Diabetes mellitus mit Ketoazidose bei Katzen – was ist das?

Offizieller Name und Begriffsklärung

  • Der offizielle (medizinische) Begriff lautet „feline Diabetes mellitus mit diabetischer Ketoazidose (DKA)”.
  • „Diabetes mellitus“ ist die Zuckerkrankheit, bei der der Blutzucker zu hoch ist, weil Insulin fehlt oder das Insulin nicht ausreichend wirkt.
  • „Ketoazidose“ bedeutet, dass der Körper vermehrt Ketonkörper bildet (Abbau von Fett) und dadurch das Blut übersäuert (Azidose).
  • Diese Kombination ist eine gefahrvolle Stoffwechselentgleisung bei Katzen mit Diabetes.

Was ist die Ursache? (Erreger, Verursacher, Betroffenheit)

  • Es handelt sich nicht um eine ansteckende Erkrankung –
    es gibt keinen Erreger (wie z. B. Virus oder Bakterium).

  • Die Ursache liegt im Ungleichgewicht des Stoffwechsels:
    Bei zu wenig Insulin (oder ineffektiver Wirkung von Insulin) kann Glukose (Zucker) nicht in die Zellen gelangen. Der Körper „hungert“ trotz hohem Blutzucker und beginnt, Fett abzubauen – dabei entstehen Ketonkörper.

  • Bei lang andauerndem Insulinmangel bzw. wenn zusätzlich Stress oder eine andere Erkrankung vorhanden ist,
    kann dieser Prozess außer Kontrolle geraten und zur Ketoazidose führen.
    DocCheck Flexikon

  • Katzen mit Diabetes mellitus sind grundsätzlich gefährdet –
    insbesondere, wenn der Diabetes unentdeckt, schlecht eingestellt oder begleitet von anderen Erkrankungen ist.
    Klinik für Interne Medizin und Seuchenlehre

  • Statistisch gesehen haben viele Katzen mit Diabetes den Typ-2-Mechanismus:
    Insulinresistenz und gestörte Betazellfunktion (nicht absoluter Insulinmangel). Nur ein Teil der Katzen entspricht dem klassischen Typ-1-Diabetes.
    Wikipedia

  • Bei einer Studie wurde festgestellt, dass bei ~93 % der Katzen mit Ketoazidose
    eine zusätzliche Erkrankung vorlag (z. B. Infektion, Pankreatitis) als Auslöser.
    Veterinärmedizinische Universität Wien