Die schöne Cleo

 cleo1  In 2015 wurde bei der AGT eine Katze mit Namen Cleo abgegeben, die in einen Rosenkrieg geraten war. Die Frau hat sich mit der Schwester von Cleo aus dem Staub gemacht und dem Mann die Cleo hinterlassen, zu der er gar keinen Bezug hatte. Wir haben noch versucht, Kontakt zu der Frau aufzunehmen, was uns aber nicht gelang.

Anfangs haben wir uns wirklich Sorgen um Cleo gemacht, weil sie aus Trauer über den Verlust ihrer Schwester und ihres Zuhauses nichts essen wollte. Schnell fanden wir ein neues Zuhause für Cleo, welches ihr wieder Vertrauen in die Menschheit gab.

Cleo ist eine Burma-Katze, eine wahre Schönheit. Ihr Fell ist seidenweich und sie genießt es, gekrault zu werden. Wenn ihr Schnurren erst in ein Knattern und dann in ein Gurren übergeht, dann wähnt sie sich im siebten Himmel.

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Cleo ist nicht auf den Mund gefallen: Sie gibt lautstark ihre Anweisungen: „Mamaa, Hungaaa“ und „Mamaa, kommaaa“, wenn sie ihr Geschäft verrichtet hat und die Toilette gefälligst sofort und unverzüglich gereinigt werden soll.

Auf den Kopf gefallen ist sie auch nicht: Sie öffnet die Schlafzimmertür, indem sie mit Schwung ihre zarten drei Kilo gezielt auf der Klinke platziert. Es klappt manchmal nicht beim ersten Versuch, aber spätestens beim dritten sitzt ihr Frauchen senkrecht im Bett. Zunächst holt sie sich ihre Streicheleinheiten und dann muss gegessen werden.

Ach ja, Zugang zum Zimmer der jugendlichen Tochter hat sie jederzeit. Dort schläft sie am liebsten im Bett.

 

Eigentlich war Cleo eine Wohnungskatze. Da das neue Zuhause in einer ruhigen Nebenstraße liegt, ist sie nun eine Freigängerin geworden, natürlich nur unter Aufsicht, also nie, wenn ihre Leute nicht da sind. Sie geht nicht weit weg, sondern schaut in die Nachbargärten rein und begrüßt die Artgenossen auf einen Plausch.

Da die Wohnung im ersten Stock liegt, geht sie durch ein gezielt geöffnetes Fenster in den Laubengang, Treppe runter und dann im Erdgeschoss über das Laubenganggeländer in den Garten.

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Auf dem selben Weg kommt sie auch zurück, doch das Fenster ist jetzt natürlich geschlossen. Aber Cleo hat ja Stimme: Sie macht sich lautstark bemerkbar. In den meisten Fällen hört ihr Frauchen das Einlassbegehren. Wenn nicht, hören es die Nachbarn, die dann für sie die Klingel betätigen. So hat Cleo ihr Dienstvolk gut im Griff.

Cleo war beim Einzug 7 Jahre alt. Ihr Frauchen und deren Tochter wollten bewusst eine etwas ältere Katze. Und sie haben es nicht bereut; denn Cleo ruht in sich. Sie geht nicht an die Möbel, sondern benutzt den Kratzbaum. Allerdings hat es ihr ein Teppich angetan. Von Anfang an hat sie sich voller Freude auf ihm geräkelt und nun wetzt sie sich auch ab und zu ihre Krallen auf ihm. Den hat sie als ihr Lieblings-„Möbel“ auserkoren.

Originalton des neuen Zuhauses:

Wir, das sind meine 16jährige Tochter und ich, sind sehr glücklich mit Cleo. Wir möchten sie nicht mehr missen. Sie ist ein Teil unserer Familie.