Zwei Jahre Kaninchen-Notfall: Endlich ein Happy End

Manchmal haben selbst unsere hartgesottensten Kaninchenfans den Glauben daran verloren. Daran, dass wir irgendwann sagen können: Alle sind gerettet, alle haben ein neues, gutes Zuhause. Aber wir haben es geschafft. Damals, im November vor zwei Jahren, konnte niemand absehen, dass wir zwei Jahre lang damit beschäftigt sein würden, die Folgen von menschlicher Dummheit und Selbstüberschätzung zu beseitigen. Und wenn wir gewusst hätten, wie viel Mühe, Arbeit, Mitleiden und nicht zu vergessen wie viel Geld das fordern würde - hätten wir es dann getan? 

Nach dem anfänglichen Elan und dem unbedingten Willen zu helfen kamen auch die Tage, wo unsere ehrenamtlichen Kaninchenbetreuer nahe daran waren, alles hinzuwerfen. Kein Wochenende, kein Feiertag, an dem sie nicht im Einsatz waren, gefüttert und Medikamente verabreicht haben,  gepäppelt, gebürstet, geschmust, Gehege geschrubbt, Müll geschleppt, Käfige desinfiziert und mitgelitten haben. Da war zum Schluss nur noch Erschöpfung. Aber nun ist auch die Freude groß, dass es geschafft ist. Rund 300 Tiere aufzunehmen und gut unterzubringen, das ist eine Energieleistung ohnegleichen, auf die wir stolz sind. 

Und die wir nicht alleine hätten schaffen können. Zahllose Tierfreunde haben uns geholfen: Mit Rat und Tat, mit Spenden, mit moralischer Unterstützung und vor allem damit, dass sie, ohne lange zu fragen, auch Tieren geholfen haben, die sonst keine Chance gehabt hätten. 

Was bleibt, ist die Hoffnung, dass Tiersammlern in Zukunft keine Chance mehr gegeben wird, Tierelend in solchem Ausmaß zu produzieren. Und dass es Menschen gibt, die früher und rechtzeitig den Mut finden, solche Zustände anzuprangern und öffentlich zu machen.