Infos - Zoo und Zirkus

Der Panther

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe

so müd geworden, dass er nichts mehr hält.

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,

geht durch der Glieder angespannte Stille -

und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke

Paris, 06.09.1902

Und wir brauchen auch keine dressierten Affen im Fernsehn

Nach 16 Staffeln mit 221 Folgen stellt der Sender ZDF das Format "Unser Charly" ein. Als Grund gelten auch die seit Jahren anhaltenden Proteste von Tierschützern, die sich um die schauspielernden Schimpansen sorgten. Sie warfen dem Sender vor, sich um die insgesamt elf Affen, die Charly in den Jahren dargestellt hatten, nicht mehr gekümmert zu haben, sobald die Tiere zu alt für den Dreh wurden.

Für die Serie wurden die Affen im Alter von zwei Jahren von ihren Müttern getrennt, die sie normalerweise bis zu vier Jahren säugen. Nach weiteren zwei Jahren gingen sie bereits in Rente, weil sich die Affen in der Pubertät nicht mehr dressieren lassen. Laut Tierschützern seien sie nach ihrem Einsatz in ein Tierasyl in Texas geschickt worden. Dort müssen die Tiere ihre verbleibenden bis zu 50 Lebensjahre als Einzelgänger verbringen, da sie nie mit Artgenossen sozialisiert wurden.

Quelle: Rheinische Post am 09.06.12

 

So können Sie den Tieren im Zirkus helfen
https://www.tierrechte.de

Das können Sie in Ihrer Gemeinde oder in Ihrer Stadt tun:
https://www.tierrechte.de

Das können Kommunalpolitiker tun:
https://www.tierrechte.de

Das könnten Amtstierärzte tun:
https://www.tierrechte.de

Moskauer Katzenzirkus
Das Moskauer Katzentheater ist seit längerem über Ländergrenzen hinweg für die grausame Behandlung seiner Tiere sowie den katastrophalen Zuständen in der Tierhaltung bekannt. Die Katzen leiden unter vielen „Kunststücken“ die sie vollführen müssen. Viele Posen sind unnatürlich und schmerzhaft. Das Licht, der Lärm, das Publikum führen zu einem enormen Stress der Tiere, dem sie fast täglich ausgeliefert sind.
http://www.augsburger-allgemeine.de/community/profile/actros4975/Grausamkeiten-des-Moskauer-Katzenzirkus-id14946496.html
http://www.katzentheater.de

Zirkus ohne Tiere
Eine Kampagne der Menschen für Tierrechte
http://www.zirkus-ohne-tiere.de/

 

Hessen fordert Wildtierverbot im Zirkus

TASSO-Newsletter/15.02.16  TASSO e.V. begrüßt neue Bundesratsinitiative

 Der tragische Tod eines Passanten durch den Ausbruch eines Zirkuselefanten in Baden-Württemberg vor einigen Monaten ist nun Anlass für eine neuerliche Initiative des Landes Hessens im Deutschen Bundesrat: Das Bundesland fordert ein bundesweites Haltungsverbot von Affen, Elefanten, Bären, Giraffen, Nilpferden und Nashörnern in Zirkussen. TASSO e.V. begrüßt diese Initiative ausdrücklich. Bereits im Jahr 2003 hat der Bundesrat einem Entschließungsantrag aus Hessen zum Verbot bestimmter Wildtierarten zugestimmt. 2011 zog die Freie Hansestadt Hamburg mit einem weiteren Antrag nach.

„Der Bundesrat als eines der höchsten Verfassungsorgane betonte schon vor über zehn Jahren, dass für bestimmte Tierarten eine artgerechte Haltung in Zirkusbetrieben einfach nicht möglich ist“, erläutert Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. „Die Haltungsumstände im Zirkus sowie geltende Sicherheitsbestimmungen führen dazu, dass gerade die hier diskutierten Tierarten unter der massiven Einschränkung natürlicher Verhaltensweisen und elementarer Bedürfnisse durch Ankettung, häufige Transporte, generelle Platzenge und oft auch soziale Isolation erheblich leiden“, so Mike Ruckelshaus weiter.

TASSO bedauert, dass die Bundesregierung bis heute keine Verordnung erlassen hat, die klar regelt, welche Tiere aus tierschutzrechtlicher Sicht nicht in einem Zirkus gehalten werden dürfen. Daher fordert TASSO den für Tierschutz zuständigen Bundesminister Christian Schmidt auf, die Beschlüsse des Bundesrates nicht weiter zu ignorieren und endlich im Sinne des Tierschutzes zu handeln. Andere europäische Länder wie beispielsweise die Niederlande, Belgien, Österreich, Großbritannien und Griechenland haben das Halten und Mitführen von Wildtieren im Zirkus bereits verboten. 

© Copyright TASSO e.V.

Tierleid-Befürworterin Aigner

Elefanten, Löwen und Affen sollen auf deutschen Zirkusbühnen bald nicht mehr auftreten dürfen. Nachdem der Agrarausschuss des BundesRATs mit deutlicher Mehrheit für ein Verbot von Wildieren in hiesigen Manegen gestimmt hat, soll das Plenum der Länderkammer dies am 25.11.11 absegnen. Danach muss die Bundesregierung entscheiden, wie mit den wilden Zirkustieren künftig verfahren werden soll.

Eine artgerechte Haltung wilder Tiere sei im Zirkus nicht möglich, begründeten die Antragsteller ihr Anliegen, das auf einen Vorstoß aus Hamburg zurück geht. Tiger, Giraffen und Nashörner müssten einenGroßteil ihres Lebens in engen Transportwagen verbringen, dort oft auch während der Auf- und Abbauzeiten ausharren. Die mangelnde Bewegung führe häufig zu schweren Erkrankungen, Verhaltensstörungen, mitunter sogar zum Tod der Tiere. Vor allem Großbären, die eigentlich Einzelgänger seien, müssten auf engstem Raum miteinander auskommen.

Die zuständige Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ist, was das Verbot der Wildtiere auf Zirkusbühnen angeht, zurückhaltend. Nach Auffassung ihres Ministeriums könnte eine solche Regelung, die es in Österreich übrigens bereits gibt, gegen die Verfassung verstoßen - weil es die Freiheit der Berufsausübung der Dompteuer und das Eigentumsrecht zu stark einschränken würde.

Quelle: Rheinische Post/10.11.11

Kommentar:
Frau Aigner wird entgangen sein, dass in der Verfassung, d.h. Grundgesetz, steht:

Artikel 20a
Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

Fassung aufgrund des Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Staatsziel Tierschutz) vom 26.7.2002