Infos Wildtiere

Auch wenn sich der Tierschutzverein Erkrath in seiner Tiervermittlung vorrangig auf Katzen konzentriert, so endet unser Engagement jedoch nicht bei Katzen.

Wir bemühen uns stets auch für andere Tiere in Not neue Unterbringungsmöglichkeiten zu finden oder ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen. Dafür arbeiten wir sehr häufig eng mit anderen Vereinen zusammen, die sich auf die eine oder andere Tierart 'spezialisiert' haben, so wie wir auf Katzen.

 

Wildtierschutz Deutschland e.V.

Gemäß Bundesnaturschutzgesetz ist es, vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften, zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbständig erhalten können.

Aber Achtung, insbesondere wenn Sie auf scheinbar verlassene Jungtiere treffen (z.B. Rehkitz, Jungfuchs, Hase, Jungvogel): wenn das Tier nicht in unmittelbarer Gefahr ist, lassen Sie es zunächst in Ruhe, fassen Sie es vor allen Dingen nicht an. Es könnte darauf hin von seiner Mutter nicht mehr angenommen werden. Beobachten Sie das Tier aus möglichst großer Entfernung oder erkundigen Sie sich bei fachkundigen Menschen. Hasen bekommen häufig nur einmal am Tag Besuch von der Hasenmutter, Rehe mehrmals täglich und auch der Fuchs lässt seine Jungen nur während der Futtersuche allein.  Auch vermeintlich hilflose Vogelkinder sind auf jeden Fall in der freien Natur zu belassen. Nur ganz selten handelt es sich bei gefundenen Jungvögeln am Boden um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, die Hilfe benötigen. Anders bei Eichhörnchen, finden Sie Jungtiere am Boden, benötigen diese in den meisten Fällen Hilfe. 

Bundesweit: Auf der nachfolgenden Webseite erhalten Sie Hilfe zum Umgang mit in Not geratenen Fundtieren und in den meisten Fällen auch Hinweise zur Unterbringung in Auffangstationen.

https://www.wildtierschutz-deutschland.de/verletztes-wildtier

wildtierschutz

Fledermäuse

https://de.wikipedia.org/wiki/Fledermäuse

ACHTUNG: BATMAN IN NOT – Hochsaison für Fledermausretter! fledermäuse

Sehr viele Fledermäuse haben gerade in diesem Jahr ihre Winterquartiere zu früh verlassen. Das ist fatal für die geschwächten Tiere, sie finden noch kein Futter und kühlen aus – eine meist tödliche Kombination!

Fledermäuse ernähren sich von Insekten, die sie im Flug erjagen. Auch wenn man tagsüber im Schein der ersten wärmenden Sonnenstrahlen die ersten Insekten fliegen sieht – Fledermäuse sind nur nachts aktiv, und in den kalten Nächten derzeit fliegen Insekten sicher noch nicht. Die Anstrengung der vergeblichen nächtlichen Jagd und die nasse Kälte sind zu viel für die kleinen Säugetiere.

So kann man sie aktuell überall finden – an Hauswänden, in Einfahrten oder sogar auf dem Boden. Da gehören sie nicht hin! Entdeckt man eine Fledermaus sitzend oder liegend im Freien, besonders am Tag oder bei Regen, ist das Tierchen in großer Not und braucht ganz schnell Hilfe!

VORSICHT ZERBRECHLICH!

Sollten Sie also einen kleinen Jäger in Not entdecken, BITTE NICHT WEITERGEHEN! Und handeln sie bitte schnell, sonst könnte die Fledermaus bereits innerhalb der nächsten Stunden sterben. Bergen Sie das Tierchen – vorsichtig, denn vor allem die filigranen Flügel sind empfindlich. Ein Handschuh oder ein weiches Tuch ist dafür gut geeignet - bloß nicht so dick, dass sie das Tierchen nicht mehr richtig spüren können. Umfassen Sie das Tierchen am besten so, dass seine Flügel anliegen und sein Kopf zwischen Daumen und Zeigefinder herausschaut – man braucht es keineswegs mit dem Kopf nach unten tragen.

Oft sind die Tiere apathisch und bereits zu schwach um sich zu wehren. Wenn die Fledermaus aber doch noch etwas aktionsfähig ist, reagiert sie möglicherweise panisch, versucht mit den Flügeln zu schlagen und um sich zu beißen. Die Zähnchen sind zwar winzig, aber doch spitz – deshalb zur Sicherheit eben Handschuh oder Tuch. Aber kein Grund zur Panik – Fledermäuse sind harmlos, sie greifen niemanden an der größer ist als ein Nachtfalter!

ERSTE NOTUNTERKUNFT:

Ist das Tierchen geborgen, eignet sich eine einfache, geschlossene Pappschachtel mit vielen kleinen Luftlöchern gut als Notunterkunft. Legen sie die Schachtel mehrlagig mit Küchenpapier aus, damit die Fledermaus Halt finden und sich verstecken kann. Den Schraubverschluss eines Marmeladenglases oder eine andere kleine flache Schüssel mit Wasser füllen und in die Schachtel stellen. Vordringlich muss der kleine Jäger etwas trinken. Sie können der Fledermaus auch etwas Wasser auf dem Stiel eines Kaffeelöffels an das Mäulchen halten, noch besser geht das mit einer Pipette oder einem Strohhalm. Bitte achten Sie darauf, dass dabei kein Wasser in die Nasenlöcher gelangt. Bitte reines Wasser verwenden, keinen Zusatz von Zucker oder Vitaminen!

Auch wenn die Fledermaus ausgekühlt ist, bitte keine Wärmelampe oder Wärmflasche verwenden und auch nicht auf die Heizung stellen! Ein langsames Aufwärmen bei Zimmertemperatur reicht völlig aus, alles andere wäre gefährlich.

UND SO GEHT’S WEITER:

Sobald das Tierchen sicher in seiner Schachtel untergebracht ist, haben Sie wieder beide Hände frei und können für weitere Hilfe und Beratung zu Ihrem Telefon greifen. Die Pflege und Behandlung von Fledermäusen ist heikel, am besten überlässt man das den Spezialisten!

Fledermäuse sind nämlich reine Insektenfresser und Jäger, schon ihre Ernährung ist also etwas schwierig und sicher nicht jedermanns Sache. Als Ersatz für die gewohnte Nahrung können zunächst Mehlwürmer dienen (frisch oder tiefgekühlt/aufgetaut, getrocknet sind sie ungeeignet). Lebend darf man die allerdings nicht verfüttern. Oft wollen Fledermäuse sie gar nicht annehmen, dann muss man die Mehlwürmer ausquetschen und nur das Innere verfüttern. Das macht zwar so gar keinen Spaß, trotzdem darf man aber auf keinen Fall als Ersatz Fleisch, Fisch oder Katzenfutter verfüttern, da Fledermäuse solche Nahrung absolut nicht vertragen!

FLEDERMAUSHILFE:

Unter http://www.fledermausschutz.de/ansprechpartner/ sind – geordnet nach Bundesländern, Städten und Bezirken – kompetente Ansprechpartner in ganz Deutschland nebst Kontaktdaten zu finden.

Ansprechpartner für den Raum Düsseldorf:


MANUELA MENN (Fledermausambulanz Kreis Viersen und Düsseldorf Nord und Mitte)

Mobiltelefon: 0176 960 65 344
Der NABU hat darüber hinaus eine bundesweite FLEDERMAUS-HOTLINE eingerichtet: 030 284984 5000
Es lohnt sich überhaupt, diese Nummern vorsorglich in sein Handy zu speichern – Fledermäuse sind besonders schützenswert und viele Arten sind in ihrem Bestand bedroht!

i.A. Anne Dolf                                                                                                                          

StadtNatur e.V.

Bergesweg 3, 40489 Düsseldorf                                                       
phone: +49 (0) 211 30 32 96 52                                                                                                                                        
mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!                                                                                        
www.stadtnatur.online 

Hände weg von Wildtieren  rehkitz

Immer wieder entfernen Spaziergänger vermeintlich verlassene Jungtiere aus ihrer natürlichen Umgebung. Ein allein auf einem Feld sitzendes Feldhasenbaby oder ein Rehkitz dessen Mutter nicht zu sehen ist, verleiten viele Spaziergänger dazu, das Jungtier anzufassen, was unweigerlich das Verstoßen des Jungtieres durch die Mutter und somit den sicheren Tod zur Folge hat. Andere Passanten sammeln das Jungtier ein weil sie befürchten, es würde von der Mutter nicht mehr versorgt werden. Dieses ist ein Trugschluss. Feldhasen zum Beispiel „streuen“ ihre Kinder an verschiedene Stellen, um nicht ganze Würfe gleichzeitig zu verlieren, sollten diese durch einen Fressfeind gefunden werden. Um keine potenziellen „Nesträuber“ auf die Jungtiere aufmerksam zu machen, sucht die Mutter ihren Nachwuchs nur zum Säugen auf und verlässt sich ansonsten auf deren Schutz durch den nahezu komplett fehlenden Eigengeruch und die natürliche Wildfärbung, welcher die Kleinen in Wald und Feld für Fressfeinde nahezu unsichtbar und "unriechbar" werden lässt. Diese falsch verstandene Tierliebe kostet Jahr für Jahr viele Jungtiere das Leben.

Eichhörnchen eichhörnchen

Die Eichhörnchen Schutz Aktionsgemeinschaft ist spezialisiert auf dieses Tier und eine der wohl am häufigsten frequentierten Organisationen zum Thema Eichhörnchen mit einer sehr gut besuchten Webseite. So haben sie im Rahmen ihrer Tätigkeit über 1200 Findelkinder 2005/2006 versorgt und ausgewildert.

Ferner engagieren sie sich gegen die Gefangenhaltung von Eichhörnchen.

Leider kommt es immer wieder vor, das Findelkinder nicht schnell genug den Weg zu Schutzgemeinschaft fanden, da Finder die Eichhörnchen-Tierschützer nicht im Netz gefunden haben oder aber weil Menschen sich der Tiere annahmen, die zwar alles was nach besten Wissen und Gewissen für das Tier getan haben, aber letztlich zu wenig Erfahrung hatten. Das Überleben von Nottieren hängt entscheidend davon ab, wie schnell der richtige Ansprechpartner gefunden wird. Wenn Sie also ein hilfsbedürftiges Eichhörnchen finden, dann wenden Sie sich SOFORT an das Eichhörnchen-Notfalltelefon:

0700-200 200 12 (= KEINE Abzock-T-Nr., sondern wird wie eine Festnetz-T-Nr. im Inland abgerechnet)

Internet-Seite mit vielen wertvollen und hilfreichen Infos:
www.eichhoernchen-schutz.de