Hämatologie, Biochemie, spezielle Tests wie das fPLI (feline pancreatic lipase immunoreactivity) zur Unterstützung der Diagnose.
    petplace.com

  • Bildgebung:
    Ultraschall des Bauchs zur Beurteilung der Bauchspeicheldrüse und der Umgebung, gegebenenfalls Röntgen.
    PMC

  • Urin-/Kot-Untersuchung:
    Um andere Ursachen auszuschliessen oder Begleiterkrankungen zu erkennen.

  • Weitere spezielle Tests:
    z. B. bei Verdacht auf Folge­komplikationen oder Begleiterkrankungen.

 


Behandlung und Therapie

Behandlungsziele

  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse eindämmen.
  • Symptome lindern (Erbrechen, Schmerz, Appetitlosigkeit).
  • Ernährung und Flüssigkeit sicherstellen, Organschäden vermeiden.
  • Folge­erkrankungen verhindern oder behandeln.

Medikamente, Legalität & Bezugswege

  • Schmerzmittel, Antiemetika (gegen Erbrechen), unterstützende Medikamente.
    MSPCA-Angell
  • Flüssigkeitstherapie (infusionell) bei stationärer Behandlung.
    PetMD
  • Diese Medikamente sind verschreibungspflichtig
    durch die Tierärztin oder den Tierarzt; keine Selbstmedikation.

 


Unterstützende Therapie, Pflege zu Hause

  • Nach der Akutbehandlung:
    ruhige Umgebung, gute Trinkversorgung, appetitanregende Maßnahmen.

  • Spezielle Diät
    (siehe Abschnitt Ernährung) wichtig.

  • Regelmässige Kontrolle
    durch die Tierärztin/den Tierarzt.

Operative Eingriffe

  • Eine Operation ist in der Regel nicht Standard bei Pankreatitis bei Katzen, kann jedoch bei Komplikationen (z. B. Abszessen) erforderlich sein.

Behandlungs- und Therapiedauer

  • Bei leichter Form: wenige Tage stationär + einige Wochen Nachsorge.
  • Bei chronischer Form oder Komplikationen: lang­fristige Betreuung, ggf. lebenslang.

Kosten der Behandlung

  • Die Kosten hängen stark vom Schweregrad, Diagnostikumfang und stationärem Aufenthalt ab.
  • Es empfiehlt sich, vor der Behandlung Kostenvoranschläge einzuholen und mit der Tierärztin/dem Tierarzt über Zahlungsmodalitäten bzw. Ratenzahlung zu sprechen.

 


Prognose und Verlauf der Krankheit, Langzeitfolgen

  • Die Prognose hängt ab vom Schweregrad und dem Vorliegen von Begleiterkrankungen.
    MDPI

  • Bei milder Form können Katzen sich gut erholen und ein normales Leben führen.
    PetMD

  • Bei chronischer oder schwerer Pankreatitis: Langzeitfolgen möglich wie Diabetes mellitus, exokrine Insuffizienz, dauerhafte Organbelastung.
    petplace.com

  • Tierkrankenversicherung:

    Ja – in vielen Fällen sinnvoll. Da es sich um eine potenziell schwerwiegende Erkrankung mit erheblichen Kosten handeln kann, ist eine Versicherung für Sie als Halterin bzw. Halter eine Überlegung wert – insbesondere bei Risikokatzen (älter, Begleiterkrankungen).

 


Check-Liste für Katzenhalter – Warnzeichen (Symptome-Check)

☐ Appetitlosigkeit oder stark reduzierte Futteraufnahme
☐ Deutliche Müdigkeit oder eingeschränkte Aktivität
☐ Erbrechen oder häufiger Würgen
☐ Durchfall oder weicher Kot
☐ Gewichtsverlust ohne erklärbaren Grund
☐ Veränderte Atmung oder Atembeschwerden
☐ Gelbliche Schleimhäute (Hinweis auf Ikterus)
☐ Bauchschmerz: Katze reagiert auf Druck im Bauchbereich
☐ Plötzliche Verschlechterung, Kreislaufsymptome
☐ Bekannte Begleiterkrankung (z. B. Diabetes, Leber-/Darmprobleme) vorhanden

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Kästchen angekreuzt haben – lassen Sie Ihre Katze möglichst sofort tierärztlich untersuchen.

 


Ernährung und Diät

  • Geben Sie Ihrer Katze hochwertiges Futter
    mit leicht verdaulichen Proteinen und angepasstem Fettgehalt – viele Tierärzte empfehlen bei Pankreatitis eine sogenannte „gastrointestinale Diät“.
    MSPCA-Angell

  • Vermeiden Sie sehr fettreiche Nahrung
    oder plötzliche Futterwechsel.

  • Achten Sie auf ausreichende Trinkmenge –
    Nassfutter kann helfen, die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen.

  • Besprechen Sie mit Ihrer Tierärztin/dem Tierarzt,
    ob ein spezielles Diätfutter erforderlich ist – z. B. „leichte Kost“ oder Futter für Verdauungssystem.

  • Vermeiden Sie Zusatzstoffe oder Futter,
    das schlecht verträglich erscheint – bei Unverträglichkeit Futterwechsel nur nach Absprache.

 


Vorbeugung (Prophylaxe)

  • Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt –
    besonders wichtig bei Katzen mit bekannten Erkrankungen wie Diabetes oder chronischem Darm-/Leberproblem.

  • Gesunde Ernährung von Anfang an –
    hochwertige Futterqualität, ausreichende Bewegung, Vermeidung von Übergewicht.

  • Stressreduktion:
    Katzen sind sensibel; Stress kann Körperfunktionen beeinträchtigen und Risikofaktoren erhöhen.

  • Bei älteren Katzen oder Nachweis von Begleiterkrankungen
    frühzeitig auf Anzeichen achten und möglichst rasch reagieren.

  • Vor Auslandsreise:
    Wenn Ihre Katze bereits eine Erkrankung wie Pankreatitis hatte, lassen Sie vor der Reise eine tierärztliche Untersuchung durchführen, um sicherzustellen, dass die Katze reisefähig ist.

 


Übersicht über aktuelle Therapien und deren Einsatzmöglichkeiten in Deutschland/Europa

  • In Deutschland und Europa wird die oben genannte Standardtherapie
    (Flüssigkeitstherapie, Schmerz- und Übelkeitsbekämpfung, Ernährungstherapie) angewendet –
    sie entspricht internationalen Konsensus­empfehlungen.
    IVIS

  • Spezialisierte Kleintierkliniken bieten oft umfassende Betreuung bei Pankreatitis –
    z. B. 24-Stunden-Überwachung, Ultraschall, enterale Ernährung (Fütterungsschlauch) bei Bedarf.
    MSPCA-Angell

  • Chronische Formen:
    Langzeitmonitoring, regelmässige Blut- und Ultraschall­kontrollen.

  • Ernährungstherapien
    (Diäten mit leicht verdaulichem Proteingehalt und moderatem Fett) sind in Europa gängig.

 


Formular mit Fragen, die Sie dem Tierarzt vorlegen

Bitte bringen Sie zu Ihrem nächsten Termin folgende Fragen mit, um gezielt mit Ihrer Tierärztin bzw. Ihrem Tierarzt zu sprechen:

  1. Welche Form der Pankreatitis vermuten Sie (akut oder chronisch)?
  2. Welche Untersuchungen sind notwendig zur Absicherung der Diagnose?
  3. Welche Behandlung schlagen Sie konkret vor (stationär oder ambulant)?
  4. Wie lange wird die Behandlung voraussichtlich dauern und welche Nachkontrollen sind erforderlich?
  5. Welche Risiken und möglichen Komplikationen bestehen in diesem Fall?
  6. Welche Ernährung empfehlen Sie meiner Katze im Anschluss? Muss ich ein spezielles Diätfutter verwenden?
  7. Welche Haltungstipps gibt es (Trinkmenge, Ruhe, Futter-/Bewegungs­management)?
  8. Wie hoch sind voraussichtlich die Kosten und gibt es Möglichkeiten zur Ratenzahlung?
  9. Welche Prognose schätzen Sie für meine Katze ein – und wie können wir eventuelle Folge­erkrankungen vermeiden?
  10. Sollte ich langfristig eine spezielle Überwachung vorsehen (z. B. jährliche Ultraschall-Kontrollen)?

 


Tabelle – Rechtliche Lage für Katzenhalter (DE-EU-USA Auslandsreisen)

RegionRechtliche Aspekte für Katzenhalter im Zusammenhang mit Pankreatitis & Reisen
Deutschland (DE) Tierhalter haben eine gesetzliche Fürsorgepflicht (§ 13 TierSchG). Bei chronischen Erkrankungen wie Pankreatitis muss eine angemessene Versorgung erfolgen. Es gibt keine speziellen gesetzlichen Vorgaben exklusiv für Pankreatitis.

EU (alle EU-Staaten) Bei Reisen innerhalb der EU gelten Regeln für Heimtiere (z. B. Heimtierausweis, Mikrochip, gültige Impfung). Eine Erkrankung wie Pankreatitis kann Einfluss auf die Transportfähigkeit der Katze haben – vor Reise sollte eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.

USA Für die Einreise in die USA gelten spezifische Regelungen: gültige Tollwutimpfung, Gesundheitszeugnis etc. Bei Vorerkrankung (z. B. Pankreatitis) sollte ein aktuelles Gesundheitszeugnis vorliegen, das bestätigt, dass die Katze reisefähig ist.


Hinweis:
Auch wenn Pankreatitis keine ansteckende Erkrankung ist, ist bei Auslandsreisen wichtig, dass die Katze stabil ist – andernfalls kann die Fluggesellschaft oder das Sammel­transportunternehmen die Beförderung verweigern.

 


Anleitung zur Übersetzung englischer Seiten

Viele Fachartikel oder Ratgeberseiten sind auf Englisch. Wenn Sie eine englische Seite lesen möchten, können Sie z. B. in Google Chrome das Kontextmenü (rechte Maustaste) verwenden und „Übersetzen in Deutsch“ wählen. Alternativ im Mobilgerät oft über das Teilen-Symbol und „Seite übersetzen“. So erhalten Sie eine grobe Übersetzung ins Deutsche – beachten Sie aber, dass technische Begriffe evtl. nicht perfekt übersetzt werden und im Zweifel die Tierärztin bzw. der Tierarzt die genaue Bedeutung erklärt.

Deutsche Quellen

  • Leider gibt es bislang kaum spezialisierte deutschsprachige Ratgeberseiten zur Pankreatitis bei Katzen. Wir empfehlen, die in englischer Sprache verfügbaren Fachquellen mit Hilfe der Übersetzungsfunktion zu nutzen.

Internationale Quellen

  • „Pancreatitis in Cats | PetMD“ –
    https://www.petmd.com/cat/conditions/endocrine/c_ct_pancreatitis

    PetMD

  • „Feline Pancreatitis | Cornell University College of Veterinary Medicine“ –
    https://www.vet.cornell.edu/departments-centers-and-institutes/cornell-feline-health-center/health-information/feline-health-topics/feline-pancreatitis
    Veterinärmedizin Cornell

  • „ACVIM Consensus Statement on Pancreatitis in Cats“ –
    https://www.ivis.org/library/veterinary-focus/feline-medicine-veterinary-focus-vol-192-jun-2009/feline-pankreatitis
    IVIS

  • „Pancreatitis in Cats (PMC review)“ –
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7105028/
    PMC

Details
Zugriffe: 825
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