aus Newsletter vom 04.11.25 von  Campact <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.;

Kraniche sterben

Tausende Vögel, vor allem Kraniche, verenden trostlos: In ganz Deutschland breitet sich das gefährliche H5N1-Virus rasant aus – die Vogelgrippe ist zurück. Deshalb werden Hunderttausende Geflügeltiere getötet. Behörden geben Wildvögeln die Schuld, dabei liegen die Ursachen wohl in der Massentierhaltung.[1,2]

Der NABU Brandenburg fordert jetzt Aufklärung. Nur gründliche Untersuchungen – zum Beispiel regelmäßige Proben von Geflügelbetrieben – können Klarheit schaffen.

Unterzeichne jetzt die Petition auf Campacts Petitionspattform WeAct.

Unterzeichne jetzt für Aufklärung zur Vogelgrippe


Gestartet von: NABU Brandenburg

Geflügelindustrie bedroht Kraniche!

An: Die brandenburgische Landwirtschafts- und Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) und die Landesregierung Brandenburg

Wenn hier kein Bild angezeigt wird, musst Du die Anzeige von Bildern freischalten!

Am 11. Oktober 2025 ist in Altfriedland der in diesem Jahr erste massive Ausbruch der hochpathogenen Vogelgrippe H5N1 in Brandenburg registriert worden. Durch welche Umstände das Virus in die komplett geschlossene Geflügelhaltungsanlage gelangte, ist unklar. Es zirkulierte dort vermutlich seit Wochen, ehe der Ausbruch erkannt und ernst genommen wurde. Vergleichbare Szenarien gab es seit Anfang September dieses Jahres in 14 weiteren Betrieben deutschlandweit und erst danach traten erste kranke und sterbende Kraniche auf. 

Seitdem das Virus 2006 in der europäischen Geflügelindustrie angekommen ist, verstecken sich die zuständigen Behörden hinter der Hypothese, dass Wildvögel die Erreger in die Geflügelhaltungsbetriebe eintragen, anstatt eine solide Ursachenforschung zu betreiben und ein Monitoring der Viren in den Betrieben umzusetzen. Ein solches Monitoring würde zusammen mit einer transparenten Darstellung der Ergebnisse eine Vorsorge ermöglichen, damit sich solch dramatische Bilder wie in diesem Jahr nicht wiederholen. Eine Früherkennung würde es ermöglichen, dass nicht nur die Ausbringung von kontaminiertem Stalldung in sensible Bereiche wie Rastplätze von Zugvögeln und Vorkommen sehr seltener Arten vermieden werden kann, sondern auch, dass kein Austausch der Erreger zwischen den Betrieben über Futter-, Tier-, Mist- oder Kadavertransporte vorkommt.

Der NABU Brandenburg fordert eine transparente und öffentliche Ursachenuntersuchung bei infizierten Geflügelbeständen sowie ein qualifiziertes Stichprobenmonitoring in den großen Nutzgeflügelbeständen und Schlachthöfen.

Konkret heißt das: 

  • Transparente und öffentliche Aufklärung der Ursachen für das Infektionsgeschehen
  • Regelmäßige Beprobung von Geflügelhaltungsbetrieben und Schlachthöfen
  • Bessere Vorbereitung der Veterinärämter für das Krisenmanagement
  • Zentrale Beratungshotline für Nutztierhalter und Todfundmeldungen
  • Einen Krisenstab, zu dem auch Vogelexpert*innen gehören.

Wir rufen alle Bürger*innen auf, diese Petition zu unterstützen – zum Schutz von Kranichen und anderen Wildvögeln!

Wir erleben derzeit ein Seuchengeschehen von enormem Umfang und Ausmaß, sowohl die Anzahl der Opfer als auch die Zahl der Ausbruchsorte betreffend. Eine ,Schuldzuweisung‘ an die ziehenden Wildvögel ist voreilig und hypothetisch, der tatsächliche Auslöser noch unbekannt.

Dass Wildvögel ursächlich für Ausbrüche der hochpathogenen Vogelgrippe H5N1 sind, ist bisher nicht belegt. Vielmehr ist es wahrscheinlich, dass sich Wildvögel mit den Viren infizieren, die vorher in der Geflügelwirtschaft zirkulierten. Virushaltige Substrate wie Kot, Gülle und andere Reststoffe werden in die freie Landschaft ausgebracht und sind dort für Wildvögel zugänglich. Federstäube sind virushaltig und luftgängig, sie gelangen mit der Zwangsentlüftung aus den Tierhaltungsanlagen nach außen und verdriften mit dem Wind.

Tausende Kraniche haben sich bereits mit dem Gelflügelpestvirus infiziert und verendeten innerhalb kürzester Zeit. Aus Sicht des NABU spricht vieles dafür, dass die Ursachen in der intensiven Geflügelhaltung zu suchen sind und fordert transparente Aufklärung.“

Unterzeichne jetzt für Aufklärung zur Vogelgrippe

Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact, aber wird durch WeAct-Campaigner*innen unterstützt. Da viele Campact-Aktive diese Petition unterstützen, möchten wir Dich mit dieser E-Mail gerne darauf hinweisen. 

Vielen Dank und herzliche Grüße
Dein Campact-Team