aus Newsletter vom 17.02.21 von "Rettet den Regenwald e.V." <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!;

Petition von Rettet den Regenwald: Lasst sie frei! - Mehrere Dorfbewohner wegen Palmöl-Protest festgenommen

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Mitglieder von RIAO-RDC mit Einwohnern der Gemeinde Bongemba / Yahuma

Lasst sie frei! - Mehrere Dorfbewohner wegen Palmöl-Protest festgenommen

Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

die Einwohner zahlreicher Dörfer in der Demokratischen Republik Kongo leiden seit Jahrzehnten unter den Palmölplantagen. Immer wieder kommt es zu Gewalt: 2019 wurde der Dorfbewohner Joel Imbangola erschlagen, 2015 starb ein Ehepaar, dem der Diebstahl einiger Palmölfrüchte vorgeworfen worden war.

Jetzt wurden mehrere Personen nach einem Protestmarsch festgenommen, darunter örtliche Mitglieder der Menschenrechtsorganisation RIAO-RDC. Anlass für den Protest war der Besuch des neuen Besitzers der Firma Feronia-PHC, Herrn Mpinga.

Den Dorfbewohnern wird vorgeworfen, eine Revolte initiiert zu haben. Außerdem werden ihnen Fotoaufnahmen und Interviews mit Journalisten zum Vorwurf gemacht. Zwei von ihnen wurden dem Vernehmen nach auch mit dem Tod bedroht.

Wir fordern:

- Die Festgenommenen müssen sofort freigelassen werden.

- Gewalt, Kriminalisierung und Landraub müssen ein Ende haben.

- Die von den Plantagen betroffenen Einheimischen müssen endlich zu ihrem Landrecht und dem Recht auf freie Zustimmung kommen.

- Europäische Entwicklungbanken müssen bei ihrem Kunden Feronia-PHC auf die Erfüllung dieser Forderungen drängen.

Friedliche Meinungsäußerung darf nicht in willkürlicher Verhaftung und Gewalt enden.

Bitte unterstützen Sie diese Forderungen mit Ihrer Unterschrift.

ZUR PETITION  

Freundliche Grüße und herzlichen Dank

Bettina Behrend
Rettet den Regenwald e. V.

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Eine voll beladene Piroge ist auf dem Kongo-Fluss unterwegs

100 Jahre Landraub Leiden – Aktivisten kämpfen gegen Ausbeutung, Gewalt und Umweltzerstörung

Jean-François Mombia Atuku hat im Jahr 2006 die Organisation RIAO-RDC gegründet, deren Direktor er auch heute noch ist. Sein Ziel ist es, die Rechte der Dorfbewohner durchzusetzen. Jahrelang musste er im Exil leben, zuletzt im Senegal, davor in Congo-Brazzaville und in Uganda. Ende 2020 ist er mit seiner Familie nach Kinshasa zurückgekehrt, trotz aller Gefahren, die ihm in seinem Heimatland drohen.

Die Aktivisten von RIAO-RDC dokumentieren die Missstände in den Feronia-PHC-Konzessionen, informieren die Dorfbewohner über ihre Rechte, unterstützen sie bei deren Wahrung und organisieren Proteste und Demonstrationen. Um in die einzelnen Dörfer zu gelangen, müssen die Mitarbeiter von RIAO-RDC Motorrad-Taxis oder Bootsmieten bezahlen. Für ein Motorrad-Taxi fallen dabei bis zu 100 Euro an.

Bitte unterstützen Sie die Arbeit von RIAO-RDC und Jean-François Mombia Atuku mit einer Spende. Jeder Euro zählt.