aus Newsletter vom 09.02.20 "Deutsches Tierschutzbüro e.V." <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!;

Dt. Tierschutzbüro: Alarmierend: 46 Unfälle mit Tiertransportern in 2019!

 
Deutsches Tierschutzbüro
 
Newsletter  09. Februar 2020
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Wir fordern das Ende aller Lebendtiertransporte!



 

Wir fordern das Ende aller Lebendtiertransporte!

Alleine im Jahr 2019 haben wir insgesamt 46 schwere Unfälle mit Tiertransportern nur in Deutschland registriert. Wir fordern daher Bund, Länder und die EU dazu auf, Lebendtiertransporte endlich komplett zu verbieten. Obwohl die Dunkelziffer sogar noch wesentlich höher sein dürfte, sind allein bei den 46 bekannten Fällen - im Durchschnitt ca. ein Unfall pro Woche – mehrere hundert Schweine, mehrere Rinder und einige Tausend Hühner ums Leben gekommen. Mehrere besonders schwere Unfälle hatten auch menschliche Todesfälle zur Folge, insgesamt starben mindestens 12 Menschen bei Unfällen im Zusammenhang mit Tiertransportern.


Der größte Teil der Unfälle geschah dabei in den Bundesländern, die die meisten sogenannten Nutztiere hält. So passierten 2019 mindestens 11 Unfälle in Niedersachsen, 10 Unfälle in Nordrhein-Westfalen und 9 Unfälle in Bayern.


Klicken Sie auf die Karte, um Sie in voller Auflösung zu lesen.


Wir sehen in diesen Vorfällen einen erneuten Beweis dafür, dass ein Ende des heutigen Systems der Massentierhaltung unumgänglich ist und fordern im ersten Schritt die Beendigung von Lebendtiertransporten, um das Leid von Tieren unverzüglich zu lindern. Tiertransporte sind schon ohne Zwischenfälle eine der großen Ursachen für Tierqual im grausamen System der Massentierhaltung. Die unglaubliche Anzahl an Unfällen macht das Ganze noch unerträglicher. Ein Ende von Lebendtiertransporten wäre nur ein kleiner, aber dennoch wichtiger erster Schritt zu weniger Tierleid.


Unsere Auswertung zeigt, dass die Unfallursachen meistens bei Fahrfehlern liegen, die aus unterschiedlichen Gründen zustande kommen, oder bei technischen Defekten des Fahrzeugs. Die Tiere werden entweder beim Unfall direkt oder durch den Ausbruch aus dem verunglückten Transporter verletzt oder gar getötet. Oft müssen Veterinär*innen vor Ort verletzte Tiere im Anschluss nottöten. In einigen Fällen verbrannten die Tiere leider in den Fahrzeugen und mussten Höllenqualen erleiden.


Tiertransporter fallen bei Kontrollen auch immer wieder durch Verstöße gegen die Vorschriften in Hinblick auf Versorgung und gesundheitlichen Zustand der Tiere und Hygiene auf. Besonders bei hohen Temperaturen, wie letzten Sommer, haben Tiere bei den Transporten extrem unter der Hitze und schlechter Wasserversorgung zu leiden. Bis Lebendtiertransporte endlich der Vergangenheit angehören, brauchen wir strengere Sanktionen gegen die Verantwortlichen. Es kann nicht sein, dass Auftraggeber*innen, Speditionen und Fahrer*innen immer wieder für vermeidbare Unfälle und schlechte Versorgung verantwortlich sind und sich dennoch nichts ändert. 


Tiertransporte können wir aktiv und nur dann nachhaltig beenden, indem wir die vegane Lebensweise wählen und tierische Produkte von unserem täglichen Speiseplan streichen.

Leckere und tierleidfreie Rezepte finden Sie unter www.twenty4vegan.de