Zwei kleine Indianer 1aa1

Miau! Wir sind Tintin und Taffy.
Zumindest waren wir es mal, denn heute heißen wir anders.
Man ruft uns mit Aiyana und Aciro, und darauf hören wir ziemlich gut.
Die Namen klingen seltsam? Dachten wir auch, bis wir herausgefunden haben, dass diese zu unserem Kindercharakter passen.
Die Namen kommen aus dem native American (indianischen).
Mein Bruder Aciro, "der Beschützer", überprüft für uns die Lage, während ich, Aiyana, die "ewige Blüte", verschüchtert abwarte und mich gern wie ein kleines Prinzesschen benehme.

1aa2Wir wurden Anfang September 2013 geboren und kamen schon früh zu unserer Pflegemutter. Boah, hatten wir es gut bei ihr! So viel freie Fläche zum Spielen. Als Fellkugeln, die in fast 2 Handflächen passten, haben wir uns jede erdenkliche Ecke zum Verstecken gesucht, falls es uns mal zu viel wurde.

Und dann bekamen wir Besuch von zwei Menschen. Die waren vielleicht riesig!!
Aciro ging sofort hin und schnupperte. Typisch mein Bruder.
Ich hingegen zog mich etwas zurück und schaute mir alles gut aus der Ferne an.
Nach eine gewissen Zeit sind die beiden wieder gegangen.
Unsere Pflegemama und die beiden Menschen waren sich einig: Das ist das richtige Zuhause für uns.
Ein paar Tage später wurden wir in eine Transportbox gepackt und unsere Pflegemama fuhr mit uns ins neue Zuhause.

Vorsichtig erkundeten wir unser neues Territorium; alles war neu und roch gar nicht nach uns. Aber wir wussten: Unsere Pflegemama hätte uns nicht hierhin gegeben, wenn es nicht in Ordnung gewesen wäre. Und so war es auch.

Wir Zwei haben innerhalb von 2 Monaten einen Riesenschuss gemacht und fühlen uns bei unseren Adoptivvätern richtig wohl. Wir spielen gerne mit Kartons jeder Größe, mit 1aa3allem was raschelt, vor allem gerne zerkratzen wir die neuen Schuhe, doch am liebsten schlafen und spielen wir.

Wir haben unseren eigenen riesigen Kratzbaum im Schlafzimmer, aber machen es uns auch gern auf der Couch oder im Bett bequem.

Morgens, wenn der erste Papa aufstehen muss, wecken wir ihn mit Getapse vor seinem Wecker. Auch wenn jemand im Bad ist, sind wir immer mit dabei, egal ob in der Badewanne oder im Waschbecken.

Bei jedem kleinen Nießer (wenn wir mal wieder in Ecken gewesen waren, wo niemand hinkommt) oder bei jedem ungewöhnlichen Verhalten rufen unsere überfürsorglichen Papas direkt die AGT-Katzenpsychologin an, um nach Rat zu fragen. Und alles wird sofort umgesetzt.

Wir bekommen hier so viel Liebe und Geborgenheit, das wir hier nicht mehr weg wollen.

Und unsere Papas wollen uns auch nicht mehr hergeben: Wir sind eine Familie.