Quelle: Lokalcompass.de vom 17.05.18

Für den Erhalt aller Bäume am Parkplatz P1

Heute wurde auf dem Parkplatz P1 gegen die Planungen, Bäume zu fällen, demonstriert. Die Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER unterstützt den Heimat und Bürgerverein Stockum-Lohausen e.V. und die Baumschutzgruppe Düsseldorf in ihrem Kampf für den Erhalt der Natur.

Alexander Führer, stellv. Geschäftsführer der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER: „Um Missverständnissen vorzubeugen, nochmals ganz klar: Wir sind für das Ed Sheeran Konzert in Düsseldorf. Wir sind aber auch dafür, dass die Bäume auf dem Parkplatz P1 unangetastet bleiben. Deshalb sind dafür, dass entweder ein anderer Standort für Open Air Veranstaltungen gesucht wird oder Ed Sheeran zwei Konzerte in der Esprit Arena durchführt. Das können andere auch, wie z.B. die Toten Hosen am 12. und 13. Oktober 2018. Und es hilft, das jährlich anfallende Defizit der Esprit Arena zu verringern.“

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Quelle:  RP-Online vom 14.05.18

Erkrath - Naturschützer wider Willen

Wildbienen wählen Tennisclub als Heimat

tierschutz bienen

Erkrath Auf dem Gelände des TSCU leben jetzt Einsiedlerbienen. Die Tennisspieler nehmen es gelassen.

 

Zum Start der Sommersaison müssen sich die Sportler des TSCU mit neuen Nachbarn anfreunden: Einsiedlerbienen haben sich die Tennisanlage als neue Niststätte ausgesucht. Zwei Erdwälle zwischen den Tennisplätzen haben die Insekten mit Beschlag belegt, mehrere hunderte summen dort momentan herum. Für die Tennisspieler war das zunächst eine beunruhigende Situation. "Wir hatten schon überlegt, einen Kammerjäger zu engagieren", berichtet Pressewart Thomas Vogel. Die Bienen fliegen nämlich über die Wege und teilweise auch über die Plätze. "Dann haben wir aber erfahren, dass die Wildbienen unter Naturschutz stehen. Loswerden konnten wir sie also nicht."

Im Verein beschloss man daher, mehr über die Bienen herauszufinden. Rat suchten sich Vogel und Beiratsmitglied Ernst Becker beim Naturschutzzentrum Bruchhausen. Von der Leiterin Karin Blomenkamp erfuhren sie, dass sie mit den Einsiedlerbienen recht umgängliche neue Nachbarn haben. "Frau Blomenkamp erzählte uns, wie wichtig die Wildbienen sind. Sie sind deutlich produktiver als die Honigbienen und bestäuben fast doppelt so viele Pflanzen", so Vogel. Außerdem sei jede Wildbienenart auf bestimmte Pflanzen spezialisiert, so dass man sich um den Erhalt der Bienenarten sorgen müsse.

Sorgen machte den Tennisspielern indes ein ganz anderes Thema. "Viele Eltern haben befürchtet, dass ihre Kinder gestochen werden könnten", sagt Becker. Einsiedlerbienen gelten unter Fachleuten jedoch als sehr passiv - Gefahr für einen Stich besteht eigentlich nur, wenn man direkt auf eine tritt. Denn wie der Name schon erahnen lässt, nisten diese Bienen in der Erde. Dazu gräbt sich jedes Weibchen ein eigenes kleines Loch, in das es Eier legt. Die Erdwälle auf dem TSCU-Gelände sind jetzt von hunderten Löchern überzogen. Der lockere, weitgehend unbewachsene Boden eignet sich als Niststelle offenbar gut.  

"Die Bereiche haben wir jetzt abgesperrt, damit niemand versehentlich auf eine Biene tritt", erklärt Becker. Gemeinsam mit Vogel bemüht er sich außerdem, bei den Mitgliedern Ängste abzubauen. Aushänge bei den abgesperrten Bereichen sollen helfen, die Bienen zu verstehen. Langfristig wird der Verein mit den Tieren leben müssen, denn Einsiedlerbienen sind standorttreu. Sie werden also wahrscheinlich immer wieder auf dem Gelände nisten. Nach Rücksprache mit der Naturschützerin nehmen es die Tennisspieler gelassen. "Wir haben jetzt also unser eigenes kleines Naturschutzgebiet", sagt Vogel. Den neuen Kontakt zum Naturschutzzentrum Bruchhausen würde er gern weiter ausbauen. "Unsere Jugendarbeit muss ja nicht immer zweckgebunden sein. Da könnte es auch mal einen Ausflug zum Naturschutzzentrum geben: Als Wandertag oder im Rahmen unseres Ferienprogramms." Rund 170 junge Spieler hat der Verein im Moment.

In ein paar Wochen wird in Sachen Bienen aber erst mal Ruhe einkehren. Dann sind die Eier gelegt und die alten Bienen sterben. Somit stören die Tiere auch nicht bei der Planung des großen Sommerturniers, den "Neandertal Tennis Open". Zur Turnierwoche vom 9. bis 16. September werden mehr als 120 Teilnehmer erwartet - die alle aufzuklären, wäre aufwändig. Erst im nächsten Frühjahr, wenn die neue Generation geschlüpft ist, geht das Nisten dann wieder von vorne los.

(rab)
 

lt. Top agraronline.de vom 11.05.18

Prof. Blaha und TVT fordern tiergerechte Sauenhaltung

Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz fordert endlich die artgerechte Unterbringung von Sauen. Die Organisation, der 1.300 Tierärzte angehören sollen, hat ein Merkblatt veröffentlicht, in dem sie Vorschläge macht, wie Sauen in Zukunft gehalten werden sollen. Gefordert wird u.a. die Gruppenhaltung im Deckzentrum und das Verbot des Ferkelschutzkorbes.

Das deutsche Tierschutzgesetz schreibt neben einer angemessenen Ernährung und Pflege auch eine verhaltensgerechte Unterbringung von Tieren vor. Vor diesem Hintergrund kritisiert die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) die Fixierung der Sauen im Ferkelschutzkorb. Sie sei war zwar gesetzlich erlaubt, gleichzeitig sei aber unstrittig, dass Sauen dadurch in ihrem Verhalten und Wohlbefinden stark beeinträchtigt sind, heißt es bei TVT.

Die Organisation, der nach eigenen Angaben mehr als 1.300 Tierärzte angehören, erklärt weiter, dass sich derzeit viele die Frage stellen, wie eine verhaltensgerechte Unterbringung aussehen sollte. Um dies zu klären, hat die TVT verschiedene wissenschaftliche Studien ausgewertet und auf dieser Basis ein Merkblatt erarbeitet, welches auf sämtliche Aspekte der Sauenhaltung und Ferkelproduktion eingeht.

Prof Thomas Blaha, Vorsitzender der TVT, erklärt dazu: „Mit diesem Merkblatt fordern wir wissenschaftlich fundiert eine tiergerechtere Sauenhaltung. Die Verbesserung der Lebensbedingungen der Tiere wie beispielsweise das Abferkeln ohne Fixierung oder die Gruppenhaltung im Deckzentrum sind praktisch umsetzbar, unser Merkblatt zeigt auf, worauf dabei geachtet werden muss."

Wie Prof. Blaha und seine Mitstreiter schreiben, ist die Gruppenhaltung im Deckzentrum schon heute möglich. Die Ergebnisse von Studien und Praxiserfahrungen von Betrieben, die bereits die Gruppenhaltung im Besamungsstall praktizieren, zeigen, dass dies möglich ist, heißt es dazu. Deutlich wird die tierärztliche Vereinigung beim Thema Abferkelstall. Bewegungsbuchten statt Ferkelschutzkorb im Abferkelstall lautet die Forderung. „Wir fordern schon länger das freie Abferkeln in Bewegungsbuchten statt der Fixierung der Sauen im Ferkelschutzkorb“, heißt es dazu bei TVT wörtlich.

Auch mit dem Thema Jungsaueneingliederung und Zyklussteuerung ohne PMSG befasst sich das Merkblatt. Die TVT empfiehlt, auf den Einsatz von PMSG zu verzichten, da es bei der PMSG-Gewinnung von tragenden Stuten vielfach zu großen Belastungen und tierschutzrelevanten Mängeln gekommen ist.

Weiter äußern sich die Tierärzte zu den „Tierschutzindikatoren". Diese müssen von den Haltern seit 2014 erhoben und bewertet werden, um eine Einschätzung des Wohlergehens der Tiere zu ermöglichen. Der Gesetzgeber hat die Indikatoren allerdings noch nicht konkretisiert, die TVT nennt im Merkblatt die wichtigsten Indikatoren für Sauen und Saugferkel, die in der Praxis mit geringem Aufwand erfassbar, aussagekräftig, objektiv und aufgrund der Forschungsergebnisse sinnvoll sind.

Bei den Sauen gehören dazu neben den allgemeinen Kennzahlen wie Antibiotika-Therapieindex oder Umrauschquote beispielsweise auch die tierbezogenen Indikatoren wie Kotkonsistenz und Vulvaverletzungen. Bei den Saugferkeln ist neben den Saugferkelverlusten und der Anzahl der notgetöteten Ferkel auch die Erhebung von Lefzen-/Nasenbeißen wichtig.

Wichtig ist aber laut TVT, dass die betriebliche Eigenkontrolle erst dann zu einer Verbesserung des Befindens der Tiere führt, wenn über einen längeren Zeitraum standardisierte Merkmale erhoben, verglichen und bei Abweichungen die Ursachen ermittelt und schnellst möglich abgestellt werden. Das komplette Merkblatt finden Sie hier:

lt. tagesschau.de vom 11.05.18 - Von Marie Mallinckrodt und Arne Meyer-Fünffinger

Trinkwasser wird immer teurer

Wasser ist Leben. Aber Wasser ist auch teuer - und Trinkwasser wird immer teurer in Deutschland. Ein Grund: die hohe Nitratbelastung des Grundwassers.

Das Umweltbundesamt warnte bereits im vergangenen Jahr, der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sowie die Grünen zogen nach: Das Trinkwasser könnte bald in vielen Regionen deutlich mehr Geld kosten. Und es ist tatsächlich so: Bundesweit sind die Trinkwasserkosten zwischen 2005 und 2016 im Schnitt um über 25 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Auswertung der Grünen-Bundestagsfraktion, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Die allgemeinen Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum nur um rund 16 Prozent.

Die Zahlen zur Entwicklung des Wasserpreises variieren allerdings sehr stark. Während Trinkwasser für Haushalte in Berlin, Brandenburg und Thüringen in diesem Zeitraum günstiger geworden ist, liegt die Kostensteigerung in Bayern mit knapp 60 Prozent so hoch wie in keinem anderen Bundesland. Dortige Wasserversorger betonen, dass es selbst innerhalb der Bundesländer hinsichtlich des Wasserpreises regional große Schwankungen gebe.

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Hohe Nitratwerte

Dünger und Gülle auf Feldern belasten das Grundwasser. Die Folge: Wegen der hohen Nitratbelastung wird die Aufbereitung immer schwieriger. Wasserversorger warnen, dass der Preis fürs Trinkwasser bald kräftig steigen könnte - um bis zu 62 Prozent. | mehr

Was die jährlichen Wasserkosten angeht, liegen Haushalte im Freistaat Bayern allerdings im unteren Mittelfeld. Am höchsten war die durchschnittliche Wasserrechnung 2016 bei Haushalten in Nordrhein-Westfalen mit knapp 300 Euro. In Bayern waren 205 Euro fällig. Am günstigen lebte es sich in der Bundeshauptstadt mit fast 173 Euro, haben die Grünen aus Daten des Statistischen Bundesamtes ermittelt.

Hofreiter: Landschaft "mit Gülle überschwemmt"

Umweltbundesamt, Grüne und auch der Bundesverband der Energie- und Wasserversorger sehen alle einen gewichtigen Grund für die Preissteigerung: die hohe Nitratbelastung des Grundwassers in Deutschland. Betroffene Wasserversorger müssten zu teuren Aufbereitungsmethoden greifen: "Gerade in Gebieten mit landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen ist das Grundwasser häufig durch zu viel Stickstoff belastet", erklärte das Umweltbundesamt bereits 2017.

tierschutz hofreiter

Nitrate im Grundwasser Nur Malta hat höhere Werte

Das Grundwasser in Deutschland weist im EU-Vergleich die zweithöchste Nitratbelastung auf. Zwischen 2012 und 2015 wurde bei mehr als einem Viertel der Messstationen der Grenzwert überschritten. | mehr

Der Stickstoff stammt aus Mineraldüngern für den Obst- und Gemüseanbau oder Gülle und Mist aus der intensiven Tierhaltung, die auf die Felder aufgebracht werden. Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft warnte im vergangenen Jahr vor der Gefahr für das Grundwasser durch die "industrielle Landwirtschaft".

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter macht vor allem eine Überdüngung in der Landwirtschaft für die Grundwasserbelastung verantwortlich.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sieht aufgrund dieser Auswertung die Bundesregierung in der Pflicht. Seiner Meinung nach sind die steigenden Trinkwasserpreise auch das Ergebnis der Agrarindustriepolitik der Bundesregierung: "Wenn die Bundesregierung die Agrarindustrie unsere Landschaft mit Gülle überschwemmen lässt, zahlt nicht zuletzt der Trinkwasserverbraucher die Zeche dafür", sagte Hofreiter. Für die Kosten der Massentierhaltung müssten alle den Kopf hinhalten. Hofreiter fordert: "Wir brauchen endlich eine Bundesregierung, die diesen Skandal nicht stillschweigend  hinnimmt, sondern die Überdüngung unserer Gewässer beendet."

Neue Düngeverordnung aus dem Jahr 2017

Im Frühjahr 2017 erst wurde unter der alten Großen Koalition eine Novelle der Düngeverordnung verabschiedet, nachdem Deutschland bereits von der EU-Kommission wegen der Nicht-Einhaltung der EU-Nitratrichtline verklagt worden war. Die neue Düngeverordnung beinhaltet unter anderem Obergrenzen für Stickstoffdüngung und strengere Dokumentationspflichten.

Für die Grünen geht die Neuerung, die noch einige Punkte mehr umfasst, nicht weit genug. Sie forderten schon im Wahlkampf ein Pestizidreduktionsprogramm, weniger Antibiotika in der Massentierhaltung und eine Stickstoffstrategie gegen übermäßigen Gülle-Einsatz.

Die neue Große Koalition hat sich darauf geeinigt, den Anteil des Ökolandbaus bis 2030 auf 20 Prozent auszubauen. Neben den Fragen der angemessenen Düngung stehen vor allem der Unkrautvernichter Glyphosat und das Tierwohllabel im Fokus. Der Koalitionsvertrag verspricht etwa, die Nutzung von Glyphosat enden lassen zu wollen. Hier müssen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Umweltministerin Svenja Schulze erst noch eine gemeinsame Strategie vorlegen

lt. RP-Online vom 11.05.2018 + Peta

Tierschützer kritisieren Welt-Katzenausstellung in Wesel

tierschutz katzenausstellung in weselWesel
Die Tierschutzorganisation Peta übt scharfe Kritik an einer Ausstellung von Rassekatzen in der Weseler Niederrheinhalle, die am Samstag, 12. Mai, startet. Konkret machen sie den Organisatoren der Weltkatzenausstellung zum Vorwurf, die Katzen unter großen Stress zu setzen. Ferner gebe es bei Rassekatzen eine "Zuchtindustrie", die fortlaufend Katzenbabys produziere und dabei immense gesundheitliche Probleme der Tiere in Kauf nehme.

Die Essenerin Anneliese Hackmann ist Organisatorin der Weltausstellung. Vor 30 Jahren war sie mit ihrer Show schon in Wesel zu Gast, über zehn Jahre kam sie an den Niederrhein. Nun kehrt sie mit diesem Konzept zurück und hofft auf regen Besuch. 150 Tiere samt Züchtern kommen am Wochenende nach Wesel. Sieben Preisrichter bewerten dann die Qualität der einzelnen Rassekatzen. Hackmann will den Vorwurf, die Tiere mit dieser Show zu quälen, nicht gelten lassen. Sie ist Präsidentin des Vereins "Deutsche Edelkatze" und gleichzeitig Präsidentin der "World Cat Federation", der laut Hackmann 370 Organisationen weltweit - von Brasilien bis Russland - angehören.
Hackmann verweist darauf, dass sie an Gesetzgebungsverfahren zum Tierschutz bei der EU als Expertin beteiligt gewesen sei, sich schon allein mit dem Hintergrund dieser speziellen Expertise um das Tierwohl kümmere. Dass es in den vergangenen Jahren Missbildungen bei Katzen gab, leugnet sie nicht. So seien in Amerika Katzen der Rasse "American Bombay" gezüchtet worden, bei denen der Kopf geplatzt sei. In Holland seien Perserkatzen mit extrem kleinen Nasen gezüchtet worden. Solche Tiere seien in Wesel nicht zu sehen - bewusst lehne ihr Verband solche Züchtungen ab. Die in der Niederrheinhalle gezeigten Katzen seien alle geimpft und gechippt. Tiere auch aus dem Ausland werden erwartet.

Die selbst ernannten Tierschützer von Peta, die immer wieder auch mit militanten Aktionen für Tierwohl zu werben versuchen, sprechen von einem "Rassewahn" in Bezug auf Katzen. Der Züchtung von Katzen wegen eines bestimmten Merkmals müsse ein Ende gesetzt werden, fordert Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei Peta. "Katzen sind keine Legosteine, die beliebig nach Form und Farbe zusammengesetzt werden können. Die absurden Verformungen ihrer Körper nach Maßgaben der Verbände bedeuten für die Tiere mitunter lebenslanges körperliches Leid. Zudem verschärft jedes gezüchtete Tier die Situation für die vielen heimatlosen Tiere, die in den Tierheimen sehnlichst auf ein neues Zuhause warten." Zahlreiche der auf bestimmte Merkmale hin gezüchteten Tiere würden unter Gesundheitsproblemen leiden. "Perserkatzen etwa haben aufgrund ihrer sehr kurzen, flachen Nase häufig Atembeschwerden, und Scottish Folds sind durch ihre Kippohren nur zu eingeschränkter Kommunikation mit Artgenossen fähig."

Peta weist darauf hin, dass in deutschen Haushalten etwa 13,4 Millionen Katzen leben. Dessen ungeachtet würden Züchter weiterhin reichlich Nachwuchs produzieren, obwohl jährlich allein in Deutschland etwa 300.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder ausgesetzt werden. Heute blieben 25 bis 30 Prozent der Tiere ein Jahr oder länger im Tierheim. Peta appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.
(RP)