Quelle: Unser 38.de - Lehndorf-Wolfenbüttel

Offener Brief an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel:
Ihr gestörtes Verhältnis zum Tierschutz

Berlin: Kanzleramt | offener Brief
Dr. jur. Eisenhart von Loeper initiierte die Aufnahme des Tierschutzes in den Umweltartikel 20a Grundgesetz. Seit 2002 hat der Tierschutz Verfassungsrang. Von Loeper ist seit 40 Jahren Gutachter und Kommentator des Tierschutzgesetzes. 2005 wurde er für sein tierschutzpolitisches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Ein renomierter und hoch dotierter Mann.
Nun hat von Loeper einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel verfasst, weil es ihm reicht. Er kritisiert die verhängnisvollen Auswirkungen der empathielosen Haltung der Kanzlerin gegenüber Tieren auf die Gesellschaft. Die jüngsten Äußerungen der Kanzlerin, auch vor Kindern, zeigten: „Angela Merkel ist die tierunfreundlichste Regierungschefin, die Deutschland je hatte. Besonders betroffen macht mich ihre rohe Gleichgültigkeit gegenüber dem millionenfachen Leid landwirtschaftlich genutzter Tiere. Angesichts ihrer unaussprechlichen Qualen, sind wir zu einer radikalen Kehrtwende verpflichtet“, mahnt von Loeper und fordert Frau Merkel auf, endlich ihrem verfassungsmäßigen Auftrag für das Grundgesetz auch im Punkt des Art. 20a gerecht zu werden. 

Merkel ignoriert ihren Verfassungs-Auftrag als Kanzlerin

Der Agrarpolitik der Unionsparteien wirft er tierschutzpolitisches Versagen vor. Frau Merkel und ihre Regierung stelle sich seit Jahren hinter die finanziell mächtige Agrarindustrie. Die tierfeindliche Haltung der CDU habe in ihrer Regierungszeit zu einem Rückschritt in der agrar- und tierschutzpolitischen Ausrichtung der Partei geführt. In den Ställen führender CDU-Agrarpolitiker fänden schlimmste Tierquälereien statt. Die engen Verbindungen führender Politiker zur Agrarindustrie führen zu einer lobbynahen Agrarpolitik. Damit entferne sich die CDU vom christlichen Auftrag des Schutzes der Tiere als Bestandteil der Schöpfung.
Abgesehen davon, dass der Großteil der Bevölkerung Massentierhaltung und die damit verbundene Tierqual ablehne, habe bereits im Frühjahr 2015 der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik in einem sehr detaillierten Gutachten festgestellt, dass die derzeit praktizierte Nutztierhaltung nicht zukunftsfähig ist. Auch diese Empfehlungen des eigenen Beirates würden von Frau Merkel zugunsten der Partikularinteressen der Agrarindustrie und zu lasten von Tieren und Bauern ignoriert.

Hier geht es zu dem offenen Brief

 

Quelle: WAZ vom 25.5.2018

Katzen-Attacke: Wittener Kinder retten sieben Entenküken

küken gerettet

WITTEN.   
Kinder haben Entenküken abends auf die Polizeiwache gebracht. Die Mutter der Tiere war vor einer Katze geflüchtet. Aber alles wurde wieder gut...

Ein „gefährliches Raubtier“, eine wilde Verfolgungsjagd und eine erfolgreiche Familienzusammenführung: Was sich liest wie die Zutaten für einen Thriller, ist ein tierischer Fall, den die Polizei am Donnerstagabend gelöst hat.

Die Geschichte: In Begleitung mehrerer Kinder kam eine Wittenerin abends zur Wache. Sie brachte einen Karton mit, aus dem aufgeregtes Gepiepse drang. Es handelte sich um sieben Entenküken, die von ihrer Mutter getrennt worden waren. Die Schuldige: eine Katze. Sie hatte die Mutterente zuvor gejagt, bis diese irgendwann den Rückzug antrat und davonflatterte.

Polizei brachte Entlein zum Hammerteich

Die Küken blieben zurück und irrten über den Hof eines Hauses. Als die Entenmutter auch nach einer Stunde nicht zurückkehrte, fingen die Kinder des Hauses mit vollem Körpereinsatz alle Küken ein.

Als mögliches Zuhause der Entlein machten die Kükenretter und die Polizisten schnell den Hammerteich aus. Eine Streifenwagen-Besatzung packte den Karton samt Küken auf den Rücksitz, fuhr zum Teich und lauschte. Tatsächlich hörten die Beamten Entengeschnatter – und die Küken schienen zu antworten. Sofort ließen die Polizisten die Mini-Enten aus dem Karton und machten so die Familienzusammenführung perfekt.

Quelle: Lokalcompass.de vom 17.05.18

Für den Erhalt aller Bäume am Parkplatz P1

Heute wurde auf dem Parkplatz P1 gegen die Planungen, Bäume zu fällen, demonstriert. Die Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER unterstützt den Heimat und Bürgerverein Stockum-Lohausen e.V. und die Baumschutzgruppe Düsseldorf in ihrem Kampf für den Erhalt der Natur.

Alexander Führer, stellv. Geschäftsführer der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER: „Um Missverständnissen vorzubeugen, nochmals ganz klar: Wir sind für das Ed Sheeran Konzert in Düsseldorf. Wir sind aber auch dafür, dass die Bäume auf dem Parkplatz P1 unangetastet bleiben. Deshalb sind dafür, dass entweder ein anderer Standort für Open Air Veranstaltungen gesucht wird oder Ed Sheeran zwei Konzerte in der Esprit Arena durchführt. Das können andere auch, wie z.B. die Toten Hosen am 12. und 13. Oktober 2018. Und es hilft, das jährlich anfallende Defizit der Esprit Arena zu verringern.“

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Quelle: Deutschlandfunk 22.05.18

Klöckner will Kükenschreddern stoppen

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Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner sieht Fortschritte beim Vorhaben, die millionenfache Tötung männlicher Küken zu beenden.

Sie sei sich sicher, dass Deutschland beim Ausstieg aus dem sogenannten Kükenschreddern Vorreiter werde, sagte die CDU-Politikerin der Funke-Mediengruppe. Auf ein Enddatum wollte sich Klöckner jedoch nicht festlegen. Die Bundesregierung habe rund fünf Millionen Euro in die Erforschung von Alternativen investiert, etwa in Verfahren zur frühen Geschlechtsbestimmung schon im Ei, sagte sie. Jetzt sei die Wirtschaft am Zug. - Noch werden in Deutschland pro Jahr fast 50 Millionen männliche Küken nach dem Schlüpfen vergast oder geschreddert, weil sie keine Eier legen und kaum Fleisch ansetzen. 

Die Ministerin verschärfte zugleich ihre Kritik an radikalen Tierschützern, die in Ställe einbrechen, um Missstände zu filmen. Unrecht bekämpfe man nicht mit einem anderen Unrecht.

Diese Nachricht wurde am 22.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Quelle:  RP-Online vom 14.05.18

Erkrath - Naturschützer wider Willen

Wildbienen wählen Tennisclub als Heimat

tierschutz bienen

Erkrath Auf dem Gelände des TSCU leben jetzt Einsiedlerbienen. Die Tennisspieler nehmen es gelassen.

 

Zum Start der Sommersaison müssen sich die Sportler des TSCU mit neuen Nachbarn anfreunden: Einsiedlerbienen haben sich die Tennisanlage als neue Niststätte ausgesucht. Zwei Erdwälle zwischen den Tennisplätzen haben die Insekten mit Beschlag belegt, mehrere hunderte summen dort momentan herum. Für die Tennisspieler war das zunächst eine beunruhigende Situation. "Wir hatten schon überlegt, einen Kammerjäger zu engagieren", berichtet Pressewart Thomas Vogel. Die Bienen fliegen nämlich über die Wege und teilweise auch über die Plätze. "Dann haben wir aber erfahren, dass die Wildbienen unter Naturschutz stehen. Loswerden konnten wir sie also nicht."

Im Verein beschloss man daher, mehr über die Bienen herauszufinden. Rat suchten sich Vogel und Beiratsmitglied Ernst Becker beim Naturschutzzentrum Bruchhausen. Von der Leiterin Karin Blomenkamp erfuhren sie, dass sie mit den Einsiedlerbienen recht umgängliche neue Nachbarn haben. "Frau Blomenkamp erzählte uns, wie wichtig die Wildbienen sind. Sie sind deutlich produktiver als die Honigbienen und bestäuben fast doppelt so viele Pflanzen", so Vogel. Außerdem sei jede Wildbienenart auf bestimmte Pflanzen spezialisiert, so dass man sich um den Erhalt der Bienenarten sorgen müsse.

Sorgen machte den Tennisspielern indes ein ganz anderes Thema. "Viele Eltern haben befürchtet, dass ihre Kinder gestochen werden könnten", sagt Becker. Einsiedlerbienen gelten unter Fachleuten jedoch als sehr passiv - Gefahr für einen Stich besteht eigentlich nur, wenn man direkt auf eine tritt. Denn wie der Name schon erahnen lässt, nisten diese Bienen in der Erde. Dazu gräbt sich jedes Weibchen ein eigenes kleines Loch, in das es Eier legt. Die Erdwälle auf dem TSCU-Gelände sind jetzt von hunderten Löchern überzogen. Der lockere, weitgehend unbewachsene Boden eignet sich als Niststelle offenbar gut.  

"Die Bereiche haben wir jetzt abgesperrt, damit niemand versehentlich auf eine Biene tritt", erklärt Becker. Gemeinsam mit Vogel bemüht er sich außerdem, bei den Mitgliedern Ängste abzubauen. Aushänge bei den abgesperrten Bereichen sollen helfen, die Bienen zu verstehen. Langfristig wird der Verein mit den Tieren leben müssen, denn Einsiedlerbienen sind standorttreu. Sie werden also wahrscheinlich immer wieder auf dem Gelände nisten. Nach Rücksprache mit der Naturschützerin nehmen es die Tennisspieler gelassen. "Wir haben jetzt also unser eigenes kleines Naturschutzgebiet", sagt Vogel. Den neuen Kontakt zum Naturschutzzentrum Bruchhausen würde er gern weiter ausbauen. "Unsere Jugendarbeit muss ja nicht immer zweckgebunden sein. Da könnte es auch mal einen Ausflug zum Naturschutzzentrum geben: Als Wandertag oder im Rahmen unseres Ferienprogramms." Rund 170 junge Spieler hat der Verein im Moment.

In ein paar Wochen wird in Sachen Bienen aber erst mal Ruhe einkehren. Dann sind die Eier gelegt und die alten Bienen sterben. Somit stören die Tiere auch nicht bei der Planung des großen Sommerturniers, den "Neandertal Tennis Open". Zur Turnierwoche vom 9. bis 16. September werden mehr als 120 Teilnehmer erwartet - die alle aufzuklären, wäre aufwändig. Erst im nächsten Frühjahr, wenn die neue Generation geschlüpft ist, geht das Nisten dann wieder von vorne los.

(rab)