aus Newsletter vom 05.02.2021 - "Menschen für Tierrechte" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!;

Fleischkonsum ist größter Naturzerstörer – Agrar- und Ernährungswende überfällig

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­ Newsletter Nr. 02/21 vom 05. Februar 2021 ­
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­ Inhalt
  • Ausstiegsplan muss in die Wahlprogramme
  • UN-Studie: Fleischkonsum ist der größte Naturzerstörer
  • Neues Tierversuchsrecht: Wachsweiches Reförmchen statt großer Wurf
  • Letzte Chance zur Teilnahme an Stadttauben-Umfrage
  • Neue Zirkusverordnung in der Kritik
  • Runder Tisch zum illegalen Online-Tierhandel
  • Affenversuche: Trauriges Urteil in Italien
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Liebe Leserinnen und Leser,

im Herbst ist Bundestagswahl. Deswegen fordern wir derzeit im Rahmen unserer Gemeinschaftskampagne „Ausstieg aus dem Tierversuch. JETZT!“ von den Parteien, ein Ausstiegskonzept aus dem Tierversuch in ihre Wahlprogramme aufzunehmen. Unser Bündnis hat sich darum in Briefen an die Parteivorsitzenden, die tierschutzpolitischen Sprecher der Parteien sowie die Abgeordneten gewandt und deutlich gemacht, weshalb ein Ausstiegsplan aus dem System Tierversuch ein gesellschaftspolitisch zentrales Thema ist und in jedes Parteiprogramm gehört.
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Zum Auftakt der Bundestagswahlkampagne haben wir die Forderung mittels Fotoprojektion öffentlichkeitswirksam auf dem Reichstag platziert. Wir werden jetzt verstärkt Druck machen, damit ein Regierungswechsel auch den lange überfälligen Paradigmenwechsel mit sich bringt. Die ausführliche Pressemitteilung sowie den Offenen Brief finden Sie hier.
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UN-Studie: Fleischkonsum ist der größte Naturzerstörer
Laut einem Uno-Bericht sind der Fleischkonsum und die intensive Landwirtschaft die weltweit größten Naturzerstörer. Nie sei der Verlust von Lebensräumen und biologischer Vielfalt so dramatisch gewesen wie in den vergangenen 50 Jahren. Um den weltweiten Verlust an Tierarten und Ökosystemen zu stoppen, muss sich die Menschheit von ihrem immensen Fleischverzehr verabschieden, fordern die Autoren.
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Nur mit mehr pflanzlicher Ernährung kann der dramatische Verlust an Biodiversität und ökologisch sensiblen Lebensräumen aufgehalten werden. Die Ergebnisse des Berichts bestätigen die Forderungen des Bundesverbandes. Um diesen überfälligen Paradigmenwechsel voranzubringen, fordern wir eine Gesamtstrategie für eine Agrar- und Ernährungswende. Hier lesen Sie die komplette Pressemitteilung.
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Neues Tierversuchsrecht: Wachsweiches Reförmchen statt großer Wurf
Am 20. Januar 2021 hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) zum besseren Schutz von Versuchstieren beschlossen. Doch die Reform enttäuscht: Statt einem großen Wurf liegt hier nur ein wachsweiches Reförmchen vor, bei dem die Bundesregierung den Spielraum für deutlich mehr Tierschutz nicht genutzt hat.
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Foto: iStock/filo
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Angesichts der nach wie vor hohen Tierversuchszahlen und dem jahrelangen Druck der Tierschutzvertreter und der EU-Kommission für eine wirkungsvolle Neufassung, ist die Reform enttäuschend und nicht mehr als ein Tippelschritt hin zu mehr Schutz für die Tiere in den Laboren. Mehr Infos unter tierrechte.de.
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Letzte Chance zur Teilnahme an Stadttauben-Umfrage
Die Stadttauben-Umfrage des Bundesverbandes geht in die letzte Runde: die Teilnahme an der bundesweiten Befragung ist noch bis einschließlich 10.02.2021 möglich.
Die Umfrage richtet sich an Menschen, die sich mit der Betreuung von Stadttaubenschlägen befassen. Ihre praktischen Erfahrungen und Erfolgsberichte sollen zu mehr Erkenntnissen über tiergerechte Stadttaubenkonzepte führen. Mit der Auswertung von Best-Practice Beispielen sollen erfolgreiche Konzepte portraitiert werden. Hier geht’s zur Teilnahme und weiteren Informationen.
Lesen Sie dazu auch das überarbeitete Interview mit Rudolf Reichert, dem Mitentwickler des „Konzepts zur tierschutzgerechten Regulierung der Stadttaubenpopulation“ aus Augsburg.
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Neue Zirkusverordnung in der Kritik
Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat einen Entwurf für eine neue Zirkusverordnung (TierSchZirkV) vorgelegt. Ein Zusammenschluss an Verbänden hat dazu eine umfassende Stellungnahme eingereicht. Die Verbände kritisieren darin unter anderem, dass nur wenige Tierarten in Zukunft nicht mehr im Zirkus auftreten sollen. Dies sind Giraffen, Elefanten, Nashörner, Flusspferde sowie Primaten und Großbären.
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Das klingt zunächst nach einem Fortschritt. Allerdings leben aktuell nur noch wenige Exemplare dieser Tierarten in deutschen Zirkusbetrieben. Ein solches Auftrittsverbot ist zwar wichtig – allerdings dürfen nach dem Entwurf die in weitaus größerer Anzahl in den deutschen Zirkussen noch vertretenen Großkatzen (insbesondere Löwen und Tiger), Zebras, Greifvögel bzw. Eulen und Reptilien weiterhin im Zirkus zur Schau gestellt werden. Die unterzeichnenden Organisationen fordern deswegen vom BMEL ein umfassendes Verbot für alle Wildtiere in Zirkussen und rufen das Ministerium auf, einen ernstgemeinten, dem Tierschutzgesetz entsprechenden Verordnungsentwurf vorzulegen bzw. den aktuellen Referentenentwurf zu überarbeiten. Hier lesen Sie die gemeinsame Stellungnahme.
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Runder Tisch zum illegalen Online-Tierhandel
Angeheizt durch die Pandemie boomt derzeit der illegale Welpenhandel auf Internetplattformen und über Social-Media-Kanäle. Um den illegalen Tierhandel im Internet effektiver zu bekämpfen, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zu einem Runden Tisch eingeladen. Teilnehmer waren Internetplattformen, Tierschutz- und Tierärzteverbände sowie die Heimtierbranche. Im Austausch zeigte sich deutlich, dass großer Handlungsbedarf besteht. Die Forderung des Bündnisses aus den Tierschutzorganisationen war klar: Es müssen dringend Gesetze erlassen werden, die den Online-Handel mit Tieren sicher machen und kriminelle HändlerInnen vom Markt ausschließen. Nur so kann massives Tierleid verhindert und kriminelles Handeln strafrechtlich verfolgt werden.
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Mehr zum Thema Welpenhandel lesen Sie hier. In der Pandemie sind Haustiere gefragt wie selten zuvor. Die Tierethikerin Friederike Schmitz sieht darin ein Problem und fordert, Handel und Zucht zu verbieten. Ihre Idee: Tiere müssten zu Vollmitgliedern der Gesellschaft werden.
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Affenversuche: trauriges Urteil in Italien
Die grausamen Hirnversuche an Affen an der Universität Parma dürfen fortgesetzt werden. Dies hat der oberste Gerichtshof in Italien entschieden. Unsere italienische Partnerorganisation LAV hatte über zwei Jahre dafür gekämpft, die Hirnversuche an Makaken zu beenden. Sie hatten über 440.000 Unterschriften italienischer BürgerInnen gesammelt, um die Tiere zu befreien. Dies war großartige Arbeit und wir werden uns weiterhin auf europäischer Ebene gegenseitig unterstützen. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Foto: André Ueberbach. Fotolia.com
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