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Bayern tötet den Fischotter
ohne jegliche Kontrolle und Dokumentation!
| Liebe Leserinnen und Leser,viele von Ihnen haben uns in den letzten Wochen geschrieben – entsetzt, traurig, wütend über die Nachricht, dass in Bayern streng geschützte Fischotter und deren Jungtiere brutal gejagt und erschossen werden. Wir haben versprochen, der Sache nachzugehen. Und was wir herausgefunden haben, ist schlimmer, als wir befürchtet hatten.Die Tötung der Fischotter in Bayern geschieht ohne jede Kontrolle. Offiziell heißt es, nur Jungtiere und Rüden dürften getötet werden. Doch in der Praxis weiß niemand, wer oder was in den Fallen landet – und auf wen tatsächlich geschossen wird. Denn es gibt keine Dokumentationspflicht. Herr Söder, das ist nicht mehr zu rechtfertigen! |
Wer nachts mit einem Wärmebild- oder Nachtsichtgerät zielt, kann nicht erkennen, ob vor ihm ein Männchen steht oder eine säugende Mutter, deren Junge im Bau auf sie warten. Und auch die sogenannten Lebendfallen sind alles andere als harmlos: Die Tiere tappen hinein, weil sie neugierig sind oder den Geruch von Futter wittern. Sobald die Klappe zufällt, beginnt für sie ein verzweifelter Kampf ums Überleben.Otter sind starke, intelligente Tiere – sie versuchen, sich zu befreien, schlagen panisch mit dem Körper gegen die Gitter, kratzen, beißen, stoßen sich Zähne aus und brechen sich die Krallen.Die Fallen müssen laut Vorschrift täglich kontrolliert werden. Doch 24 Stunden sind eine lange Zeit für eine Mutter, die von ihren Jungtieren getrennt ist. Die Jagdmethoden sind grausam und es gibt keine Dokumentation, keine Datenerfassung, keine unabhängige Kontrolle. Niemand weiß, wie viele Tiere lebend gefunden werden – und wie viele verletzt oder tot herausgeholt werden.Das ist ein klarer Verstoß gegen das europäische Artenschutzrecht. Und trotzdem hat die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber letzte Woche angekündigt, die Abschussfreigaben sogar noch auszuweiten. Das darf nicht passieren!
Wir dürfen nicht zulassen, dass diese tierquälerische Praxis weiterhin im Verborgenen bleibt. Wir müssen gemeinsam maximalen öffentlichen Druck aufbauen: Und dafür brauchen wir Sie! Bitte unterschreiben Sie unsere Petition – und teilen Sie sie mit Freund*innen, Familie, Kolleg*innen. Nur wenn genug Menschen hinschauen, können wir diese grausamen Tötungen stoppen. Vielen Dank für Ihre Stimme – und Ihre Solidarität mit den Tieren, die keine eigene haben.Ihre Deutsche Umwelthilfe
P.S. Sie möchten mehr über den Otter und unsere Arbeit erfahren? Wir möchten Sie ganz herzlich zu unserem Live-Talk einladen, der am 05. November 2025 von 19:00 - 20:30 online via Zoom stattfindet. Das Thema des Abends lautet: Vom Flussufer bis vor Gericht - wie wir den Fischotter und seinen Lebensraum verteidigen. Über diesen Link können Sie sich zum Live-Talk anmelden.
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