Heidi - eine Ungarin endlich im Glück 

Im Juni 2010 zog Heidi aus Ihrer Pflegestelle in Langenfeld über den Rhein nach Kleinenbroich. Seitdem hat sie sich ganz toll entwickelt: Aus ihr ist eine prachtvolle Halblanghaar-Schönheit geworden, und das weiß sie auch ganz genau, wenn sie sich wie eine richtige Diva in Pose setzt. Es ist unbeschreiblich, wie lieb, verschmust und verspielt Heidi ist. Gerade vom Schmusen und Spielen kann sie nie genug kriegen. Gott sei Dank, dass wir reichlich Zeit haben, uns mit unserem Kätzchen zu beschäftigen und dafür ist sie sehr dankbar. Sie quasselt mittlerweile mit uns, und versucht zu verstehen, was wir ihr sagen. Sie freut sich riesig, wenn sie uns was artikulierend und verbal erklärt, und wir haben verstanden, was sie will. Auch weiß sie, dass sie zum Mittelpunkt in unserer Familie geworden ist.

Jedoch manchmal, ohne erkennbaren Grund, fürchtet sie sich vor etwas und verkriecht sich ängstlich. So will sie z.B. nicht aus den Fenstern zur Straßenseite sehen, und sie bekommt panische Angst, wenn man sie auf dem Arm hält und mit ihr am Fenster steht und auf den Vorgarten und die Straße sieht. Das gleiche gilt für den Treppenflur und die Haustüre. Wenn die Wohnungstüre geöffnet wird, läuft Heidi gleich ins Büro, Wohn- oder Schlafzimmer und hört, was sich im Treppenflur tut.

Wir glauben, dass Heidi in Ungarn eine schwere Zeit durchgemacht hat und es könnte sein, dass sie sich davor fürchtet, über den Weg Wohnungstüre, Treppenflur, Haustüre, Straße ihr neues Zuhause wieder verlassen zu müssen. Obwohl Heidi viel kontrollierten Freigang hat, und uns ab und an Mäuse als Jagdtrophäe präsentiert, ist sie im Grunde eine Wohnungskatze geblieben, die sich bei ihren Menschen am wohlsten fühlt. Übrigens, auch bei Temperaturen von -12 °C hält sie den Freigang in ihrem Terrain für unverzichtbar.

Die seinerzeit ärztlich bescheinigte Futtermittelallergie - ein Zufallsbefund - war wohl eher ein psychisches Problem, welches aber heute nicht mehr vorhanden ist. Die Blepharitis hat sich als chronisch erwiesen, weshalb die Augenpflege nicht vernachlässigt werden darf.

 
Gelegentlich schauen wir uns im Internet die Webseite der AGT an und sehen, dass Sie zwischenzeitlich Hunden und Katzen ein neues Zuhause vermittelt haben. Die Vermittlung der Heidi war jedenfalls ein voller Erfolg, wofür wir Sie in dankbarer Erinnerung halten werden, und wir werden Ihnen gelegentlich berichten, wie es Ihrem ehemaligen Pflegekätzchen geht. Wir sind zuversichtlich, dass Sie auch weiterhin in Not geratenen Hunden und Katzen zu einem neuen Zuhause verhelfen werden.

 

   

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