aus Newsletter von Pro Animale für Tiere in Not vom 02.04.20

Brief an unsere Pro Animale Freunde

 

 
Gemeinsam Gutes tun und Zeichen der Empathie schaffen ...

Liebe Freunde von Pro Animale,
so befinden wir uns in einer außerordentlich prekären Zeit um das Schreckgespenst Corona Covid-19, von dem wir noch nicht wissen, nur erahnen können, in welch desaströsem Ausmaß dieses uns um alle gewohnten Koordinaten unseres Lebens wird bringen können. Wir sind vereint in unserem Ausgesetzt-Sein. Zum ersten Mal verlieren wir uns in einer Angst, die bodenlos wird, können wir doch die hereinbrechende Bedrohung nicht kalkulieren oder gar deren Ende antizipieren.
Um wie viel mehr muss die Angst sein, von welcher Tiere ergriffen werden: in den Versuchslaboren, den Schlachthäusern, den Todestransporten, an all den Orten, an denen Tiere uns gnadenlos ausgeliefert sind. Wo wir ein Ende erhoffen können, wird die Angst geringer. Tiere aber hoffen nicht auf eine bessere Zukunft, sie leiden im Jetzt – die Dimension der Angst ist für sie bedingungslos.
Liebe Freunde von Pro Animale, für all jene Einrichtungen, die täglich der Fürsorge für Mitgeschöpfe verpflichtet sind, ist diese Zeit eine außerordentliche und bange Herausforderung, befürchtet man doch, dass Pfleger erkranken könnten und somit die adäquate Pflege abrupt und einschneidend nicht mehr gewährleistet sein könnte. Wir arbeiten daran, ein Management in unseren 29 Tierherbergen zu etablieren, welches die tägliche Versorgung unserer über 3400 Schützlinge sicherstellt.
Wie Sie wissen, liebe Freunde von Pro Animale, ist allerdings die tägliche Praxis unseres Pro Animale-Hundelebens eine überaus aufwendige im Hinblick auf die Präsenz unserer Tierpfleger. Auch die Grenzschließung zu Polen hat uns vor ungeahnte Probleme gestellt, wurde bislang doch das Katzen- und Hundefutter für unsere nord- und mittelpolnischen Herbergen und für unser sehr umfangreiches Programm für ehemalige Kettenhunde (monatl. knapp 4 Tonnen) sowie ein Teil unseres Pferdefutters über unser Lager in der Nähe unseres Rendezvous mit Tieren verteilt. 

Unser Büro in Schweinfurt ist verwaist: Bis auf meine Mutter und mich und unsere nur an manchen Tagen präsente Buchhalterin sind alle Mitarbeiter in Kurzarbeit entlassen. So wird der diesjährige Frühjahrestropfen Sie, liebe Freunde, leider verspätet erreichen.
 
Sie wissen, dass der tägliche Einsatz in unserer Kastrations- und Unfallklinik in Altinoluk/Türkei, unser Einsatz für die über 410 ehemaligen Kettenhunde in den Refugien und für unsere über 3400 Tiergeschwister in unseren Herbergen außerordentlich ist. Es ist uns ein großes Anliegen, Sie über die Nachhaltigkeit und Tragweite unserer Arbeit detailliert zu informieren, denn auf diese Weise dürfen wir auf Ihren Beistand vertrauen.

Ich darf Ihnen aber heute schon die besondere Nachricht zukommen lassen, dass es uns in letzter Minute, kurz vor der Grenzschließung zu Polen, möglich war, elf Pferde vor den Greueln der länderübergreifenden Schlachttiertransports zu retten. Im kommenden Tropfen werden Sie, liebe Freunde, eine ausführliche Dokumentation dieser Rettung in Händen halten.
 
 
Am Ende meiner Zeilen an Sie, liebe Freunde, darf ich Ihnen aber von einem wahr gewordenen Wunder berichten:

Wie Sie aus der Lektüre unseres DER TROPFEN wissen, kümmern wir uns seit über einem Jahr um die Insassen des Tierheims der polnischen Ostseestadt Kolberg, in unserer Nachbarschaft zu Fallada gelegen. So waren wir im Januar wieder vor Ort. Selbstverständlich haben wir auch diesmal stark mitgenommene Hunde in die Obhut unserer Doris Zinn Herberge, in der aktuell 62 Hundesenioren leben, übernommen.

Ich fand die Hündin Dunja, die seit Wochen in einer Quarantänezelle des Tierheims völlig gelähmt in Seitenlage lag. Die Hündin diesem Leiden länger ausgesetzt zu lassen, war uns unmöglich, doch wir hatten kaum Hoffnung, dass Dunja noch einmal den Schritt zurück in ein wenn auch gehandicaptes, aber doch adäquates Leben schaffen würde.

Es gleicht einem Wunder: Unsere engagierten Tierpflegerinnen in unserer  Doris Zinn-Herberge haben mit viel Fürsorge, intensiver Pflege und Physiotherapie es ermöglicht, dass Dunja wieder laufen lernen durfte – Dunja genießt die Geborgenheit in unserer Herberge gemeinsam mit ihren neuen Hundefreunden.

Sehen Sie selbst!
Mit einem Mausklick auf das Bild, gelangen Sie zu dem Video!
 
Dunja_einwahrgewordenesWunder

aus Newsletter vom 03.04.20 von Laboklin GmbH & Co KG

Bad Kissingen03.04.2020
COVID-19: Infos für erkrankte Tierhalter
 
Die Verunsicherung wird nicht geringer. Auch wenn es bisher keine Hinweise darauf gibt, dass sich Menschen bei Hunden und Katzen mit SARS-CoV-2 infizieren können: die Meldung über positiv auf den Erreger getestete Katzen erhöht wieder die Zahl an Nachfragen.
Die Vereinigung österreichischer Kleintiermediziner hat ein Informationsblatt für an Covid-19 erkrankte Tierbesitzer herausgegeben, das Ihnen in der Praxis vielleicht bei der Beantwortung einiger Fragen helfen wird. Sie können es sich hier ansehen und herunterladen:
Informationen für an COVID-19 erkrankte Besitzer von Hunden und Katzen
Das Friedrich-Löffler-Institut

hat seine FAQs nach den letzten Meldungen zwar aktualisiert, nicht aber seine Einschätzung geändert:

    „Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen (siehe auch Einschätzung des European Centre for Disease Control www.ecdc.europa.eu und der WHO www.who.int). Bei der Covid-19-Pandemie ist die Übertragung von Mensch zu Mensch ausschlaggebend für die Verbreitung.“

aus Newsletter vom 20.03.20 - "LABOKLIN GmbH & Co. KG" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!;

Bad Kissingen20.03.2020
Empfehlungen/Vorsichtsmaßnahmen von bpt und BLTK

Der bpt und die Bayerische Landestierärztekammer haben Informationen nach aktuellem Kenntnisstand in Sachen SARS-CoV-2 zusammengestellt, die für Sie hilfreich sein könnten. Wir möchten Sie daher auch von unserer Seite noch einmal darauf aufmerksam machen:
Zum einen gibt es eine Übersicht der aktuellen Empfehlungen zu allgemeinen (z.B. Abstand zu anderen halten, häufiges und gründliches Händewaschen etc.) und praxisbezogenen Präventivmaßnahmen (telefonische Terminvereinbarung, Einschränkung Anzahl Begleitpersonen, usw.) sowie ein Hinweisblatt für Landwirte für die Rinderpraxis.
Zum anderen hat der bpt ein Merkblatt erstellt „Coronavirus – was Praxisinhaber/Arbeitgeber nunmehr beachten sollten“. Darauf finden Sie u.a. Informationen dazu, was bei einem Verdachtsfall im Betrieb oder bei infizierten Mitarbeitern zu tun ist, ob Ihnen als Selbstständigen Ansprüche zustehen, falls Betrieb/Praxis während der Dauer einer Quarantäne ruhen, u.v.m.   
Diese genannten Infoblätter können Sie hier abrufen:
Bayerische Landestierärztekammer: Infoblätter
Auch die Bundestierärztekammer stellt Ihnen auf ihrer Webseite Wissenswertes zum Thema Coronavirus zur Verfügung, darunter z.B. Anregungen für den Praxisablauf: www.bundestieraerztekammer.de 
Aktuelle Nachrichten & Entwicklungen aus tierärztlicher Sicht stellt der bpt auf seiner Homepage dar:   www.tieraerzteverband.de 

Wir beobachten die Lage weiter und werden Sie auf dem Laufenden halten.
Selbstverständlich sind wir weiter für Sie da, die Probenabholungen sollten problemlos erfolgen.
Sie haben Fragen? Zögern Sie nicht, sich bei uns zu melden.
Wir bei LABOKLIN arbeiten weiter für Sie und Ihre Patienten – verlassen Sie sich auf uns.





Ihr LABOKLIN-Team

aus Newsletter von VIER PFOTEN vom 03.04.20

Tierschutztiere, für die hier in Deutschland ihr zweites gesicherters Leben anfängt, dürfen weder aus Spanien, noch aus Polen noch aus Rumänien, usw. usw. transportiert werden. Viele werden das in Tötungsstationen mit dem Leben bezahlen.
Aber die Tiertransporte der sogenannten Nutztiere aus Deutschland heraus, die gehen munter weiter. Hat die Gier eigentlich nicht schon genug angerichtet?

Petition von Vier Pfoten: Tiertransporte stoppen. Jetzt!

 

Neues von VIER PFOTEN
© VIER PFOTEN | Fred Dott
Tiertransporte stoppen. Jetzt!

Liebe Tierfreunde,

es ist nicht zu fassen: Die EU-Kommission hat in der Corona-Krise die ohnehin niedrigen Tierschutzbestimmungen bei Lebendtiertransporten gelockert. So sind derzeit keine offiziellen Original-Zertifikate zum Transport nötig, auch müssen keine Amtstierärzte bei der Verladung vor Ort sein.

Als hätten die Tiere bei Transporten nicht schon genug zu leiden! Ihre Lage hatte sich in der aktuellen Krise bereits dramatisch verschlechtert. Wir fordern den sofortigen Stopp aller Tiertransporte!
Hintergrund

Nach den oft tagelang andauernden Horrorstaus an Länder-Grenzen und Übergängen zu Drittstaaten will die EU-Kommission für ihre Mitgliedsstaaten Erleichterungen bei Lebendtiertransporten einführen, um einen ungehinderten Warenfluss zu gewährleisten: Dazu hat die EU Leitlinien für Grenzkontrollmaßnahmen an die Mitgliedsstaaten geschickt und eine Durchführungsverordnung verabschiedet, die am 31. März in Kraft getreten ist.

In den nächsten zwei Monaten haben die Mitgliedsstaaten demnach die Möglichkeit, Kontrollvorgänge stark zu vereinfachen und abzubauen. So sind keine offiziellen Original-Zertifikate nötig, um die Transporte abzufertigen, sodass auch Fälschungsmöglichkeiten erhöht werden. Darüber hinaus soll die Abfertigung von Transporten dadurch vereinfacht werden, dass kein Amtstierarzt bei der Verladung vor Ort sein muss.
Zum Online-Protest
Anstatt Tiertransporte zu vereinfachen, müssen sie gerade jetzt gestoppt werden! In der aktuellen Situation weiß man nie, ob ein Land plötzlich seine Grenzen schließt. Dann würden die Transporte feststecken – wie wir es auch schon vor kurzem gesehen haben.

Tiere sind empfindungsfähige, leidensfähige Lebewesen und keine globale Ware zur reinen Profitmaximierung! Politik und Wirtschaft in der EU und auch in Deutschland dürfen die aktuelle Situation nicht als wirtschaftliches Deckmäntelchen benutzen, um den ohnehin schon niedrigen Tierschutzstandard noch weiter zu untergraben.

Wir werden weiter für die Tiere kämpfen. Danke, dass Sie uns dabei unterstützen!

Liebe Grüße
Ihr VIER PFOTEN Team

 

aus Newsletter von RND Redaktionsnetz Deutschland vom 16.03.20

Sorge um Hund in Hongkong: Können sich Haustiere wirklich mit Corona infizieren?

  • In China soll sich ein Hund mit dem neuartigen Coronavirus infiziert habe.
  • Tierbesitzer sind deshalb weltweit in Sorge und diskutieren in den sozialen Medien über den Fall.
  • Experten halten solche Infektionen aber für unwahrscheinlich.

Hongkong. Die Nachricht versetzte so manchen Haustierbesitzer in Panik: Ein Hund in Hongkong soll sich mit dem Coronavirus infiziert haben und ist nun unter Quarantäne. Proben aus dem Mund und aus der Nase des Hundes seien „schwach positiv“ auf das neue Coronavirus getestet worden. Das heißt allerdings nichts, sagen Experten.

Denn: nachgewiesen sind die Viren nur im Schnauzenbereich des Hundes - nicht aber im Blut. Möglicherweise hat der Hund also nur seine Besitzerin abgeschleckt und hatte die Viren deswegen im Maul. Eine Infektion hingegen konnte noch nicht nachgewiesen werden.

Hund mit Coronavirus infiziert? Das sagen die Experten

Der Molekularvirologe Jonathan Ball erklärte gegenüber der britischen “The Sun”: „Die Tatsache, dass das Ergebnis des Tests sehr schwach positiv war, weist darauf, dass lediglich Coronavirus-Spuren aus der Umwelt oder aus dem Kontakt mit infizierten Menschen in der Probe des Hundes gelandet sind.“ Er hält die Übertragung des Coronavirus COVID-19 vom Menschen aufs Haustier und umgekehrt also weiterhin für unwahrscheinlich.

So auch Albert Osterhaus, Virologe an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Er betrachte den Fall „sehr zurückhaltend“. Man könne es nicht ausschließen, aber es sei nicht wahrscheinlich, sagte er über die Ansteckung von Menschen bei Tieren oder Tieren bei Menschen.

Coronavirus bei Haustieren: Das sagen offizielle Stellen

Auch das Bundesamt für Veterinärwesen in der Schweiz äußerte sich: “Es gibt keinerlei Anzeichen, dass das Virus bei Hunden oder Katzen auftritt. Im gleichen Zug gibt es keine Hinweise, dass das Virus von diesen Heimtieren auf den Menschen übertragen werden könnte.”

Die WHO äußerte sich ähnlich: “Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen Anhaltspunkt, dass Haustiere wie Hunde oder Katzen mit dem neuen Coronavirus infiziert werden können”, schrieb die Weltgesundheitsorganisation in einer Infografik bei Instagram.

Nichtsdestotrotz sei es immer eine gute Idee, die Hände nach dem Kontakt mit Haustieren mit Wasser und Seife zu waschen, um sich beispielsweise auch vor Salmonellen oder E.-Coli-Bakterien zu schützen.

Update: Die Ergebnisse aus Hongkong sind da

Liebhaber von Vierbeinern können aufatmen: Als Haustiere gehaltene Katzen und Hunde können das neue Coronavirus nicht an Menschen übertragen und daran nicht schwerwiegend selbst erkranken. Zu dem Schluss kam die Hongkonger Landwirtschafts- und Fischereibehörde. Demnach können Haustiere zwar niedrige Werte des Erregers aufweisen, wenn sie sich bei ihren Besitzern angesteckt haben. Aber die Behörde erklärte: „Es gibt keine aktuellen Hinweise darauf, dass Haustiere eine Infektionsquelle von Covid-19 sein können oder dass sie krank werden können.“

Was den Hund in Quarantäne betrifft, stimmen Hongkonger Wissenschaftler und Experten der Weltorganisation für Tiergesundheit überein, dass er einen niedrigen Infektionsgrad aufweist und es sich „wahrscheinlich um einen Übertragungsfall von Mensch zu Tier“ handelt. „Abgesehen vom Bewahren einer guten Hygiene müssen sich Haustierbesitzer nicht zu viele Sorgen machen und unter keinen Umständen sollten sie ihre Haustiere aussetzen“, teilte die Behörde mit.