Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt 11.04.21

Falsche Anwendung von Zeckenmittel kann Katzen töten

 Chiara

Zum Schutz vor der sich rapide ausbreitenden Auwaldzecke, auch als Buntzecke bekannt, greifen viele Tierhalter auf Arzneimittel mit dem Wirkstoff Permethrin zurück. Doch dies ist für manche Tiere nicht ungefährlich, warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Während Hunde die Mittel gut vertragen, können bei Katzen schwere Vergiftungen auftreten, die sogar tödlich enden können.

Permethrin wird seit langem erfolgreich bei einigen Haustieren gegen Ektoparasiten wie Flöhe und Zecken eingesetzt. Das Mittel konnte lange Jahre nur nach eingehender Beratung über den Tierarzt bezogen werden, ist inzwischen aber auch online erhältlich – ganz ohne Beratung.

Vor diesem Hintergrund sollten Tierhalter jedoch die Risiken einer Fehlanwendung bei Katzen beachten. Weil denen ein spezifisches Enzym fehlt, um Permethrin im Körper umzuwandeln, können bei ihnen schwere Vergiftungserscheinungen auftreten, die auch zum Tode führen können.

Die Hauptsymptome einer Permethrinvergiftung bei Katzen sind: Krämpfe, Lähmungserscheinungen, erhöhter Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall und Atembeschwerden. Treten diese Symptome nach einem unbeabsichtigten Kontakt der Katze mit Permethrin auf, sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Die Auwald- bzw. Buntzecke ist Überträger der Babesiose, die zu hohem Fieber und zur Zerstörung der roten Blutkörperchen führen kann, was ebenfalls tödlich enden kann.